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Der Israelit · 1869-03-17 · Heft 11 (17.3.1869) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 11 (17.3.1869)
Date
1869-03-17
Page
– (sequence 18)
Language
German
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210 das Streben der fqg. Reformrgöbingr ^.pr daran abPO n#)üj?n pnTV WF?'7rO, HeFackeltz^. Zwietracht kn die stAdlichen Gemeinden zu we^seÜ, \ Ainiv itt^bcnselben hervorzurufen, um so die schon bestehende Kluft, den Riß zwischen Orthodoxen und Reolotzen immer mehr zu erweitern. Doch, das orthodoxe Judenthm kann und darf diesem Gaukelspiel ruhig zusehen; wie aus den RabSinerversammlungen der 5, 6 und 47tzer Jahren, wird es auch, kmit Gottes Hülfe, aus dem ihm bevorstehenden Kampfe siegreich hervorgehen; denn 7K Moy *r cnp' h'x ~ün nan nöni n»y isy. Oestrich. M. Stosenwald, Lehrer. Nüneburg, im März. Unsere Stadt sowohl, wie unsere isr. Gemeinde haben durch das Hinscheiden des Herrn W. H. Michaels einen großen Verlust erlitten. Der Heimgegangene war der Sohn eines ,-jx-nn rnio (RabbinatSverweserS), den er als vierjähriges Kind durch den Tod^verlor. Nach einer.Jugend voller Mühen und Entbehrungen, wurde ihm das Mannesalter durch »dir so schwer auf den Juden lastenden Ausnahmsgesetze verbittert. Damals waren die Israeliten im Königreich Hannover noch „Schutzjuden." „Der Schutz" wurde jedem Einzelnen verliehen Md konnte oft erst mach.großen Mühen und Opfer» erlangt werden; M., mtt der Schwester des Herausgebers dieser Blätter verlobt, mußte fünf Jahre lang um den „Schutz" petttioniren, ehe er sich verheirathen durfte. Von damals (1839) an segnete Gott sein Mühen , so daß er allmählich nicht Mein ejnex der wohlhabendsten, sondern auch der geachtzetsten Mänuer unserer Stadt wurde, dessen strenge .Rechtlichkeit ihm das vollste Vertrauen aller feiner Mitbürger, ja Aller, die ihn kannten und mit ihm in Verbindung standen, erwarb.) Der Verblichene war dem Glauben und dem Gesetze des Gottes Israels streng anhänglich und erzog ^uch seine Kinder in diesem Sinne. Bor 44/2 Jahren traf chn eine schwere Krankheit, von der er sich nicht mehr erholte. Sein Leichenbegängniß bewies, wie sehr man aikgemein den theuren Tvdwn betrauerte. Aus der Nähe und Ferne warm viele Freunde und Verwandte herboigemt; in Lüneburg selbst bethMg-te sich fast die ganze Stadt. Eine unabsehbare Menschenmenge, aus Men Ständen und allen Consessiomn zusammengesetzt, folgte der Leiche bis auf den israelitischen Friedhof, wo Herr Vr Lehmann ans Mainz, der Schwager des Dahingeschiedenen, die Leichenrede hielt. Die DhrÄNen, die den Augen ernster und bejahrter MännerMänner, vornehmer Beamter,.hervorragender Kauf-« leuie entströmten, bezeugtm die allgemeine Trauer um den Heimgang eines braven, edlen Mannes, eines wackeren Jehudi. OeDe«rGisi^r Kaise?staIt^ J PeKö Bei dem im Pesth abgehMenen Feste erzählte Baron Eder über die Judenexcesse in Gal atz Folgendes: „Es wurde damals eine Commission entsendet, welche den Schaden feststellen sollte; ich muß hier bemerken, baß über sechzig verwundete Judm in den Spitälern lagm; die Commission setzte den Schaden auf 22, sage zweiundzwanzig ,Ducaten fest. Ich ging zum Minister Kolonitschecuro und machte ihn darauf aufmerksam, welcher Hohn und welche Ironie in dieser Schätzung liege; ich jieß die Betreffenden ihren Schaden selbst angeben, er wurde auf 1700 Ducgten beziffert. Nun ist bekanntlich 22 und 1700Ducaten ein großer Unterschieds ich machte, nachdem ich die Sache genau gelüst, dem Minister die Proposition, daß er nur 1600 Dueafen bewilligen solle, womit ich mich die Schäden auSzngleichen perpflichte. Er bot mir 600 Ducaten, ich aber sagte ihm, daß ich nicht mit mir handeln laffen und weniger ass 1000 Ducaten nicht annehmen könne. Nun ist eS wohl wahr, daß die rumänische Negierung nicht immer Geld hat, namentlich für Zwecke, denen sie nicht geneigt ist — sie braucht eben große Summen zur Subvevtiotzjrung der Hurnale. Kolonrtscheano konnte mir die 1000 Ducaten nicht zugestehen, ich ging zum Fürsten Karl, und dieser gab mir sein Wort darauf, paß die Sache in der von mir gewünschten Weise demnächst geordnet werden würde. Kolonitscheano bot mir Mn 600 Ducaten. Ich nahm selbstverständlich auch diese nicht; wenige Tage später war ich beim Fürsten zur Tafel geladen; ich saß neben ihm und kam ihm Läufe des Gesprächs auch auf die hier erzählte Angelegenheit. „Ja, ist denn das noch immer nicht erledigt?" fragte er erstaunt und sicherte mir abermals die baldigste Erledigung zn. Nun wurde mir aber von der Negierung proponirt, daß eine neue gryße Commimon eingesetzt werden solle, welche den Schaden noch einmal abzuschätzen hätte. Ich wußte, daß dabei im günstigsten Falle doch nicht mehr als 600 Ducaten heransfchauen würden, und da ich überdies diese leidige Angelegenheit nicht unerledigt meinem Nachfolger hinterlassen wollte, drang ich aus die sofortige Erledigung derselben. Die Erledigung ist aber bis heute noch nicht erfolgt, und es bleibt mir nun nichts -MW Übrig, als in den nächsten Tagen einen Brief an den Sekretär des Fürstm Karl zu schreiben Md wich aus das mir gegebene Mort des Letzteren zu berufen." F r a n k r e ich. DartS. Herr Eduard Leyy, Profeffor per Mathematik in Sainte- B.arbe, früher PryWor nn her türkischen Schule zu Paris, Hat vom Sultan den

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