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Der Israelit · 1869-03-17 · Heft 11 (17.3.1869) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 11 (17.3.1869)
Date
1869-03-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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In den Büchern HiamueliS begegnen wir W«vst eiyer Bigamie, in wacher Elkava, bix Vater des $ß Kind schon zum Propheten Gottes geweiheten Samuels, lebte. Aber obgleich die eine Gattin Penmyh durch Kränkung ihrer Nebenbuhlerin den Hausfrieden zu stören schien, mit welcher Ächtung und ZuoorLpmmenheit werden Heide doch von chrem Gatten behandelt? In welcher gottgeweiheten Stiqvnung ziehen sie in .Begleitung des Hausherrn alljährlich hinauf nach der geheiligten Stätte, um ihr Inneres durch Gebet und Opfer zu reinigen und zu heiligen? Mußten feine Frauen nicht Thekl .an diesen Wallfahrten nehmen? Spendete er nicht, sogar noch mit Bevorzugung seiner geliebten, obschon unfruchtbaren Frau, reichlich seine Gaben unter sie? Herrscht hier nicht das schönste Familienglück (abgerechnet den aus Neid und Mißgunst hervorgerufenen Hader), um das den glücklichen Ehemann mancher gebildete, auf dem Höhepunkt der Zeit stehende Europäer beneiden könnte? Und endlich, handelte Hannah nicht ganz nach eigenem Ermessen und nach Willkür mit ihrem Sohne Samuel, so daß Elkana in Betreff ihrer auf die Bestimmung und den künsttgen Lebensberuf ihres Sohnes beschlossenen Anordnungen sie ganz gewähren ließ und sich in Allem ihr fügte, waS sie that und unternahm? Doch wir schreiten weiter und kommen an die polygamischen Eheverhältnisse Davids und seines Sohnes Salomo. Was den David betrifft, so war allerdings sein häusliches Leben sehr zerrüttet und zerrissen. Hier sehen wir sogar Brüder gegen Brüder und Kinder gegen ihren eigenen Vater semdlich auftreten. Aber wie, war dies Alles ihm nicht weniger als Folge seiner Vielweiberei, als vielmehr als Strafe Gottes durch den Propheten wegen des Urija angezkündigt worden?*) Doch dem sei nun, wie ihm wolle, wie war aber sein VerhÄtntß zu seinen vielen Frauen? Er liebte sie mit der ganzen Gluth eines zärtlichen Ehemannes und hatte oft für sie sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt. Obwohl David König von Israel, wagte dennoch Michal, seine erste Gattin, gegen ihn eine kühne Sprache zu führen, als sie glaubte, daß der König seine Ehre durch sein kindliches Gebühren bei der Übersiedelung der Bundeslade nach Jerusalem verscherzt habe. Auch, hie Bath Seba erlaubte sich, dem König gegen Ende seines Lebens ernstliche Vorstellungen zu machen über die endgiltige Bestimmung der Nachfolge in die Negierung; was von beiden Gattinnen, emem so sieggekrönten orientalischen König gegenüber, nicht geschehen sein würde, wenn Frauen nur zu einer demüthigen, viedergebeugten Stellung verurtheilt wären. Mtt welcher Wärme und Begeisterung hat er den beredten Worten der von Edelmuth und Biedersinn erMhtm Ahigail gelauscht und -ihren MergewöhustchW Mrstgnd «it Mhendov Farben hetzhpiehen.?*) Mr ifo -egesfiert nyh tmrch ihre Handlungsweise zu Frag esnesOm feindlich gesinnten reichen OiMesttzms spricht, Gnu Ke später sicherlich Mt zu ^iner HerahvMdigen, sobald sie seine e^ene GMn geworden ist. Paß eben M seßrer Zeit .in ganz Mxael dagrößte Mück — als Höchstes Ziel Md dtnLohn eines frommen und gqtteMrchtjgen Kabels vor Gott m -ein alüxköches Familievstshey gesetzt.morde, beweist der Umstcmd, dgß .eingn eigenen Mlm (Ps. 188) über das Wohlgeljngen Nyd Geheihsn eines von GM gesegneten Familienvaters. gesungen hat. Derselbe lautet in freier.ttshMrqWng,also: Heil Dir, wenn gläubig fjflWW Du hqndM. In Gottes stets zchr wandelst. Wenn Du genießest Dein Bemüh'n, Wird schönstes Ervenalück Dir ölüh'n Wie Weinstock grünt m ihrem Kreise Die Gattm still noch ihrer Weise; Und Peine Mnder um, den Pisch Sich reih'n yrie Oelbauuzzweige frisch. Sieh«, so genießt der nur ^Segen, Der gläubig ist auf sttmn Wegen; Von Zion wird Gott lpenden Heil Und Glück non Salepr.gus Hu Pheil Wird ungetrübt noch lange werden. Solang' Du lebest hier aus Erden, An Emeln weidet sich Dein Blick, An Jsra'ls höchstem Fried.eMjlück! — Mrtschuug folgt.) 3pr BewchKrWg; Ein Reihe von Correspondenzen, Artikeln, Feuilleton-Arbeiten mußten aus Mangel an Raum zupstckbleiben und erscheinen s. G. w. in der nächste Woche auszugebenden Doppelnummer. HeitirngSnackrichHeu Mnd Correspon- Deuts ch l a n d. Vom Württeurbergischen Skeckar (Zur israel. Kirchenfrage.) Bor einiger Zeit brachten verschiedene Blätter die Nachricht, der Herr Cultuömisyßer habe mit den Mitgliedern der iSrael. Oberkirchenbehörde über die seit 1863 angeregte Revision der israel. Kirchengesetzgebung eonferirl und den Affessor der genannten Behörde, Herrn vr. Jordan, mit der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs. beauftragt. Die Lüroaukrntische -Behandlung dieser Frage und das geheim»«ßvolleDn»kel, welches man darüber bvei- ») r. .Samuel »5. M.A *) 2. Samuel 12, io.

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