Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 10 (10.3.1869)
- Date
- 1869-03-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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w v-k 'WP WZ X. Jahrgang. ■f 4 V’/-- ■4 M IO. DO Israelit. Ein Kenlral - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Hrrausgcgeben von vr Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 10. März 5629 (1869). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. pr. €. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» Bestellungen an. Inserate 172 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum- Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direete Francoza» sendung unter Streifband pro. Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Iuhakt. Leitender Artikel: Schema Beni Muffor Abicha! — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus Württemberg. Berlin. Erefeld. — Oesterr. Kaiserst.: Wim. Wien. Pesth. — Italien: Padua. — England: London. — Feuilleton: Unmöglich. Inhalt der Aeilager Leitender Uxttkel: Der israel. Congreß zu Pesth. ZettungsnachnMen und CMespvndrnzen: Hottand Amsterdam. Amsterdam. — Rußland: Wilna. — Donaufürstenth.: Bukarest. — Inhalt der Ortra-Aeilage: Dritter Bericht über die Spmden für unsere durstigen Glaubmsbrüdcr an der russischen Grenze, welche bei dem Unterstützungs-Comit^ in Würzburg vom 12. bis Ende Februar eingegangen sind. Leitender Artikel« Schema Gern Mussor Abicha! Mainz, dm 1. März. „Höre, mein Sohn, die Mahnung Deines Vaters im Himmel und verlasse nicht di? mütterlichen Lehren der Aeltestm Deines Volkes." Also ruft uns nach der Erklärung der Weisen der weiseste König zu. Wohl, hören wir die Mahnung unseres Vaters im Himmel aus der Lehre der Nettesten unseres Volkes. Da liegt uns ein Schriftstück vor, das jetzt 24 Jahre alt ist. Mehr als 300 Rabbinen habm es unterzeichnet; Viele von ihnen stnd schon heimgegangm zum himmlischen Vater, Andere sind , wir noch so glück- Uch in unserer Mitte zu besitzen — sie sind die Freude ’ und der Stolz des Judenthums. Nennen wir einige der Heimgegangenen: Abraham Auerbach (Bonn), Jakob Bamherger (Worms), Leon Ellinger (Mainz), O. Lüppfchütz (Danzig), I. H. Mecklenburg (Königsberg), Salomon Quetsch (Leipnik), H. Traub (Mannheim), M. L. Munk (Danzig), Salomon A.Lrier(FxaklMrt^ Wechsler (Schwabach). Sal.' Mein (ftoYmcrrJ, L. M, Lambert (Metz), W. Dreyfuß (Lengnau), Juda Atzud' (Szerdahelly), M. L. Eisenstädler (Ungvar), MoseS PerlS (Bonyhad). Welche Namen! Wie erfüllen Sie die Herzen der Ueberlcbenden mit Ehrfurcht und Liebe! Nicht minder groß und bedeutend sind die Namen Derer, welche noch heute die wahrhaften Lehrer und Leiter Israels sind. Gott schütze und erhalte sie zum Ruhme und zum Heile Israels. Aber wir haben unfern geehrten Lesern noch gar nicht mitgetheilt, «m was es sich eigentlich handelt. Es sind jetzt 24 Jahre her, da traten, gerufen von dem großen Philippson, in Braunschweig einige und zwanzig Rabbinen zusammen, um das Judenthum zu reformiren, Gottes Gebote außer Kraft zu setzen und ein Judenthum k la Philippson, Holdheim und Genossen zu decretiren. Damals fürchtete man wirklich Gefahr von diesen Männlein, die man noch wenig kannte. Es erließen daher 119 gesetzestreue Rabbinen, denen sich später noch fast 200 anschloffen, eine Ansprache an die treuen Gläubigen , in Israel. 24 Jahre sind seitdem versiossen. Biele der Mitlebenden haben die Ereignisse von damals vergessen,