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Der Israelit · 1869-03-03 · Heft 9 (3.3.1869) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 9 (3.3.1869)
Date
1869-03-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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162 namentlichen Abstimmungen hieß es hundert und so und so viel Abwesende! Man kann bei solcher Theilnahme wohl sehr gemächlich und selbstzufrieden Resultate auf dem sehr geduldigen Papiere stehen Haben, ein unschuldiges Vergnügen, daS aber mit den Thatsachen sehr schlecht rechnet. — Doch gehen wir weiter. Ein hervorragendes Stück, das von den Pesther Vätern des Congresses schon seit Jahren aus langer Hand angestrebten Centralismus, natürlich Pesth als ungarisches Parks, bildete im Majoritätsentwurfe das Landespräsidium, bestehend aus den Prästdenten der verschiedenm Distriktsrepräsentanten. Von denselben sollen nach ursprünglicher Tendenz der entreproneuin drei ihren Sitz in Pest haben, was aber, da bei dem sehr heikeln Selbstbeftimmungsgefühle der Provinzialen jede Gemächlichkeit, auch die der Clubverbrüderung, oufhört, mit guter Miene zum bösen Spiele fallen gelesen werden mußte. (Denn jeder durchschaute natürlich, daß die tr68 faciunt collegium sich zu einem Vorstande der ungarisch-siebenbürgischen isr. Gemeinden zuspitzen würden.) Es blieb aber immer noch etwas Behördeartiges dieser Distriktsrepräsentanten-Präsidenten des sogenannten Landespräsidiums übrig; die di-esrnal aus beiden Seiten des Congresses zusammengesetzte Majorität war so frei, sich nicht einmal in diese mildern Fesseln schlagen lassen zu wollen, sie perhorrescirte das ganze Institut und beschloß nur wiederholte Versammlungen dieser Präsidenten, ohne irgendwelche behördliche Natur derselben. Doch ließ es die Pesther und ihre Parteigänger keine Ruhe; man schmuggelte in einem sogar ganz richtig vom Vorsitzenden als Consequenz des obigen Beschlusses für gefallen erklärten Paragraphen des Commissionselaborates wenigstens einige Trümmer der süßen Autorität wieder rin, daß nämlich einer der Prästdenten, dessen »sitz in Pesth sein müsse, mit der Landeskanzlei zum Empfange der Erlasse ber Regierung rc. betraut werde; während, wie von vielen Säten richtig dargestellt wurde, die Consequenz des obenerwähnten Beschlusses eigentlich dazu führen mußte, daß die Regierung sich vorkommenden Falls in unmittelbare Verbindung mit den verschiedenen Präfiden- 1a* zu setzen habe, und nur ein Archiv eingerichtet und rin besoldeter Archivar ernannt werde. Die Inkonsequenz siegte, wie gesagt; es ging aber dabei nicht ganz geheuer zu. Dieses für jeden mit den ungarischen Verhältnissen Betrauten nicht so ganz unschuldige Institut, wie es im Wortlaute des § den Anschein hat, wurde durch Ausstehen und Sitzenbleiben zur Abstimmung gebracht, die Stehenden und Sitzenden wurden gezählt, die Schriftführer zählten hin, zählten her, zum ersten und einzigen Male wurde das Resultat als nicht vereinbar und eine namentliche Abstimmung vom Präsidium für nothwendig erklärt, während die PerhorreScenten des Institutes das Abstimmungsresultat für nicht ganz zweifelhaft hielten. Kurz und gut, oder vielmehr lang und gut (?), die namentliche Abstimmung folgte und entschied mit drei Stimmen Majorität — so viel ich mich erinnere, mit 34 gegen 31 — für das Institut. Wer aber nicht einsieht, daß ein Votum von 34 Deputirten unter 220 in einer für Eingeweihte, wie gesagt ziemlich capitalen Frage nur die Carricatur einer Majorität ist, der hat wahrlich nicht viel Verstand zu verlieren. Der Rest des Gemeindestatuts mit einem noch vierten Theile, der über die künftigen Congresse handelte, gab zu wenig Discussionen Veranlassung. Nur ganz am Ende war noch ein drastischer Moment, ein letztes Scharmützel zu den vielen früheren über das punctum saliem der Parteikämpfe, die Constatirung der einzelnen nothwendigen Gemeindeinstitute und des legalen Modus, auf dem sie fußen. Rabbiner Weiße hatte nämlich einen Schlußzusatz dieser Art angebracht und sehr gemüthlich motivirt. Auch Herr Rabbiner Fischmann plaidirte warm dafür und erwähnte, daß ja auch die '-itpy miötf mit dem Oivra q-*» schließe und die Gewährung dieses Amendements daS einzige Mittel zum Frieden sei; auch vr. Hildesheimer trat eifrigst dafür ein und bemerkte (es war nämlich in später Abendstunde), daß wohl alle Mitglieder bei diesem Schlüsse eine NeAahstimmung beschlichen habe, und er daher an das dort befindliche Gebet ny:» -)yiv iZd nn& ~ij;r erinnere. Alles umsonst. Mit eisernem Tritte stieß die Majorität auch zuletzt diese gerechten Forderungen zurück. In der Freitagssitzung wurde der Entwurf des Wahlstatutes für künftige Congresse durchberathen, und da dasselbe rntt relativ sehr wenigen Principien- Fragen zu thun hatte (nur drei, nämlich las Princip der indirekten Wahlen, des Zensus von zwei Gulden direkter Staatssteuer und die Wahlfähigkeit großjähriger Söhne der Gemeindemitglieder) mit unbedeutender Diskusston und Veränderung spezialster und gleich darauf in dritter Lesung angenommen; hierauf wurde noch die Vorlage der Gemeindeordnungskommisston, betreffend die Eincheilung der 26 Distrikte, mit nur zwei Veränderungen angenommen. Zu war von 6V2 bis in's Unbestimmte zur Durchführung der Generaldebatte über sämmtliche Vorlagen der Schulkommission eine Sitzung anberaumt, der nur eine Vorlage der Wahlstatutskommission über Eintheilung der Wahlbezirke, welche pure angenommen wurde, voranging. Diese Sitzung war wieder eine derer, in welchen die Wogen der höchsten Aufregung himmelan schlugen. Der einzige Gegenstand der Diskussion concentrirte sich, trotzdem die Generldebatte sich eigentlich über das fünstheilige Elaborat der' Schulkommission, Volksschule, Religionsunterricht an Mittelschulen, Talmudthoraschulen, Rabbinerschule und Verwendung des Schulfonds, erstrecken sollte, ausschließlich c hängi Es 1 Gehe hatte, Ende schon wuchi der v erwäh keine Schoi . < Paro! in eit aus i zu w man kraft" gegen Inter ein 1 Punkt greffe Muß Schul Boder sind t: eine 5 arbeit, führm solle, Mußl äußert Verwe Religi dannZ und ii vor. Die ( also ir diese , der W war, k «ch, - hierbei Mal, brauche nämliä Major Deputi elbeA >ie Di T Cohn]

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