Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 6 (10.2.1869)
- Date
- 1869-02-10
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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105 ist insofern irrig, als die Genannte nur etwa den hundertsten Theil des Oelbergs gekauft hat. Der erwähnte Berg dient zum Theil seit Jahrtausenden — zum jüdischen Begräbnißplatz. Auch hat die ehrwürdige Frau Dorothea (Deborah) Pollak aus Königsberg (gegenwärtig in Berlin) einen großen Theil des Oelbergs zum Nutzen und Frommen der hiesigen isr. Gemeinden erworben. Amerika. New-Nork. Bekanntlich wird in den Vereinigten Staaten, wie in England der Sonntag sehe streng gefeiert und müssen sämmtliche Geschäfte geschlossen bleiben. Ein Jude, Namens David Cohen, der am Samstag sein Geschäft offen hält, und welcher am Sonntag Liqueur verkauft hat, wurde deßhalb vor Gericht gezogen. Der Angeklagte gab an, daß er Jude sei und als Solcher nicht angehalten werden könne, den Sonntag zu halten. Das Gericht stimmte diesem bei, verurtheilte ihn aber dennoch zu 10 Dollar Strafe undin die Kosten, seinen Spruch dahin motivirend, daß, da der Angeklagte seinen Sabbat nicht beobachte, indem er sein Geschäft am siebten Tage der Woche offen halte, er keine Ausnahme vor dem Gesetze machen könne und somit auch am Sonntage keine Geschäfte treiben dürfe. AI ZI Slufruf! Die haarsträubenden Berichte über die gegenwärtige Noth und die epidemischen Krankheiten, die unter unfern Glaubensbrüdern in den jenseits an uns angrenzenden Nachbarstädten wüthen, veranlassen uns, unsere im Wohlthun nicht ermüdenden Glaubensgenoffen von nab und fern inständigst zu bitten, unS ihre milden Gaben zur Linderung dieser Noth baldigst zukommen zu lassen. Der reiche Segen Gottes wird ihnen diese Wohlthat lohnen. Der Yorstand der Kreis-Synagogen-Gemeinde zu Gumbinnen. Louis Löwenson. M. Ziehmann. N. H. Marcuse. ie erledigte Stelle eines Elementar- und Religionslehrers und Vorbeters mit einem sassionsmäßigen Gehalte von st. 394. 31 kr., einschließlich Schulheizung, soll demnächst wieder besetzt werden. Einem befähigten Lehrer, welcher außer dem Elementarfache auch in französischer oder englischer Sprache Privatunterricht ertheilen könnte, wäre Gelegenheit zu Erwerb geboten, dessen Ertrag der Höhe des Gehaltes gleichkommen wird. Bewerber wollen sich mit Beifügung ihrer Zeugnisse und Angabe bisherigen Wirkens bis zum 15. d. M. au den Unterzeichneten wenden. Kleinheubach a. M., 1. Februar 1869. Der Vorstand der isr. CultuSgemeinde: Emanuel Sichel. Jum 1. April d. I. suchen wir einen CultuS-Beam- «O ten, welcher die Stelle eines Lehrer-, Schächters und Vorbeters bekleiden soll. Gehalt 200 Thlr. und Nebeneinkommen 100 Thlr. Qualificireude Bewerber wollen unter Einreichung ihrer Zeugnisse sich baldigst bei uns melden. — Callies, i. Februar 1869. Der Vorstand; I. Behrendjt. I G E IN. Vneante Lehrerstelle. Eingetretener Umstände halber ist die hiesige Stelle eines Vorbeters, Religionslehrers und Schächters zum 1. oder 15. April d. I. anderweitig zu besetzen. Dieselbe gewährt bei einem fixirten Gehalt von 200 Thlr. incl. der Nebeneinkünste ein jährliches Einkommen von mindestens 350 Thlr. — Verheiratete Bewerber und nur solche, welche angenehme Vorbeter und gute Religionslehrer sind, wollen sich unter Abschrift ihrer Zeugnisse schleunigst an den Unterzeichneten wenden. Perleberg, im Januar 1869. Dev Vorstand des Synagogen-Bezirks. L. Blumenthal. (\xi der Nähe einer Universitätsstadt wird ein tüch- V tiger Lehrer gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, die V2 Stunde entfernte Universität zu frequentiren. Frankirte Offerten sud Nr. 151 besorgt die Exp. d. Bl. iS 1. Mai d. I. ein geprüfter Elementarlehrer gesucht in der Erziehungs-Anstalt des Dr. H. Reckendorf, Heidelberg. ie hiesige Religionslehrerstelle, verbunden mit einem jährlichen Fixum von 300 Thlr., wird zum 1. April c. vacnt. Geeignete Persönlichkeiten, mit den nöthigen Qualificationsattesten versehen, wollen dieselben schleunigst dem Unterzeichneten Vorstand zur weiteren Veranlassung einsenden. Neuftettin, im Februar 1869. Der Yorstand. H. Löwe.