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Der Israelit · 1868-12-16 · Heft 51 (16.12.1868) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 51 (16.12.1868)
Date
1868-12-16
Page
– (sequence 13)
Language
German
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957 ihre Zuflucht nahm; die Sitzung vom achtundzwanzigsten .Januar gehörte zu den stürmischsten, welche die Nationalversammlung sah; am zweiten September, am fünfzehnten April war die Kampfesweise mit verborgenen Waffen bemerkenswerth, und im December 1789 gebrauchte die Rechte ein gewisses Uebergewicht, das sie besaß, gerade auch gegen die Juden. Daß diese trotz aller Widerstände ihre Sache triumphiren sahen, bewies die enge Verknüpfung, in weicher dieselbe zu den mächtigen Bestrebungen einer neuen Epoche stand. Daraus aber ergaben sich zwei große Folgen; die weithin wirken sollten. Zugleich mit der Fahne der Revolution mußte die Emancipation der Juden die Reise um die Welt machen. Und von den Völkern konnte sie nur mit Freude begrüßt werden; denn was die Bürgerrechte schuf für die Angehörigen des jüdidischen Stammes, das diente zum Wachsthum ihrer eigenen Freiheit. ANZEIGEN. Memel, den 1. December 1868. Rettungs - Ruf!! Ihr Gtaubensbrüder beider Welttheile! Verschließet nicht Herz und Hand dem Rufe nach LebenSrettung, welchen die dem Hunger und der Se lche erliegenden Brüder in Westrußland durch uns an Euch ergehen läßt. Die Hoffnung, unsere Thätigkeit in diesem Winter nicht wieder aufnehmen zu brauchen, hat sich als trügerisch erwiesen. Fortwährende Dürre im verflossenen Sommer hat die Ernte eine höchst dürftige werden lassen und dieser Gegend, die sonst durch bedeutende Getreideausfuhr sich auszeichnete, kann nicht genug Getreide zum nothdürstigsten Unterhalte zugeführt werden. Die leiblichen und pecuniären Kräfte sind aber ganz und gar durch das verflossene Rothjahr erschöpft. Durch Mangel und Geschäftsloslgkeit herbeigeführt, hat eine solche Verarmung Platz gegriffen, daß eS israelitische Städte bis zu 8000 Seelen gibt, darin kaum noch 8— 10 Personen vorhanden sind, die zur Unterstützung der Armen am Orte können herangezogen werden. Kaum ist nun der Winter in nordischer Strenge hereingeörochen, als sich eine noch viel bedeutendere Noth kundgibt, als im verflossenen Jahre, und in ihrem Gefolge die Krankheit, eine Art Typhus. Aerzte behaupten, daß ohne schleunige und nachdrückliche Hilfe im Laufe des Winters ganze Städte anssterben könnten. — Brüder! „Sehet, der Klageruf unserer Volkestochter ergehet aus dem Lande der Fernen: Unser Leben und Tod ist in Eure Hand gelegt. Erwählet für uns das Leben, damit auch Ihr lebet, Ihr und Eure Kinder!" Das Unterstützungs - Comittz für die Israeliten au der benachbarten russ. Grenze. Dr. Riilf. Elias Eewinsohn. David Feniberg. S. 15. Bernstein. Rabbi 8. A. Woblgemuth. Rubin 8ckless. Elias Behr. Wir bitten einen Jeden, der es vermag, vor Allem aber Gemeinde- und Cultusbeamten, Sammlungen zu veranstalten und sie an unfern Schatzmeister, Herrn Julius Hirsch, in Firma I. Hirsch u. Comp., zu richten. Die Veröffentlichung derselben, sowie Rechnungslegung erfolgt wie früher. Stelle-Gesuch. Ein junger Mann, der schon seit längeren Jahren in der Manufacturwaaren-Branche als Verkäufer und Comptoirist thätig, sucht per 1. oder 15. Januar Placement. Die besten Empfehlungen stehen ihm zur Seite. Reflectanten, deren Geschäft Sonnabends geschlossen, belieben ihre gefl. Franco - Offerten unter Chiffre R. 8. Nr. 1207 der Expedition dieser Zeitung zu übersenden. Xeri* Saul Efron (Chajimsohn) aus Grodno wird hiermit freundlich st ersucht, mir seinen gegenwärtigen Aufenthalt baldmöglichst anzuzeiaen. Kissingen, 10. December 5629. _ Rabbiner Bamberger C\n meinem Töchterpensionat für Pensionärinnen Ge- •O legcnheit zu gründlicher, wissenschaftlicher und musikalischer Ausbildung. Referenten: Die Herren Prof. Steinthal, D^ector Dr. Auerbach, Prediger Landsberger, Kaufmann Lachmann. Lydia Cronbach, Oranienstr. 63 Berlin.

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