Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1868-11-25 · Heft 48 (25.11.1868) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 48 (25.11.1868)
Date
1868-11-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2447343-2447389--06671-2462238
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

894 denselben nicht nachahmen. Denn — Gottes Gebot geht über Menschengebot!" Nach Vorausschickung dieser Bemerkungen glauben wir züm Schluffe dieser Abhandlung übergehen zu dürfen; und werden wir uns bemühen, in Nachfolgendem den Beweis zu liefern, wie solche Lehrer, wie wir sie in dieser Abhandlung zu zeichnen so oft Gelegenheit gehabt haben, in der Schule die Saat der Unreligiösttät auszustreuen, arge Verwüstungen und großen Schaden für's Iudenthum anzurichten und, anstatt aus der durch die häusliche Erziehung gelegten religiösen Grundlage weiter zu bauen, diesen zu erschüttern und einzureißen sich bemühen. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Holland. Amsterdam 2. Kislew. Unter den Büchern, die hier auf der in voriger Woche stattgehabten Auction verkauft wurden, verdient besonderer Erwähnung ein öuv mit eigenhändigen mrun und Randnotizen von dp'OLi py iiion. Da das Werk in die Hände des Herr I. Levison, des Besitzers der ehemals so berühmten Druckerei von ProopS gelangt ist, so darf man sich der Hoffnung hingeben, daß die darin enthaltenen reichen Schätzen nach mehr als hundertjährigem Verborgensein nun bald zu Tage gefördert werden. Alle Talmudbeflissenen werden gewiß mit Spannung den mm wvn eines solchen Heroen entgegensehen. Frankreich. Paris, 18. Nov. Heute Vormittag hat die Beerdigung des Baron James v. Rothschild stattgefunden, mit einer Einfachheit, die einen markirten Contrast zu seinem enormen Reichthum bildete. Der Leichenwagen war nur von zwei Pferden gezogen, ein schwarzes Bahrtuch, mit Silberfranzen besetzt, bedeckte den Sarg, auf dem kein einziges OrdenSzeieben noch irgend welche andere Insignien figurirten. Zunächst hinter dem Sarge folgte die .zahlreiche Hausdienerschaft des Verstorbenen. Hinter diesen schritten die Söhne des Baron James mit allen näheren Verwandten und Freunden und dem gefammten Personale des mächtigen Bankhauses. Den ferneren Zug bildeten in dichten Massen die zur Trauerfeierlichkert von der Familie Eingeladenen, deren Zahl auf 5000 angegeben wird. Alle nicht durch den Dimst zurückgehaltenen Beamten der Nordbahn waren im Zuge gegenwärtig. Der Finanzminister, in Compiegne zurückgehalten, hatte sich durch seinen Cabinetsches vertreten lassen. Obgleich sich die Sommitäten der Finanzwelt, der Diplomatie rc. im Zuge befanden, zeigte sich in demselben nicht eine einzige Uniform und alle officielle Mitwirkung, auf die der Verstorbene schon als Groß-Offizier der Ehrenlegion Anspruch hatte, war unterblieben. Die auf den Boulevards versammelte Menschenmenge muß nach Hunderttausenden gezählt werden. Den Zug schloffen zwei Trauerwagen und circa 100 Equipagen. Am Grabe sprachen Herr vr. Albert Cohn und die Oberrabbinen von Paris, von Frankreich und von Belgien. Die Redner wiesen auf die hohen Verdienste des Verewigten, auf sein mühevolles und arbeitsames Leben hin. Die ganze Familie Rothschild war tief ergriffen, die Söhne vergossen reichliche Thränen. — Die Diplomatie war durch Fürst Metternich und das gesammte Personal der österr. Botschaft, dann durch Lord Lvons und den Grafen Solms vertreten. Der Kaiser hatte sich bei dem Begräbniß durch seinen Ober- Ceremonienmeister Herzog von Cambaceres vertreten lassen. Im Lause des Dienstags empfing die Familie i Rothschild Kondolenztelegramme von dem Kaiser von | Oesterreich, dem König der Belgier (welch' Letzterer ' sich auch bei dem Begräbniß des Testamentsvollstreckers j seines Vaters vertreten ließ) und von dem Präsidenten i Johnson. Incognito wohnte, wie man versichert, der 1 Prinz von Asturien mit seinem Vater, dem König Franz von Assisi, dem Begräbniffe bei. Amerika. New-Work. Fünf Synagogen haben sich an der Sabbat-Frage betheiligt. Wo bleiben die andern? fragt der „Iew. Mess enger". Die ßmancipatiorr der Zuden in Jrankrerch Aus den Quellen bearbeitet von Gmauuet Leser. (Fortsetzung.) IV. Die Emancipation. Dw Beschluß vom 24. December und die Debatten. die ihm vorangegangm waren, führten die öffentliche Meinung dazu, auch ihrerseits in der Angelegenheit der Juden ihre Stimme vernehmen zu lassen. Und wie?S in der^^^e Monaten öfter sich ereignet hatte, daß daS^^^^^^unzufrieden zeigte mit der Haltung der o^^^^^^^Deputirten, die auf der rechten Seite^^^^^^^M«?sammlung ihren Pla? geuonnnen, ur^^^^^^^^Mekämpste, die durch ihn Bemühungen so stimmt sein Uri theil auch in den Ansichten über! ein, zu seiner Vertreter bei k«nnt den w< Wider! Neue! fen; Ä Pariser von ei widerlr Ungün macht, die T! Kraft einstige wesenö ihre I genden Leben Blatt Christe theile j Eigenst den Di Daß d und di scheint gegen d der un eigene tragen, die Iu Freiheit Züngli ren ein lich mi beseelt; Geldsp« allen <s besonde um das der Rer 1)! 2) 1 ne peuv presque en avoii! multitud 3) . pour bie dans les 4) : öffentlich est an d qui doiv 5) 5 6) < Antschrifl Le Juif

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.