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Der Israelit · 1868-11-25 · Heft 48 (25.11.1868) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 48 (25.11.1868)
Date
1868-11-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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890 \<v Anforderung des jüdischen Namens Ehre zu machen und künftighin den Beweis liefern zu belfert, daß der Jude als solcher nie und in keiner Weise weder in wissenschaftlicher noch sittlicher oder gesellschaftlicher Beziehung den Vergleich mit den Bekennern anderer Religionen zu scheuen haben — der Redner schloß mit den Worten: „Zur Erfüllung aller hier von mir ausgesprochenen Wünsche gebe der Herr Seinen Segen! Das Gebet, das von den Chorknaben in schöner Melodie vorgetragen wurde, beschloß den Actus. rnunO idjp um ’j/n nny? Ipm lpin ,pB3 "UQpy UUpT uy02 :DD33^ iöwi .pnn rowo'n’Dn min itän ne»! pK ")"n □ y Ocfterreichischer Kaiserstaat. &ßtett, 9. Ncv. Das Ministerium des Innern hat entschieden, daß die Bestimmungen des interconfessionellen Gesetzes über den Confessio nswechsel auch auf Angehörige der tranSleithanischen Hälfte der Monarchie angewendet werden dürfen. Bisher waren sowohl vom Magistrat der Stadt Wien, wie von der niedcrösterreichischen Statthaltcrei alle Gesuche ungarischer Staatsbürger, welche diesseits der Leitha zu einer anderen Religionsgenossenschaft übertreten wollten, mit der Erklärung abgewiesen worden, daß das bezügliche Gesetz nur von Angehörigen der diesseitigen Länder angerufen werden könne. In Ungarn ist es bis jetzt nicht gestattet, von der christlichen, resp. katholischen Confession zum Iudenthum überzutreten, und Personen, die zum israelitischen Bekenntniß zurückzukehren wünschen, welches sie früher wegen äußerer Verhältnisse mit dem christlichen vertauschten, müssen deßhalb aus Ungarn nach dem in dieser Beziehung freieren Oesterreich wandern. Spanien. Madrid. Das Publikum in Madrid zeigt fortwährend große Ungeduld darüber, daß von Seiten der Regierung die Freiheit des Cultus noch nicht proclamirt worden. Man sagt, daß die provisorische Regierung in der Meinung über dieses große Princip nicht einig sei. Prim und andere seien für vollkommene Freiheit und vollständige Trennung der Kirche vom Staate, während andere für die Beibehaltung der kathol. Religion als Staatsreligion mit Toleranz und Beschützung der andern Confessionen sind. Olozoga, der zwar nicht im Ministerium ist, aber nichtsdestoweniger großen Einfluß besitzt, und der speciell eingeladen worden, von Paris zu kommen, um den Discussionen über beregten Gegenstand beizuwobnen, soll sich ebenfalls für die Beibehaltung der kathol. Religion als StaatSreligion erklärt haben. Die streitige Frage j wirb wahrscheinlich offen gelassen und den Cortes zur! Entscheidung vorgelegt werden. (Daily News.) Madrid. Nachstehendes Telegramm ist unterm j 9. Nov. von Madrid angelangt: „Neue Dcmonstrai tionen haben zu Gunsten der unmittelbaren Proclami-! rnng der Freiheit des Cultus stattgefunden. Mehrere j Petitionen wurden dieserhalb eingereicht." (Iew. Record.) Madrid. Der Madrider Correspondent des „Standard" schreibt: Malaga hat ein Beispiel religiöser Toleranz dadurch gegeben, daß es zur Errichtung einer Synagoge einen Platz geschenkt hat. (Sind denn Juden in Malaga ansässig?) England. London. Wir haben jüngst von einer Gesellschaft gesprochen, die sich dahier zu dem Zwecke gebildet Hot, armen Kindern für den ganz geringen Preis von einem Penny (3 kr) ein Mittagessen zu verabreichen. Die Gesellschaft bat ihre Thätigkeit begonnen, und genießt bereits eine große Anzahl armer Kinder die Wobltbaten der Gesellschaft. Wie der „Iew. Record" mittheilt, ist der Zudrang ein so großer, daß nicht alle Kinder zugelassen werden können. Es soll rührend anzusehen sein, mit welcher Gier diese armen Kinder über die ihnen Vorgesetzten Speisen herfallen. Die Meisten haben vielleicht noch nie so gut zubereitete und kräftige Speisen zu essen bekommen, während andere vielleicht noch niemals Fleisch gegessen, indem ihnen die Anwendung von Messern und Gabeln ganz unbekannt ist. Beim ersten Mittagessen waren angesehene Personen der Gemeinde, unter andern die Herren Rabbinen Dr. Adler und Dr. Artom zugegen. Jedes Kind muß ein Billet, das es nach Entrichtung eines Penny beim Cassirer der Gesellschaft erhält, mitbringen, um ein Mittagessen zu erhalten. Feuilleton. Aaron James Rothschild in 'Aaris. Von jAlbert Cohn in Paris. Nr. 47 dieser Zeitschrift brachte bereits die Trauernachricht von dem Hinscheiden des Barons James von Rothschild, s. A. Wir geben im Folgenden mit geringen unwesentlichen Abänderungen unter Zustimmung des Herrn Dr. Albert Cohn eine Lebens- und Charalterskizze des Dahingegangenen, welche der erstere bereits vor einigen Jahren veröffentlicht hat. Baron James, von den fünf Söhnen des seligen Meyer Rothschild, welche die verschiedenen Häuser die-

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