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Der Israelit · 1868-11-18 · Heft 47 (18.11.1868) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 47 (18.11.1868)
Date
1868-11-18
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nun wohl! Angenommen, dies Argument wäre richtig, so ist unsre Talmudstelle noch keineswegs erklärt. Dies gibt Hr. R. D. selbst zu. So meint er, kann man v"D nicht sür i'yra halten. Was ist'S aber denn? Und selbst zugegeben, eS wäre so dürste nichtsdestoweniger das ton ppv hierbei doch in Anwendung kommen, denn es fehlte die erste und nothwendigste Prämisse, unter welcher jene Sentenz nur zulässig ist, nämlich mynj, und die von ihm vorgebrachte Möglichkeit, daß unter dem Gelde ein Stück götzendienerisches Geld vermischt sein könnte, hält er selbst nur für ein pilpulistisches Kunststückchen, denn wäre dies der Fall, so wäre es noch sehr fraglich, ob hier die »upn zulässig wäre, wo der pyn hd'k ist, und dann dürfte es gewiß nicht nach der Auslösung, sondern vorher geschehen, sonst ist das Maser gar nicht ausgelöst. Jndeß i,t das hier nur Nebensache und mag ich nicht weiter darauf eingehen. Aber ich kann das oben erwähnte Argument nicht so ohne Weiteres zugeben! Hier will ich eines Irrtbumö erwähnen, der stch bedauerlicher Weise aus Flüchtigkeit in meinen vorigen Aufsatz eingeschlichen hatte. Hr. R. D. hat vollkommen Recht, daß 'U^> 11212' und t*?i» nicht identisch sind. Dabei muß ich aber um Entschuldigung bitten, wenn ich mir hier einen kleinen Excurs erlaube. Hr. R. D. sagt, daß beide nupn zusammen zu haltm nur die vereinzelte Meinung Melmuni's sei mit Hinweisung auf v"2 zu ,v"2 1"V 's k"d U"D. Allein das scheint auf einem Mißverständnisse zu beruhen. Nach meiner Auffassung will Meimuni hier nicht beide nupn vereinbart wissen. Es wäre auch auffallend, daß er stch hier mit der pdj in Widerspruch gesetzt haben sollte, was er doch sonst nicht thut; noch auffallender, daß, so viel ich weiß, keiner der späteren O'pOiv dieses Widerspruchs Erwähnung thut. Wirklich ist aber auch hier ein solcher gar nicht vorhanden, er steht hier streng auf dem Boden des Talmud. Wenn er wörtlich sagt: — ."iwn tdk pn p dpd myro D’b 12'dlvvi 12LiiDÄ*n pn ’Di nppi "ad Id2 ->12Q'1 n^D.i so ist dies nur mit andern Worten die ,upn dU'PPi nämlich Dtp iiD’«n 'Dia pn 'vd idd' keineswegs aber die iiyprr Pi n^pn. Beide sind auch in der That gar nicht zu vereinbaren. Wo 'Ud 12D' in Anwendung kommt, da genügt .1*0,1 p^i' nicht und wo letzteres genügt, bedarf's deS erster» nicht. Beides aber zusammen anwenden, d. h. verkaufen 'Dia pn HD’« und dann hd'n 'Di nochmal wegwerfen, das hieße mit doppelten Ruthen strafen, daran dachte Meimuni gewiß nicht. Er will hier nur hervorheben, daß bei der Natur dieses iid’N und da hier ein ipdd iiO'vr vorhanden ist, die nwn nur in .ii'2D bestehen darf und nur von dem Gelde darf er,1*0,! haben. So ist es auch von allen Poßkim festgehalten und stimmt genau mit der i"y Pba daß nämlich pn nur bei '"d die »Pi 'jpn erlaubt ist; bei ni'nnn ni'nn aber auch bei Dagegen pn p "sr ^n .upn ib j'«. Meimuni dkfferirt hier gegen seinen großen Vorgänger ''Dt>s,i dn b"d *)"'in welcher bei '"v nrnn die Pi upn zulasten will. S. das. die ausführliche Abhandlung des Rabb. Nissim und '2iiD,i dazu. Die Verschiedenheit des Ausdrucks in dieser Stelle kann nicht irretiren, wenn man bedenkt, daß es auf eins hinauskommt, ob man beim Verkauf das 11DW 'Di nicht anrechnet, oder man nimmt den vollen Werth und wirft iD'tt 'Di weg. Dagegen sagt i' j' t"b 'in^Ji 'o«d bei um ns, wo kein jpdd HD’« vorhanden ist, ganz einfach ruvn weil dort 'vd ni'2D gar nicht nöthig ist, sondern UDD .u.T iDLyn rein. Daß auch d'P diese Stelle so verstanden, scheint mir dadurch erwiesen, daß er im '"n I. D. Cap. 134, § 2 die Halacha Meimuni^s wörtlich kopiret und es ist wohl kaum denkbar, daß er ebenfalls beide Upn vereinbart wissen will. S. das. 'd p"v ytt und ich muß mich wundern, daß Hr. R. D., der selbst diesen § heranbringt, das übersehen hat. Mir scheint diese Auffassung der Halacha Meimuni's richttg, und ich bitte dringend min 'iDid, die sich dafür interessiren, falls ich geirrt, mich benachrichtigen zu wollen. Der Gegenstand ist des Nachschlagens werth^. er gehört in der halachischen Praxis, so zu sagen, zum täglichen Brod. (Fortsetzung folgt.) Weder Ursprung und Character der hebräische« Sprache. Von vr. Aron Hirschfeld. (Fortsetzung.) Rechnen wir noch hiezu den Umstand, daß sie keine Komposita weder im Nomen noch im Verbum hat, so gewinnt sie auch hierdurch an Kürze. Zur Bezeichnung der Präpositionen bei den Verdis bedient sie sich nur einzelner Buchstaben, die sie als Präfixa der Stammsylbe anhängt, (oPn"^. Demzufolge war daher diese Sprache schon in ihrem frühesten Zeitalter Dichtersprache, obschon Gesenius*) dies zu verneinen geneigt ist, und es ist demnach kein Wunder, wenn wir schon in den ältesten Zeiten Produkte der Poesie in ihr vorfinden. Zu dieser Kürze in der hebr. Spr. gesellt sich in ihr auch 2) Einfachheit. So wie die Kürze die beson- *) Gesch. d. hebr. Sprl §. 6, Anm 10, b.

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