Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 38 (16.9.1868)
- Date
- 1868-09-16
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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730 nx;n, sondern nPEn o^>!3P\ das Geld sammt und sonders, damit sich Niemand daran versündige, und so verhält es sich mit allen andern. Zwar xev> 66, 1. steht in meinem Talmudexemplar ybi’ nwn, es ist dies aber gewiß ein Druckfehler. In 'rv>:a 53, 1. steht die richtige Leseart. Vergl. Maim. Arachim Cap. 8 §. 8. In unserem Ieruschalmi aber heißt es — und wenn selbst das Wort rp’jn fehlte, hätte es eben so wenig Sinn. Ich habe nur noch einen Punkt zu berühren. Ich hatte in einer Anmerkung gesagt, es wäre am Besten, wenn sich d"e mit fy myo erklären ließe, und wünschte Aufschluß, wie die rabbinischen Commentare diese Stelle erklären. H. G. macht geltend:,, Ist das Geld rnyo, so müßte man nicht nur die rw:n, sondern das ganze Geld r>ermd)teu, dann wäre ja auch das gar nicht ansgelöst, da das Geld keinen Werth hat. Was soll nun ins Meer geworfen werden? Das sei Sinnlosigkeit und darum müsse man von fy n*>'E ganz ab gehen. Hierin hat H. G. Recht, so geradezu läßt es sich mit?"y myo nicht erklären, und darum habe ich eben gewünscht, zu wissen, wie die rabbinischen Commentare es erklären. Jedoch modificirt dürste vielleicht doch eine Erklärung möglich sein, etwa beispielsweise, nach meiner unmaßgeblichen Meinung, nach L7"-> zu npny Cap. 3 und zu Ende 2'Ep sn P3, die es für möglich halten, daß bv dip! nynto rvnnxp '.mynjtc* \“y erlaubt werden durch PX^P mithin wohl auch pi^nxp nmypjÄ' fy jobö. Dann ließe sich Ieruschalmi erklären, man habe das w"yE ausgelöst durch Geld, in welches fy myo vermischt worden und da hat ’E-x entschieden px:p qw4' e"p’p, weil dadurch das Geld ppie wird und geeignet zur Auslösung. Dieß als bloße Andeutung, um dem V 0 r w n r f e der Sinnlosigkeit zu begegnen. (Schluß folgt.) Die neue von Fischer (und Gei de) ticsorgtc Ausgabe des Surtorf'fchen Lexioon Chaldaicum talm. et rabb. (Leipzig 1866.) Besprochen von Dr. A. Sulzb ach. (Fortsetzung.) Für den Leichtsinn, mit welchem das vorliegende Wörterbuch von seinem jüdischen Herausgeber behandelt ist, gibt unter andern der Arb xPipp (S. 191 f.) einen Beleg. ES ist nicht genug, wenn bei der Herausgabe eines solchen Werkes, aus denen Legionen von Gelehrten ihr Wissen zu bereichern suchen, manche falsche Etymologie in den Randnoten berichtigt wird, es ist vielmehr viel wichtiger, Anschauungen entgegenzutreten, die dazu geeignet sind, falsche Vorstellungen über das alte jüdische Schriftthum bei so Vielen zu erzeugen. B. geht von der falschen Meinung aus, daß das Wort 'v im Talmud stets eine Bezeichnung für die Christen sei, und darum glaubt er, daß alles, was durch gegenseitige Feindschaft, oder auch aus Ueberzeugung Gehässiges und Ehrenrühriges über die cnj gesagt werde, die Christen treffe.- während es doch fast überall nachgewiesen werden kann, daß unter ua nur die heidnisch griechische und römische Welt zu verstehen sei; noch lächerlicher ist es, wenn man einen tadelnden Ausspruch Resch Lakisch's, der 219 lebte, nur die Christen bezieht. Waren ja damals noch die Christen '.ine überall verfolgte Genossenschaft: hätten die ebenso verfolgten Juden sich diesen gegenüber mit der Waffe des Wortes entgegenzuftellen brauchen? Was nun die beregte Stelle selbst betrifft, so erläuterte Resch Lakisch, warum in der Schilderung der Rebecka der doppelte 'Ausdruck xd tcx: pPipp von ihr gebraucht werde, weil uns damit gesagt werden soll, daß sie eine wahrhaft keusche Jungfrau gewesen, während die Töchter der Gojim auf thierische Weise der Sinneslust fröhnen, und dabei den Schein der Reinheit zu wahren verstehen. (nrrpDci ]nny cipEE josy nnoipo vua Ptv .nnx DipEE jEsy) B., der nun glaubt, dieser Ausspruch gelte von den christl. Jungfrauen, ruft nun natürlich ganz entrüstet aus : „Vide quam honeste sentiant et scribant de nostris virginibus!“ Wie, was Resch Lakisch von den Gojim zu Vater Isaacö Zeit erzählt, oder wie er sich die Verhältnisse jener Zeit denkt, soll auf die Christel! Bezug haben? Sollte man aber entgegnen, R. Lakisch meine die Gegenwart, indem er von der Vergangenheit spreche, so möge man doch bedenken, daß zu jener Zeit der grausame Wollüstling Heliogabal aus dem römischen Throne saß, der noch den letzten Funken von Sittlichkeit durch die Einführung des syrischen Baalsdienstes auszutilgen bestrebt war. Da befremdet eS uns wohl nicht, wenn ein Mann einer Nation, die strenge Keuschheit und Sittlichkeit stets als ihr heiligstes Gut bewahrt hat, im Hinblick aus das durch Unsittlichkeit durch und durch faule Rom, einen Ausspruch, wie den angeführten, uns hören läßt. Im Art. pj (S. 212) befindet sich ein Fehler, der schon oft B. nachgebetet worden ist und daher sehr nöthig der Berichtigung bedarf. Unter den sieben noachidischen Gesetzen wird d^p pp“12 aufgezählt, das von B. als benediotio dei erklärt wird; jedoch sagt dieser Ansdruck gerade das Entgegengesetzte nämlich Gotteslästerung, da das Wort pppp hier als Euphemismus für pPPp gesetzt ist. Vergl. Sanhedr. f. 56 a.: D"D"yp nx nnpp 2">x L"x peip piepp pd L"x ppp un Pxp-^p Dn pdp n by onnnotp (D’un P''L) „Weshalb ist Lev. 24, 16. („Jeder, der seinen Gott lästert, wird seine Sünde zu tragen haben"") das Wort w’x