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Der Israelit · 1868-07-29 · Heft 31 (29.7.1868) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 31 (29.7.1868)
Date
1868-07-29
Page
– (sequence 13)
Language
German
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589 wird! Das Haus selbst ist gut gelegen, gut gehalten, neu, nett, orventl'ch und sehr reinlich (im Oriente und bei so wenigem Wasser sehr viel!) „Die Krankenzimmer sind gut ventilirt, hell und sauber; die Apotheke sieht sehr ordentlich aus und ist gut versehen. Sämmtliche Bücher und Aufnahmen sind genau geführt und was die Hauptsache bleibt, ist, daß das Ergebniß der Mortalitäts-Tabellen ein günstiges ist, zumal, wenn man bedenkt, daß häufig schwere und vernachläffigte Krankheiten zu behandeln und fast immer alle Betten voll sind. Besonders lobend muß ich das unentgeltliche Ordiniren und die Gratisvertheilung von Heilmitteln hervorheben und dies geschieht in nicht geringem Maaße, da ich stets Juden, Türken und selbst Christen in größerer Anzahl in und bei dem Spitale fand, welche Hilfe suchten und auch erhielten." „Soweit der Bericht. Sie sehen, mein werthester Herr, welch großer dkm ernp durch diese Anstalt geschieht. Ich habe noch andere Briefe von :wns pnsr 'n in Händen. Der unermüdliche vr. London ist auch Arzt der mpa 'n einer Art Speise-Anstalt, die nichts mit einem Spitale gemein hat. Ich hoffe, so Gott will, nächstes Jahr wieder den Orient besuchen zu können und dann über Manches meine Meinung zu äußern; bis dahin spreche ich nur einen Wunsch aus, daß von Zeit zu Zeit die Einen und die Anderen, die Interesse an Jerusalem und Palästina nehmen, Stadt, Land und Leute besuchen mögen .ntfsm vsy ddh Und nun erhalte Sie Gott in Gesundheit und Freuden nach dem Wunsche Ihres Sie verehrenden Albert Cohn. Paris. Das Consistorium von Paris hat Hrn. Zadok Kahn, bisherigen Rabbinats-Adjunkt, zum Rabbiner der Stadt Paris ernannt. Derselbe ist noch nicht 30 Jahre alt. Paris. Die nationale Gesellschaft zur Ermunterung des Guten hat der 'Frau Moses, Gemahlin des Vorsängers zu Nancy, eine silberne Medaille gegeben als Anerkennung ihrer Sorgfalt, die sie seit 40 Jahren den Kranken angedeiben läßt. Paris. Or. .Marcus See, Chirurg in den Hospitälern zu Paris, wurde zum Chef der anatomischen Arbeiten an der medicinischen Facultät zu Paris ernannt. England. London. Englischen Blättern zufolge beabsichtigt eine größere Gesellschaft eine Vergnügungsreise nach Palästina zu unternehmen. Türkei. Aleppo. Die außerordentlichen Anstrengungen, die gegenwärtig von der türkischen Regierung gemacht werden, um die Vergangenheit vergessen zu machen, verdienen alle Anerkennung, besonders von uns Juden, seit unsere Glaubensgenossen im Osten, welche, obgleich die ersten, die durch den Fanatismus der Muselmänner zu leiden hatten, auch von den ersten sind, welche bei der Aenderung zum Guten dessen theilhaftig werden. So meldet man von Aleppo: Der neue Gouverneur Raschid Pascha beabsichtigt, ein Arbeiterhaus für die Armen aller Religionen, ohne irgend welchen Unterschied, zu gründen. Die „Libertö" meldet, daß in Constantinopel ein Waisenhaus und eine Industrieschule für Kinder aus allen Confessionen gegründet werden wird. Wenn das die Gesinnungen der Türken sind, fährt dieses französische Blatt fort, so sehen wir gar nicht ein, warum die Türken durch die Rumänen, die Verfolger der Inden, verdrängt werden sollen. Amerika. New-Nork. Die drei höchsten Gerichtshöfe des Staates New-Port wurden unter der Präsidentschaft von drei jüdischen Richtern und zwar von den Richtern Cardazo, Rüssel und Nosenthal eröffnet. Nerv-Nl)rd. Mit Bedauern erwähnt der „Jew. Mess." den frühen Tod eines jüdischen Offiziers der Armee in den verein. Staaten, Namens P. Alman. Er trat als Freiwilliger im Jahre 1860 ein und zeichnete sich so gut im Dienste aus, daß er zum Major ernannt wurde. Den letzten November hatte er erst sich verheirathet. Den vergangenen Marz sank das Schiffchen, auf welchem er und noch mehrere Offiziere ruderten, unter, wobei er seinen Tod fand. Die Leiche wurde gefunden und mit militärischen Ehren auf dem jüdischen Begräbnißplatze beerdigt. St. Franziseo. Durch den von den Damen der jüdischen Gemeinde Emanuel veranstalteten Bazar ist nach Abrechnung sämmtlicher Unkosten 12,608 Dollar (31,520 st.) zu Gunsten der Armen eingegangen. Cincinnati Wie weit es manche amerikanische Rabbiner mit ihren beabsichtigten Reformen bringen möchten, liefert uns der „Jew. Mess." in den Ansichten des Rabbiners vr. Lilienthal dahier (desselben Rabbiners, der in Stellvertretung der christl. Geistlichen schon mehrmals in Kirchen gepredigt hat), die derselbe bei der Grundsteinlegung eines neuen Israel. Tempels kundgab, einen Beweis. Benannter Reformer sagte nämlich: „Wir Israeliten der Gegenwart träumen nicht länger über eine Rückkehr nach Palästina und über das Kommen eines Messias, der mit der Krone irdischer Macht und Glorie gekrönt werden wird. Amerika ist unser Palästina; hier ist unser

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