Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 30 (22.7.1868)
- Date
- 1868-07-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Mck, welches ihn und seine 20 Jahre alte Tochter Emilie betroffen, ausgedrückt. Zugleich erboten sie sich, aus eignen Mitteln die Kosten des Leichenbegängnisses zN tragen und die Leiche zur letzten Rubestättte begleiten zu wollen. Herr Spitzer verwies sie an den hiesigen israelitischen Prediger Herrn Dr. Jellinek. Das Leschenbegängniß der unglücklichen Frau sindet heute Nachmittag 3 Uhr am israelitischen Friedhofe in Währing statt, wo ihr ein Grab an der Seite ihrer vor wenigen Monaten hier verstorbenen Mutter hcrgerichtet wird. Wien, 11. Juli. Das Leichenbegangniß der unglücklichen Frau Emilie Hirschler, welche letzten Mittwoch durch einen aus der Stiftskaserne gefallenen Schuß getödtet wurde, hat gestern Nachmittag 3 Uhr ünter lebhafter Betheiligung der Bevölkerung stattgefunden. Die Offiziere irr eorxvre, sowie eine zahlreiche Mannschaft des Regimentes Reischach, welchem der Mann, der den verhängnißvollen Schuß gethan, angehört, gaben der Leiche das letzte Geleite. Prediger Jellinek hielt auf dem Friedhofe eine ergreifende Rede. Wie uns von den nächsten Angehörigen der Dahingeschiedenen mitgetheilt wird, hat daö Offizierskorps des Regiments Reischach Alles aufgeboten, um dem zurückgebliebenen unglücklichen Gatten baS schmerz- Uche LoS, das ihn getroffen, wenigstens tnr*-“'-™ - $eic steines übern für die Erziehung Und dtt sten Kinder zu sorgen. Vß jutant aus der kaiserlichen uung deS Herrn Hirschler, -^ fers von Oesterreichs sich 's ihrer Mutter beraubten Far Rußland A/l meint hie „Amrnst" hat Rei, artzehSrigeu'dätrrlich Ermähnt, j anheischig gemacht ssr beiden verw«' fern.war auch ein »etskanzlei in. der WöL-. Vim Mftrage des, stm- »e^WerISltnlsien der $ erkundigen. o l e erung, Wenn W die Landesnicht nach Rußland zu hegeben, denn sie vermag dies^ben vor Unbill, nicht zen. Einen neuen Beleg hierfür gillf. die stg.," der von hier Folgendest gerichtet, wjrd: rngen meldeten vor Kurzem VM' einem prKM- Mrg«, der m der Stadt PWipiSz ins. Ws reworsen wurde*), weil dÄWfSchef behan-H 15 Jahren TM betreffmde DeM Preußen. herAbergekommen, M' Re Befreiung des ^«ngsnen dürchzusetzen, aber ohne Erfolg. Nicht einmal hie Erleichterung der schweren Hast konnte er errängen^ Der preußische Generalconsul hier verwendete *) Siehe Nr. 27 Artikel „ Neidenburg." sich für den Mann, wurde aber auf Petersburg verwiesen, da hier das diplomatische Bureau nicht mehr bestehe. Es ist diese Angelegenheit belehrend für dm Segen, der auch preußischen Bürgern von der neuen Ordnung der Dinge im Königreich Polen ersprießk Was den wie einen Verbrecher in strenger Haft gehaltenen Bürger anbetrifft, so sahen er und seine Freunds wohl ein, wie lange auf Hilfe aus Petersburg gewartet werden müßte, und sie griffen zu dem in Rußland glücklicher Weise noch immer probablen und rasch wirkenden Mittel, indem sie durch Bestechung die Thüreä des Gefängnisses öffneten, so daß der Gefangene glück- / lich über die Grenze entkam. * D o n a u f ü r st e ri th ü m e r. Aus Bukarest gehen uns unterm 30. Juni einige Nachrichten zu, welche unter Anderem auch die plötzlich Nachgiebigkeit der rumänischen Negierung gegenüber den österreichischen Forderungen, von welcher wir che-? ' richtet haben, erklären. Cs wird nämlich geschrieben^ Es ist staunenöwerth, welche Menge von Personen sich | an den Prinzen Napoleon während seines kurzen f Aufenthaltes in Bukarest herandrängten. Obgleich.mWdieser Personen sich begnügen mußtm, ihre/RMMM mLweK rmfMegtes Buch einzuschttlHW? kais. Hoheit dochnüch viele Personen empfaü- - gen und sich von denselben über die hiesigen Zustände unterrichten lassen. — Bezeichnend ist es, daß C. A. Rosetti, Eigentümer des „Nomanul" und Cbef der rothen Partei, ttotz hartnäckig wiederholter Versuche nicht empfangen wurde; dagegen hatte Cäsar Bolliach, der Eigentümer deS oppositionellen Journals „TrqM. pettau Carpatzilov" und Freund des Ex-Fürsten EM eine längere Audienz, und überreichte dem Prdrzen ein Memoire. Ueber die Gespräche, welche der Prinz Napoleon mit dem Fürsten Karl und seinen Ministern hatte, bin ich nicht in der Lage, zu berichten; doch dürfte auch hier daS Sprichwort Anwendung finden: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen." Fürst Karl und seine Minister sind nchnlich sxit dem Besuche d-es französischen Prinzen den österreichischen Forderungen gegenüber auffallend nachgiebig geworden. Faktum ist, daß gleich nach de« Abreise des Prinzen der Minister Bratiano stA eyd- . sich zu der lange vergebens geforderten schriftlichen ErhweitMstürW dqß hie?rms..-dm,EstM>»- VW können. Türkei. Darrraskus. Dieser Tage kamen zu mir einige Israeliten aus Zaphet, um mir die Verlegenheit zu