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Der Israelit · 1868-06-24 · Heft 26 (24.6.1868) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 26 (24.6.1868)
Date
1868-06-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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497! zum ß die urücküchnet n zwei weiten nynar nnotff ei uns kalter, Kräfte c von Feier- >orten x die Segen müßfetit; rchen, lläter, Nawnlgsten lbau ößere rsigen t haeduld rffen. Das Sta- Imitation werdurch mnde und! Beverlichen Falles vor das K. Ministerium zu bringen. Die Orthodoxen haben eine besondere Verwahrung nicht bloß gegen den „Hofbau", sondern auch gegen einen Neubau überhaupt eingelegt. Außer den schweren financiellen Gründen, welche eine Ueberbürdung der Gemeinde Nachweisen und in überzeugender Weise darthun, daß Einrichtung eines würdigen und anständigen Betlokals im angekauften Hause noch auf ein Jahrzehnt genügen dürfte, bringen die Orthodoxen ferner vor, daß sie eventuell nur dann für den „Hofbau", wenn solcher etwa trotz ihres Protestes genehmigt werden sollten, ein Opfer bringen, ja nur dann am öffentlichen Gottesdienste darin Antheil nehmen könnten, wenn weder eine Orgel noch der Stuttgarter Ritus eingeführt werden würde. Widrigenfalls müßten sie sich, bis ihre Zahl eine größere geworden sein wird, auf die Hansandacht beschränken. Es dürfte überhaupt besser sein, man verwendete die Summe für entbehrliche Bauten auf die Verbesserung der unentbehrlichen Gemeinde-Institute, als mpo, min no'nar u. s. w. — Wie man hört, wollen sämmtliche weltlichen Kircheiivorsteher ihre Demission einreichen, wenn sie zum Wiederverkauf des einst mit ungetheilter Gemeindezustimmung erworbenen Hauses gezwungen werden sollten. Das schlimmste Project ist der Neubau, das kleinere von den materiellen Uebeln ist der „Hofbau" ohne Reformgottesdienst und der beste Vorschlag bleibt die Einrichtung eines Betsaales in dem eigenen Hause. Ein Reformtempel mit seinen Konsequenzen wäre vom religiösen wie vom financiellen Standpunkte aus ein Ruin der Ulmer isr. Kirchengemeinde. Die mächtigen Töne der Orgel mit ihrem vierstimmigen Chore würden von dem kräftigeren vielstimmigen Widerspruche der Unzufriedenen weit, weit übertönt und erfolglos gemacht werden, sobald der Reiz der Neuheit seine Wirkung verloren hätte. Es wird nicht bezweifelt werden dürfen, daß das Vorsteheramt das Interesse der Gemeinde beim Ankauf und der Renovation zu wahren sucht, allein erraro irumanurn est und onn1 rn?an die Eintracht in der Gemeinde ist werthvoller als die Herrlichkeit eines in der meisten Zeit leeren Tempels. Zu bedauern wäre es auch, wenn das nicht zu theuer erworbene Haus wieder verkauft, statt einfach zu gottesdienstlichen und Schulzwecken verwendet werden würde. Man muß nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Den Männern im Vorsteheramt dürfte es in einer zu veranstaltenden kompleten Gemeindeversammlung gelingen, gemäßigte, den Parteien Rechnung tragende Anträge auf zweckmäßige Verwendung des Hauses durchzusetzen. Durch diese Zustimmung schwände die Verantwortlichkeit der Vorsteher und ihre Schritte wären sicher, noch vor den nahenden o»d» Aenderungen ausführen zu laffen, damit wir nicht abermals an diesen hohen Festen, wo die Theilnahme eine allgemeinere ist, in dem bisherigen, ungeeigneten und ungesunden Lokale zubringen. w py”oo nnöV «an. Berlin, im Siwan. Der Editor des ns© -wn Nzrpy u*33 mmn $um n"N und Herr A. M. Bleichrode, hat uns verlassen, um in Amerika dem jüdischen Buchhandel einen neuen Markt zu eröffnen. Das in der jüngsten Zeit in der neuen Welt hervorgetretene Streben für jüdisches Wissen und jüdische Wissenschaft läßt erkennen, wie man auch dort immer mehr zu der Einsicht gelangt, „daß nicht vom Brode allein der Mensch lebe," daß es vielmehr noch andere höhere Güter gibt, die den edeln Werth des Lebens ausmachen. Es begleiten Herrn Bleichrode die innigsten Wünsche Aller Derer, die Gelegenheit hatten, sein uneigennütziges Wirken im Dienste des conservativen Judenthums kennen zu lernen. Der Verein der o^mo nahm Veranlassung, den aus seiner Mitte Scheidenden zum Ehren- und immerwährenden Mitgtiede zu ernennen; ebenso geschah dies auch von Seiten des Talmud-Vereins, dem Herrn Bleichrode seit der Gründung des Vereins ununterbrochen als Vorstands-Mitglied angehörte und der in dieser Eigenschaft nicht nur die allgemeinen Interessen, sondern auch die speciell seiner Verwaltung anvertrauten Obliegenheiten des Vereins zu allen Zeiten mit warmer, seltener Hingebung anstrebte. — Bei dieser Gelegenheit mag die Mittheilung des Correspondenten in Nr. 20 dieser Zeitschrift berichtigt werden, daß nämlich der Prediger des Vereins aiar. nnrtf, Dr. Nascher, als Mitglied der Schul-Commission des Talmud-Vereins mit Liebe und Eifer sich bestrebt, die Lehranstalten des gedachten Vereins in Aufschwung zu bringen. Nun gehört aber, wie uns aus ganz authentischer Quelle mitgetheilt wird, Dr. Nascher gar nicht zur Schul-Commission und kann demnach das von dem Berichterstatter gespendete Lob nicht im Geringsten beanspruchen. riQ-r. (Diese letztere Mittheilung ist uns um so unbegreiflicher, da unser Herr Berliner Correspondent in Nr. 20 über das, was die Person des Herrn Dr. Nascher betrifft, aufs Genauste unterrichtet sein muß. — Red.) Oesterreichischer Kaiserstaat. Witen. Eine Geschichte ä la Sarah Radamska machte vor Kurzem dem ungarischen Kultusministerium ziemlich zu schaffen. In Eperies begaben sich nämlich, wie uns mitgetheilt wird, zwei jüdische Mädchen, Geschwisterkinder, zum dortigen griechischen Bischof mit der Erklärung, sie seien gesonnen, sich taufen zu lassen, und suchten zugleich, ihren Eltern gegenüber, um dessen Schutz an. Der Bischof gewährte ihnen denselben, indem er sie in einem in der Stadt befindlichen Nonnenkloster unterbrachte. Die Eltern der beiden Mädchen!

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