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Der Israelit · 1868-06-10 · Heft 24 (10.6.1868) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 24 (10.6.1868)
Date
1868-06-10
Page
– (sequence 18)
Language
German
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466 Eine fernere Schwierigkeit an dieser Stelle, auf die schon mehrere Exegeten aufmerksam machen, und die sie zu heben versuchen, führte mich zu einer Lösung der Frage, die, wie ich glaube, durch den Inhalt des fraglichen Wortes vollkommen begründet ist. Es ist nämlich überraschend, daß die Brüder die Erzählung des zweiten Traums schweigend anhören, und nur der Vater, als auch ihm im Beisein derselben der Traum erzählt wird, für sich und seine Söhne die Antwort ertheilt. Diese Antwort hat das Eine gemeinsam mit der der Brüder, daß sie in Form einer Frage gegeben ist. Da sie nun genau dem ebenerzählten Traume entspricht, indem Jacob dem 'wy nnw rrvrn potwi D^nnt^P w22'2 den Ausruf TpNI koj fcon?|b entgegensetzt, so muß die Antwort der Brüder, die in Form einer Doppelsrage ertbcilt wird, ja ebenfalls dem ersten Traum entsprechen, und dieser mithin ein entsprechendes Doppelverhaltniß enthalten! — Die Richtigkeit dieses Schlusses ergab sich mir aus der nochmaligen genauen Prüfung des in Frage stehenden Verses, deren Ergebnis ich in Nachstehendem wiedergebe. (Forts, folgt.) Bemerkungen von D. Deutsch, Rabbiner in Sohrau (O.-Schl.). Ich bin Herrn Rabbiner Goitein dafür dankbar, daß er in der wissensch. Beilage zu diesem geschätzten Blatte Nr. 3 aus cron ro-o 'o die Erklärung der Worte „222 D'iyn pomnw 1122" in B2 *hd §. | 178 cmführt, wodurch meine muthmaßliche Eorrektur wegfällt. Zur Steuer der Wahrbeit bemerke ich, daß kurz nach meiner Verösientlichung besagter Eorrektur mein verehrter Bruder, Herr Abraham Deutsch zu Gleiwitz, gegen mich äußerte, er sei geneigt, die fragj licken Worte so zu erklären. Ich wies jedoch diese j Erklärung als höchst unwahrscheinlich zurück, einmal i weil ja o"V'ruo §. 26 ausdrücklich bestimmt, daß j ncion ’uo nicht zu beachten sei, wozu also die dunkle,! rätbselartige Ausdrucksweise den iD'O mit ü'iyn nc'nn i m Rapport zu setzen? Warum nicht einfach: Du -leio , i"2 '’D “>"?2 2"22 oder noch deutlicher ':2'2 *0 2 : '’D? Wiederholt er doch hinsichts der Zeu-; gen ausdrücklich §. 167. .L7i":22 oirinl-;'»r. Zum anderen aber, weil er 35, woselbst er den -12'0 das erste Mal apostrophirt, die Worte :L2 l022 O'-.p7i nicht braucht, wiewohl er bald darauf 36 beim Mann und der Frau hat junoicr ics Bin. Dieser andere Einwand schwindet jedoch, da Herr Rabbiner G— in der That auch 35 jene mehrbesagten Worte ansührt. In den mehreren, verschiedenen, mir zu Gebote stehenden Ausgaben des 2"nD habe ich sie da nicht gefunden; doch in jüngster Zeit ist mir “pi ’pn 'd zu Gesichte gekommen, daselbstzsinde ich die Worte auch §. 3... Deßwegen wenn ro^o 'o D’on wirklich D"V'nD zum Verfasser hat, «02n jnn r« Der Verfasser selbst muß am besten wissen, was er mit seinen — wenn auch dunklen — Worten gemeint hat. In der wissenschaftlichen Beilage zu Nr. 5 erhärtet Herr Rabbiner G - aus D’Dn rü“Q 'd die Richtigkeit der Behauptung derjenigen Gelehrten, daß im 'jo';n"D §. 231 anl.att «nn rrnn, zu lesen sei. Wie es also scheint, wäre die Nothwenoigkeit dieser Eorrektur nicht allgemein anerkattnt worden. Das nimmt mich wahrlich Wunder. Ich habe, ohne jemals davon gehört zu haben, keinen Augenblick gezweifelt, daß durchaus nur «nn zu lesen sei, da rvnn in keinem Falle zur Bezeichnung der 2. Person fem. dient, welche Bezeichnung allein hier erforderlich ist; und habe ich daher auch in der Praxis stets so verfahren. Es ist dies um so unbedenklicher, als bekannt ist, wie zuweilen selbst Schriftsteller es bei rabbinischen Schriften mit der grammatischen Correctheit nicht gar zu genau genommen, geschweige denn Setzer re. So steht ja auch 8- 228 rrnn anstatt «nn und §. 235 stets die männliche Form anstatt der weiblichen. Allerdings ist da die Tragweite des Jrrthurns keine so bedeutende. Vergl. '2 2’\~"d §. 44, 46, 49 (woselbst, beiläufig bemerkt, auch s?p2n anstatt steht). Ich sehe jetzt, daß -)“n ’pn 'd in §. 228 und 231 richtig ’<nn hat. Möglicher Weise hat sich dieser Jrrthum eingeschlicken durch '22"n"D §. <i2, wo n\“in stehen kann; allein in den mir vorliegenden Editionen steht dort;snn. Das D’D“n2^2 *o hätte mir wahrscheinlich manche nicht leichte Mühe ersparen können, auch jetzt dürfte ich daraus über das eine oder andere Bedenken belehrenden Aufschluß schöpfen. Ich will daher zwei solcher mich erheblicher dünkende Bedenken hierher setzen. In '22"n"i2 §. 23 \mDN ükw 2^>2 ll'vwn “'•CK' m 22“i nupyt? \-no2;: Ich habe mich vielfach bemüht, die Quelle für diese Bestimmung aufzufinden, aber vergebens. Allerdings heißt es: Cap. 141 26 rrbty nisMiP m:pn^ uru und 'di no« dni, allem dort ist unzweifelhaft von dem Ebemanne, dem Absender, die Rede, nicht aber von dein Boten. Nun könnte es wehl möglich erscheinen, unser Verf. habe analog diese Bestimmung auf den Boten angewendet, wiewohl diese Analogie nicht so ganz einfach ist, allein es erschiene jedenfalls unbegreiflich, warum er diese Bestimmung nur für den Boten, wo sie im j/"tt nicht anzutreffen ist, anführt und nickt auch für den absendenden Ehemann, iür den sie sich doch ausdrücklich vorfindet? — Ich wäre also der unmaßgeblichen Ansicht, auch i hier eine Correctur vorzunehmen und anstatt

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