Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 19 (6.5.1868)
- Date
- 1868-05-06
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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346 um 25 bis 100, ja 200 o/o, und der Ausschuß der man ist in bte angenehme Lage versetzt, auch die Gaben in entsprechendem Maße zu erhöhen. Diese Erhöhung wird aber nur dann von Dauer sein, wenn die Armen dem lästigen und entehrenden Hausbettel ganz und gar entsagen, besten Aufhören die Wohlthäter zur unerläßlichen Bedingung ihres löblichen Entschlustes gema lt haben. Möge sich an den a^-i nny das Prophetenwort bewähren: *pD ’rm lyiNn n’D-^ T^j/on-^-nx wn dd1? nnSN 66-dk niNDa 'n -»dn hntd nj ’Juddi vraa (Mal. 3.) :h naia cd*? ’npnm D’Darn nia-i« n« Buttenhaufen (württembergisches Oberamt Münsingm). Das hiesige Ortsrabbinat, mit welchem die Functionen des Vorsängers verbunden sind, ist dem Rabbiner vr. Silber st ein, einem geborenen Kurhesten, .der bisher in Lyk, in Ostpreußen, angestellt war, vom k. Ministerium des Kirchen- und Schulwesens am 4. April d. I. definitiv übertragen worden, da kein Inländer um die erledigte Stelle sich gemeldet hat. Berlin. 21. April. Auf Veranlassung des Banquiers A. H. Heymann Hierselbst war, wie die Leser unseres Blattes sich erinnern werden, eine Anzahl Mitglieder der hiesigen jüdischen Gemeinde als ein Comits zur Empfangnahme von Gaben für die nothleidenden Juden in Ostpreußen zusammengetreten. Anregung und Bericht erhielt dasselbe außer von dortigen Special - Comitäs auch durch den Sohn des Herrn Heymann, der als praktischer Arzt im Aufträge des Johanniter Ordens in den vom Typhus am meisten heimgesuchten Landstrichen, eine angestrengte Thätigkeit entwickelt. I. Mäj. die Königin waren sobald Allerhöchstdicselben von dem Zusammentritt des Comitss durch die Zeitungen Kunde erhalten, die Erste, welche dem Comits eine ansehnliche Gabe zukommen ließen. In Folge desselben richtete das Comitö folgendes Dankschreiben an Ihre Majestät: Allerdurchlauchtigste Großmächtigste Königin! Allergnädigste Königin und Frau! Ew. Kgl. Majestät nahm wir, die allerunthänigst Unterzeichneten, erfüllt von den Gefühlen des aufrichtigsten Dankes für die allergnädigste Zuwendung, mit der Ew. Majestät die Bestrebungen für unsere leidenden Glaubensbrüder in Ostpreußen zu unterstützen geruhten. Wo es galt, Wunden zu heilen, Thränm zu trockenen, schmerzen zu lindern, hat die erhabene Frau, welche den mächtigen Thron Preußens ziert, in unerschöpflicher Milde und Huld stets als leuchtender Stern der Hoffnung die dunkeln Lebenspfade erhellt. Das Urbild einer treuen Mutter, die alle Ihre Kinder ohne Unterschied mit gleicher Liebe umfaßt, haben Ew. Majestät dem unvergänglichen Kranze von Tugenden und menschenfreundlichen Handlungen eine frische Blüthe angereiht. Darum erheben wir mit erneueter Inbrunst unser Herz zu dem Ewigen und Allmächtigen, daß Er Ew. Majestät mit der Fülle Seiner Gaben segne; daß Er langes Leben, Kraft und Gesundheit zur ferneren Erfüllung Ihres hohen Berufes Ew. Majestät verleihe; daß Er Ew. Majestät noch lange Jahre an der Seite Allerhöchstihres ruhmgekrönten Gemahls und im Kreise Allerhöchstihrer erhabenen Familie zum Heile Ihrer dankerfüllten Unterthanen erhalte. Möge von der Sonne der Huld, welche vom Throne aus das weite Vaterland erleuchtet, auch ferner ein Strahl auf Diejenigen fallen, die in unwandelbarer Treue und Dankbarkeit ersterben als Ew. Majestät allerunterthänigste Die Mitglieder des Comitäs rc. Berlin, 30. März 1868. Ihre Maj. geruhten nicht blos das Schreiben Allergnädigst anzunehmen, sondern auch am 18. d. M. den Vorsitzenden des Comitös Hrn. A. H. Heymann zu Sich zu bescheiden und Sich mit demselben huldreichst zu unterhalten. Allerhöchstdieselbe bezeugten ganz besonders Ihre Freude über die allseitige rege Theilnahme, welche sich den Nothleidenden Ostpreußens zuwendet, und sprachen sich u. A. über die Wohlthätigkeit - Anstalten der hiesigen jüdischen Gemeinde mit vieler Anerkennung aus. Die unbeschreibliche Milde und Güte der allgeliebten Landesmutter hat sich ein neues unvergängliches Denkmal in den Herzen der Betheiligten errichtet. Schrrmm (Provinz Posen). Es ist wohlthuend auch aus hiesiger, wenig gekannter Gemeinde einen erfreulichen Fortschritt aus dem Gebiete des jüdischen Religionsunterrichtes zu melden. Vor iy2 Jahren verbanden sich mehrere wohlhabende Mitglieder hiesiger Gemeinde zu einem Vereine, der es sich zur Aufgabe machte, der Jugend einen guten hebräischen Unterricht, den sie bis dahiu entbehrte, auf eigene Kosten zu verschaffen. — Da der größere Theil der hiesigen Jugend erwähnter Vereinsmitglieder das Gymnasimn besucht, mußte auf eine Lehrkraft Bedacht genommen werden, die es vermag, dieser imponirend bei ihr den religiösen Geist zu wecken und zu erhalten. Und G. s. D. inix fron. In der Person des Dr. Stiebe! aus Bayern hat der qu. Verein einen Mann gefunden, der durch eisernen Fleiß, seltene Ausdauer, herablassende Güte, und durch sein großes Wissen sich die Liebe seiner Schüler und Schülerinnen in dem Maße erworben hat, wie sie sonst nur eine öffentliche Lehranstalt aufzuweisen pflegt. — Mit seltener Hingebung widmen sie sich dem früher fast gar nicht gekannten Unterricht und lernen namentlich die dieser Schule auch angehörenden Primaner des Gymnasiums den Werth des Ersteren kennen. — Mein Zweck ist nun heute über eine Feier zu berichten, die auf die Freunde des jüdischen Unterrichts einen bleibenden Eindruck übte, und die daher die Stelle (utj/d) n;n riDSD rus*yj mit Recht darauf anwendeten.