Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 14-15 (1.4.1868)
- Date
- 1868-04-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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237 Heuern Verklärten nachzuahmen an Gottgläubigkeit und Gottvertrauen und so sein Andenken zu ehren, dann wird sich bewähren nana^ pns nar, die Erinnerung an diesen Frommen wird ihnen allen zum Segen und zum Heile gereichen. Herr Kobn knüpfte an die Stelle in pnTUD an cnp dj? »aran by p'OB» töv p»-fr pjo mpN n"« '»übaron rvb *pooi rotyoa nbyn arvi 'oauar worin er eine Mahnung an den Richter und Beamten, wie an den Lehrer und Volksredner finden will, daß diese ohne Scheu und Menschenfurcht, ohne Rück- und Nachsicht gegen Hochgestellte und Angesehene ihres heil. Amtes walten — }>»db» »b nicht überspringen anp dj; »eran, — und rühmte von dem Verstorbenen, daß er ein in dieser Weise wirkender rpaioi tjo war. Als stiller, gottergebener Dulder verglich er ihn mit dem hartgeprüften Job und bezog auf ihn die Worte des ü"i, von dem es heißt: o»’Da »iri »a -JÜBJl Ü"t£Q biw »0 »-IBTK Dl« 1QX 3l»K 'D Di Er bezeichnte ihn ferner als n^npn i'av gleich wie im Talmud von pyov T'a »an behauptet wird, ihre Frömmigkeit und ihr körperliches Leid haben ihre Zeitgenossen vor Unglück geschützt; in die em Sinne erklärte er auch den 14. Vers im 144. Ps. pniDD i'D'.dd i:»nnn — u»d^k, deshalb p»n3 p« natsi» pan Die Worte beider Redner machten tiefen Eindruck auf die Zuhörer und entlockten die en zahlreiche Thränen. So möge denn der so tief Betrauerte sehen 'naVn'j ,'n oj/ua Um nun mit Erfreulichem zu schließen, will ich des rühmlichen Wirkens unseres würdigen Bürgermeisters, Herr S. Blau, erwähnen, insbesondere aber seiner väterlichen Fürsorge für die Armen unserer Gemeinde. So veranstaltete er nicht nur hier Geldsammlungen für sie, sondern machte auch bei den in Wien, Brünn, Znaim und anderen Orten wohnenden hies. Gemeindegliedern Collecten zum gleichen Zwecke. Und Gott segnete sein Unternehmen. Nun versorgt er die gänzlich Verarmten und Gewerblosen mit Fleisch und Brod unentgeltlich und bietet den armen Gewerbsleuten die nöthigsten Lebensmittel zu sehr ermäßigten Preisen. Natürlich wird allgemein dem hochherzigen Manne für diese edle Handlungsweise Lob und Anerkennung gezollt und auch die Leser dieses geschätzten Blattes werden ihm im Geiste ein ina nar»» zurufen. — Um so auffallender bleibt es jedoch, daß für die Herren Rabbinatsaffessoren in dieser Beziehung gar nichts gethan wird. Diese sind — wie ich glaube — mit 2U0 ff. jährlichen Gehalt angestellt, können also mit allen ihren Revenuen, die wohl auch nicht sehr bedeutend sein werden, selbst unter gewöhnlichen Verhältnissen kaum den Bedarf für ü,ren Haushalt decken, da Herr Knöpfelmacher Vater von 10 Kindern ist, und Herr Kohn ebenfalls deren 0 hat; wie sollen sie nun bei dieser großen Theuerung damit ausreichen- Und haben sie bisher auch noch nicht um eine Unterstützung angesucht — vielleicht halten sie dies unter ihrer Würde und entbehren lieber — so sollte doch der geehrte Vorstand auch ohne eine von ihnen ergangene Aufforderung ihre Lage berücksichtigen und ihnen eine Gehaltszulage bestimmen. Wahrlich diese Herren verdienen es, daß man ihnen mindestens eine halbwegs sorgenfreie Existenz sichere. Mit welcher Treue und Hingebung liegen sie ihrem Amte ob! Versehen doch sie allein schon seit Jahren die narnn für die ganze Gemeinde, da Herr Weinberger b"x"i seiner Krankheit wegen unfähig war, seinem Amte vorzustehen, und der Herr Rabbiner mit Fragen niD»N pa -in»r6 von Einzelnen nicht behelligt wird. — ES ist daher mit Recht anzunehmen, daß der geehrte Vorstand, nunmehr aufmerksam gemacht, das Einkommen der Herren Rabbinatsassessoren erhöhen wird. Holland. Amsterdam. Wie wir vernehmen hat der König von Italien den hiesigen Advocaten Vr. Jac. Wertheim zum Ritter des Mauritius- und LazaruS- Ordens ernannt als Anerkennung für seine belangreiche und mit Erfolg gekrönte Vertheidigung eines in England wegen Mord angeklagten und zum Tode verurheilten Italieners. (N. Weekblad.^ Amsterdam. Der Gemeinderath von Zaardam hat in seiner Sitzung vom 12. d. M. den Hrn. vr. E. van Lier (Israelit) zum Lehrer des StaatS- und Handelsrecht an der höher» Bürgerschule daselbst angestellt. (N. Weekblad.) Amsterdam. Herr H. I. Hartogensis wurde zum Kapitän, Herr H. Kann zum ,ersten Lieutenant und Herr E. E. van Raalte von Rotterdam zum Kapitän ernannt. (N. Weekblad.) Rotterdam Herr H. Kerdijk, Kapitän bei der dienstthuenden Bürgergarde dahier, ist vom Könige von Holland zum Major ernannt worden. So viel wir wissen, ist dieser Herr der erste Israelit, der einen so hohen Rang bekleidet. (N. Werkblad.) Utrecht. Herr vr. H. I. v. Lier (Israelit) von hier wurde zum Mitglieds des Provinzial-Gerichtshofes ernannt. (N. Weekblad.) England. London. Man hat bisher geglaubt, daß es in Mexico keine Juden gibt, weil dieselben durch die dortigen Gesetze nicht geduldet würden. Es beruht dies jedoch auf einem Jrrthum, denn wie der „Hebrew