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Der Israelit · 1868-03-25 · Heft 13 (25.3.1868) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 13 (25.3.1868)
Date
1868-03-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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O österreichischer Kaiserstaat. Wien. Ein seltenes und erhebendes Hcchzeitsfest wurde dieser Tage in Liffa, einem Oertchen im Trentschiner Komitat, von der Familie Jakob und Josef Kohn aus Wselin gefeiert. Sohn, Vater und Großvater standen nämlich am Traualtäre. Ersterer ward seiner Cousine angetrant, besten Vater feierte zugleich die silberne und der Großvater die goldene Hochzeit, umgebrn von einer Echaar von Familienmitgliedern. Die Trauung vollzog Herr Rabbiner Nachbauer, ebenfalls ein Familienmitglied und verdient es der besonderen Toleranz halber erwähnt zu werden, daß der dortige greise katholische Pfarrer nicht nur der Einladung folgend dem Festmahle beiwohnte, sondern auch an der Seite des Radbinen bis zur späten Abendstunde in kollegialer Weise sich unterhielt. Wien, 16. März. Das Haus der Abgeordneten nahm ein Gesetz an, betreffend die Regelung des Verfahrens bei Eidesablegungen vor Gericht, wonach die Eidesformel gleichlautend bei allen Confessionen ist. Wie». Der Kaiser von Oesterreich hat ungeordnet, daß die bisherigen Beschränkungen hinsichtlich der Zulassung der Israeliten zur Niederlassung und zum Grund- und Realitäten-Erwerbe oder zum Handels- und Gewerbebetriebe in der Militärgrenze außer Kraft zu treten haben, sohin die Gleichstellung der Israeliten mit allen übrigen in Oesterreich gesetzlich anerkannten Konfessionen auch in der k. k. Militärgrenze Platz zu greifen hat. J»szber6»y, im Adar. Am 7. Adar veranstalteten die Vorsteher der hiesigen p"n ein Festesten, bei welchem sich viele Theilnehmer auch aus der Umgegend einfanden. Während der Mahlzeit sang der hiesige Cantor, Herr A. Schulzinger, mit seiner angenehmen Stimme mehrere schöne Melodien. Endlich begann er in ergreifenden Tönen das D’om - Gebet für das Seelenheil von &nin» po »npn pean ain "iNDN, was die Anwesenden anregte, eine Summe von 800 fl. zur Aufbauung eines Beth ha-Chajim und zur Herbeischaffung eines Todtenwagens zu spenden. Möge die Gemeinde stets fortfahren, Gutes und Edles zu stiften! Moses Aszud. Italien. Ferrara. Unser Glaubensgenoffe, Herr Pacifico Cavaliere, einer der ersten Kaufleute der Stadt, wurde mit dem Mauriciusorden decorirt. (Educ. Jsr.) Rußland. □ St. Petersburg. Mit großer und allgemeiner Befriedigung hat man hier vernommen, daß der Ausbau einer Eisenbahn von Kursk über Charkow nach dem Asow'schen Meere kein bloß frommer Wunsch mehr sein soll. Herr Paliakof, ein ruffischer Jude, der schon die Koslow-Woronester Eisenbahn schnell und solid herstellte, hat nun auch d n Ausbau dieser 1200 Werst — 1713/7 deutsche Meilen langen Bahn unter günstigen Bedingungen für die Krone erhalten. Für die Strecke von Kursk nach Charkow vergütet ihm die Regierung pr. Werst ----- V? Meile 39,000 Rubel und von Charkow zum Asow'schen Meere 66,000 R. Der erste Theil der Bahn soll bis zum August 1869. der Rest bis zum gleichen Monat des Jahres 1871 dem Betriebe übergeben werden. Niederlande. AKaskrich, 13. März. Der „Ami du Limbourg^ bringt so eben die Mittheilung, daß unser allgemein geschätzter und geliebter Mitbürger, der königliche Inspektor S. Bloemendal — ein strenggläubiger echter Jude — von Sr. Majestät dem König der Niederlande zum Ritter der eisernen Krone, edevslier ds l'ordrs de 1a Oouronns ds Obßne, ernannt worden ist. Herr Bloemendal steht schon über 30 Jahre in Staatsdiensten und gilt in ganz Holland als einer der ausgezeichnetsten Beamten. Donaufür stenthümer. Bukarest. Ueber die PK ge der Juden in den Donaufürstenthümern laufen noch immer) ungeachtet der Fürst Karl sie seines besonderen Schutzes versicherte, traurige Nachrichten "ein. Kürzlich erst hat die dortige Regierung angeordnet, daß die Juden von allen Konkurrenzlieferungen ausgeschlossen werden; sie dürfen nunmehr auch keine Häuser oder sonstige Liegenschaften erwerben. Das „Echo Danubien" vom 6 März enthält eine Aufforderung an alle Israeliten Rumäniens, den Jahrestag des Sturzes Haman's erst dann freudig zu begehen, wann der allgütige Gott die modernen Haman's, Bratiano und Genossen, die grausamen und raffinirten Unterdrücker der Juden, die Urheber so vieler Leiden und so vieler Thränen — zu bessern Gesinnungen bekehrt haben wird. — P a l ä st i n a. Jerusalem, den 8. Ador, d. i. den 2. März. Mit wahrhafter Freude haben die isr. Bewohner Jerusalems die Nr. 7 des „Israelit" empfangen und daraus ersehen, wie warm sich diese geschätzte Zeitschrift der Unterdrückten annimmt, und — in der That — der Erfolg war G. s. D. ein durchgreifender. Erlauben Sie nunmehr ein Mißverständniß aufzuklären:. ich habe in meinem Schreiben denjenigen, welcher R. Arjeh Markus inhaftiren ließ, als *iWKpn bw “ididh bezeichnet, war Sie ganz richtig als

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