Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 9 (1868)
- Issue
- Heft 12 (18.3.1868)
- Date
- 1868-03-18
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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welche N. CH. nach Abschluß seines CommentarS niedergeschrieben und das, was wir über deren Sinn wissen, hier wiedergeben. Nach der Copie des Münchener Mss. lauten diese Schlußworte: tan xmru wdd'di X'Dt? ’oiro xtodd xp'ta raxno’xn xnrvx pa»x pn\x mnn nm1? nny xnytp .xiynn Cs wird wohl Niemand in Abrede stellen, daß diese Schlußworte nicht leicht zu verstehen sind. Gewiß aber hat sie R. CH. nicht ohne Absicht niedergeschrieben, so daß man berechtigt ist, über deren Zweck und Sinn nachzudenken. Da erhalten wir nun in der jüngsten Nr. des „Libanon" zwei gleichzeitige Erklärungen, die mit Ausnahme weniger Abweichungen ganz mit einander übereinstimmen. Eine dieser Erklärungen ist von H. Rabb. Bamberger in Würzburg, die andere von H^ Senior Sachs in Paris. Beide Erklärungen stimmen darin überein, daß diese Worte ein Hilfsmittel zum leichteren Memoriren der Abschnitte des Tractats Pesachim sind. K'ßitf ’cma xroDD xp’ta ist die übliche Schlußformel und bedarf keiner weiteren Erklärung xrDö’Di will Rabb. Bamb. xruc'Di lesen, was als Ueberschrift der folgenden Worte zu betrachten sei. H. Sen. S. corrigirt dieses Wort nicht und übersetzt es mit „es hat ihn unterstützt!!" xmru wird mit mx erklärt, welches das Stichwort für ^try nymx^ mx, den ersten Perek ist; xnyitf tan ist gleichbedeutend mit nyw ta dem zweit n Perek; nny steht für pmy px, den dritten; nmb will Rabb. B. nnD^> lesen, welches alsdann für uruw cipo stehen soll, Sen. S. liest dafür nnxy, welches dem Worte mpo entspricht und mehr Wahrscheinlichkeit für sich hat. xmnn reprasentirt das Stichwort n'On; i'^'x deutet aus onan :Px; pnmx entspricht dem ppiy nya; xrumx steht für .nmx.n; naxnD’xn vertritt den Perek xvu 'v; daß endlich für xiyna das dem Wortlaute und Sinne mehr entsprechende xanya gelesen werden muß, erkennen beide Commentatoren. ES wird wohl kein Zweifel darüber obwalten, daß diese Worterklärungen das Rechte getroffen haben. Nur über den zusammenhängenden Sinn herrscht Meinungsverschiedenheit. Herr Rabbiner Bamberger erklärt den zusammenhängenden Satz mit den Worten: nnnDuty nipxa ,nix rrrr any nyb x'.rn :n"y ruiD.ni ,any ny1? n^DD >*y was recht annehmbar klingt und immerhin einen guten Sinn abgibt. Die Erklärung des H. Senior Sachs wollen wir, obschon sie uns weniger zusagt, dennoch nicht unterdrücken. Herr S. meint: nix maco d :noxn niTDrai lDipo1? naiy xi.n pr '.n die anderen Worte kann H. Sachs mit dem ersten Theil nicht in Einklang bringen, er erklärt dieselben daher wie folgt: nxBE» nspx dx xi.ng'x .-xanys xjd’dp nvx' p nnxi anya. Dieser Dualismus fällt bei der Erklärung des H. Rabb. Bamberger weg. Herr Senior Sachs mag vielleicht das nöD für welches hier pna’X steht mehr im Auge gehabt haben und darum wollte er dasselbe nicht mit 2 in seiner vergleichenden Bedeutung, sondern sich mehr an nsD haltend, als Fragepartikel gebraucht wissen. Dem pnn'x thut er jedoch nach seiner Erklärung mehr Zwang an. Dasselbe hat nämlich im Ostaramäischen noch heute die Bedeutung unseres hebräischen dd und nicht die der Fragepartikel 1'X, wie? Abgesehen davon ist man leichter versucht, das xnao'Di in xruo’Di zu emendiren und dann wird H. Sachs Erklärung noch lückenhafter. Wir beschränken uns auf diese wenigen Worte, indem wir es den zahlreichen Gelehrten unter den Lesern des „Israelit" überlassen, Ihre Ansicht über beide Erklärungen oder allenfalls noch einen anderen Commentar zu den Schlußworten des Rabbenu Hananel nieder zu legen. Alle diejenigen aber, die Herz und Sinn für das Thorastudium und das Gedeihen der jüdischen Literatur haben, mögen sich an dem Vereine min nuity beteiligen. Wer den wan Borns tawn schon hat, zahlt für die nächste Lieferung nur 1 fl. 10 kr.; für die zwei ersten Lieferungen sind 2 fl. 20 kr. zu entrichten. Abonnements und Einzelbestellungen aus Deutschland und Oesterreich nehmen entgegen «I. Bril, Red. du Libanon, Paris, Piace Royal 9, I. Kaufmann, Buchhandlung in Frankfurt a. M. und Hirsch Grünebaum in Schlüchtern' Auch sind dieselben bereit, den gedruckten Prospectus, welcher die Werke aufzählt, die zunächst erscheinen werden, jedem Anfragenden franco zu übersenden. H. G. Rabbiner Hirsch und seine Gegner. Von I. I. Krimke in Hannover. (Schluß.) Wenn der Rezensent aber dem Versaffer einen so schweren Vorwurf darum erhebt, daß derselbe vielfach von den älteren Exegeten abweicht und gegen Rambam und Raschbam polemifirt, so ist dieser Vorwurf ebenfalls entschieden abzuweisen. — Auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft ist die Forschung frei und wenn wir heute auf Grund der Leistungen unserer älteren Großen weiter fortbauen und uns Manches klarer ist, als ihnen, so steht uns kein Hinderniß entgegen, ihre Erklärungen zu erweitern, oder neue zu begründen. Und wenn nun eine ganze Reihe von Jahrhunderten die hebräische Sprache keinen bedeutenden Grammatiker gesunden — von der Zeit der Gemara bis zur spanischen Periode, so waren die ersten, die dieses Gebiet wieder anbauten,