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Der Israelit · 1868-03-18 · Heft 12 (18.3.1868) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 12 (18.3.1868)
Date
1868-03-18
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Wissenschaftliche Geilage jn Nr. 12 des Israelit. Literarisches. Der Verein rrfin ’HöltS' und seine erste Lieferung. Wenn Jeder, der sich mit Liebe dem Studium unseres heiligen Gesetzes hingibt, das Entstehen des vor einigen Jahren ins Leben getretenen Vereins Mekize Nirdamim als Zeichen des erhöhten Interesses für den Fortbau der jüdischen Literatur freudig begrüßte, so treten wir heute mit einer noch erfreulicheren Mittheilung vor den freundlichen Leser. Ein zweiter Verein, der ähnliche Zwecke verfolgt, hat sich gebildet und ist bereits im steten Fortgang begriffen. Herr Jechiel Bril in Paris, der geniale Redacteur der hebr. Wochenschrift „Libanon", ist es hauptsächlich, dem wir für die Constituirung des Vereines min non? zu Dank verpflichtet sind. Dieser Verein liefert seinen Abonnenten resp. Mitgliedern am Anfänge eines jeden Quartals ein Heft von mindestens 15 Octavbögen, wofür nur der sehr billige Preis von 1 fl. 10 kr. zu zahlen ist. Auch drr rnin Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte unedirte Mss. der owiEwm der Vergessenheit in den Bibliotheksfolianten zu entziehen und sie der lebendigen Mitwelt zugänglich zu machen. Da Redaction und Verlag sich in der französischen Metropole befinden, welche in einer ihrer Bibliotheken die größte Mss.-Sammlung der Welt (80,000 Exemplare) birgt, so dürfen wir hoffen, daß es dem Vereine auch stets gelingen wird, aus dem Guten das Beste zu wählen. Neben dem sehr begabten Editeur bürgen uns für das Gedeihen des Vereins Männer der jüdischen Wissenschaft, die einen europäischen Ruf haben. Den Vorstand dieses Vereines bilden nämlich der Oberrabbiner Meisels in Warschau, der weltberühmte Maier Libusch Malbim, Rabbiner in Luntschitz, Rabbiner Rapoport in Minsk, der Gelehrte und Mäcen der jüdischen Wiffenschaft Matthjahu Straschon in Wilna, Herr Isidor, Oberrabbiner von Frankreich, Herr Dr. Albert Kohn in Paris und Profeffor Elijahu Jbn Amusak in Livorno. Schon die erste Lieferung, welche uns der Verein zuschickt, spricht sehr beredt zu Gunsten deffelben. ES ist dieses nämlich: D’ainaawudjD’nDDroDD n>an iprpa Jpj’o rwan *vya pa^a oneon -um rraa pnsn Tana *}dp ppn 'mv miaoi ,-uiöi pnyio ■mb rwwtn «s» lyajnaa pyo» rpnno -n"na ^na n» dy min '->viv nnan visia •p*Dt> n"a-in nwa »nae n"op ns pjap y"nao y'ion In der kurzen Vorrede sagt der Copist und Comwentator, Herr Joseph Stern, daß er anfangs blos beabsichtigte, den Text allein zu veröffentlichen. Nach eingehenderen Studien deffelben, habe er jedoch gefunden, daß durch die kurze und bündige Schreibweise, wie sie fast allen D'Jitmi eigen ist, viele Stellen sehr schwer zu verstehen seien. Er habe sich bemüht, durch sorgfältiges Eingehen und Vergleichen diese Schwierigkeiten zu überwinden und als Ergebniß dieser Studien sind die von ihm beigefügten ninan zu betrachten. Jeder Kenner wird dem noch sehr jugendlichen Versager, der dazu noch nicht einmal als Fachmann gearbeitet (Herr Joseph Stern ist bekanntlich Banquier) allen Dank wiffen, wenn man bedenkt, welche Fülle immenser Belesenheit gepaart mit scharfem Verständniß diese mrun enthalten. Jedoch müssen wir bemerken, daß sich gerade in dieser Vorrede ein unliebsamer chronologischer Fehler einqeschlichen hat. Es heißt nämlich hier, Rabbenu Chananel gehöre der ersten Gaonimepoche an D’mn jota piwn ma n\"i iL'rr — was unzweifehast falsch ist und pin« nna heißen muß. Da H. Stern jedoch auf a"y 'd x"n pat^n 'n mat :"ncr, ü"-i 'd y'tsnno'n, hinweist, welche mit Recht angeben, daß R. Ch. in der letzten Gaonimepoche lebte, so kann man diesen Jrrthum als Druckfehler hinnehmen. Neben den Aufforderungen zum Beitritt zum Vereine n"& von Oberrabb. Meisels und Rabbiner Malbim in Luntlchutz, einem Schreiben des Rabb. Bamberger in Würzburg, ist dem Werke noch eine Abhandlung des seligen Oberrabbiner Klein in Kolmar über das Original und den Commentar beigegeben, welche bereits in Nr. 12 und 13 des dritten Jahrgangs vom „Libanon" veröffentlicht wurde. Wir hätten nur gewünscht, daß die mnan des H. Stern entweder sämmtlich am Ende des Textes oder alle unter die betreffende Seite des Textes gestellt worden wären, wohin sie eigentlich gehören. Im klebrigen läßt Papier und graphische Ausstattung nichts zu wünschen übrig. Wir müssen es einer befferen Kraft überlaffen, eine Kritik, wenn überhaupt bei unserem Vorwurf von einer solchen die Rede sein kann, zu schreiben. Rur eine merkwürdige Stelle über die Tradition des naSn M’Do nvD7 wollen wir hier citiren. Zu einer Stelle im Talmud Fol. 38 bemerkt unser Autor gleichsam als Resultat der Worte nwo* onain ,p p nna u’dd nvvb Folgendes: onmDon onam van .ndhd pv sy"m p m’dd n^O^ nabn nj^oa Dieselben Worte finden sich nur bei Aruch nna 'y, wo man sie am wenigsten gesucht hätte. Wir brauchen nur auf die vor einigen Jahren geführte Streitsache über dielen Punkt hinzuweisen, um die Wichtigkeit dieser vollständigen Schrift eines pmp ans Licht treten zu lassen. Endlich wollen wir noch die Worte,

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