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Der Israelit · 1868-02-26 · Heft 9 (26.2.1868) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 9 (26.2.1868)
Date
1868-02-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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145 uttb als R. Jizchak mit der zweiten minn ro*n zu Ende war, sagte er unter ThrLnen, daß er sein Ende nahe fühle und sein Eleasar seine Stelle aussüllen 4verde. Und so starb er kurz darauf. Ikybrrik, O.-S., den 1. Februar: Am verwichenen Sabbat, -r2 nans, machte der junge Banquier, Herr Emanuel Leuchter hier, ein Paar sowohl an äußerm Glanze als innerem Werthe ausgezeichnete D"n yy unsrer Gemeinde zum Geschenke. Der Spender weihte dieselben dem Herrn als Dankopfer, zu welchem er sich aus Anlaß seiner jüngst vollzogenen Verlobung bewogen fühlte. Dieses nachahmungswerthe Factum verdient Anerkennung, uno zwar eine um so höhere, je seltener dergleichen Züge heutzutage überhaupt, namentlich bei jungen Leuten, Vorkommen mögen. Unser allgemein hochverehrter Rabbiner, Herr Dr. Frankel, war durch diese Munificenz derartig erfreut, daß er es nicht Unterlasten konnte, nach der riDJDn Herrn L. in seinem und der ganzen Gemeinde Namen den innigsten Dank dafür abzustatten, und knüpfte in einer kurz-gedrängten Ansprache gleichzeitig die Mahnung daran, daß sich auch künftighin ein reges Jntereste für die heilige Sache des Glaubens — d?r Gott sei Dank unter uns noch seine Verehrer hat — in unserer Mitte äußern möge. F.r. Österreichischer Kaiserstaat. Wien. Die erste Ernennung eines Israeliten zum Auskultanten im Justizfache ist dieser Tage vorgekommen. Dem Herrn I. U Dr. Moritz Fischer aus Gaya in Mähren wurde vom k. k. böhmischen Oberlandesgerichte eine Auskultantenstelle mit dem Jahresadjutum verliehen. ES ist dies in Folge der Staatsgrundgesetze der erste Fall (seit 1849), daß das Princip die Zulassung von Israeliten zum juridischen Staatsdienste in praktische Anwendung kommt. Das Oberlandesgericht hat darüber erst eine Anfrage an den Justizminister gerichtet; dieselbe lautet einfach, „daß die Beeidigung des neu ernannten Auskultanten Herrn Dr. Fischer in derselben Weise stattzufinden habe, wie die jedes anderen Staatsbeamten." Wien. Am 3. d. M. fand der israelitische Lehrer I. L. Krick am Lugeck in der Stadt eine alte Brieftasche, steckte dieselbe ein, und als er zu Hause den Inhalt untersuchte, fand er in derselben 22 st. ö. W. Trotz seiner mißlichen Verhältniffe, alt und krank, übergab er die Brieftasche sammt dem Inhalt der Polizei-Direktion in der Stadt, und als er am 12. von dem betreffenden Kommissär erfahren hat, daß die Summe einem armen Fabrikarbeiter gehört und dieselbe dem Verlustträger zurückgestellt worden, war die Freude des Finders zehnfach mehr, als der gebührende Finderlohn. Prag Der Religion nach befinden sich in der hiesigen Strafanstalt 1274 katholische, 11 evangelische Christen und 29 Israeliten. Die Jsraeltten haben in der Etrafanstatt ein zur Synagoge adaptirtes Lokal zur Verrichtung ihres Gottesdienstes bestimmt, in welchem sich dieselben am Freitag und Samstag zu den Andachtsübungen, welche on einem eigens hiezu bestellten Rabbiner geleitet werden, einfinden. (P. Ggw.) Brünn. In Mähren befinden sich, wie die „Brunner Zig/' erklärt, bereits seit einem Jahre drei Israeliten im Justrzoienste. M. Pesth, im F?br. Nachdem die Statuten des projektirten „Schomrä-Dath-VereinS" die nöthige ministerielle Bestätigung bereits erlangt, dürfte derselbe bald in der Lage sein, sich endgiltig zu konsolidirea und seine ersprießliche Thätigkeit zu beginnen. Ueber Aufgabe und Zweck des in Rede stehenden Vereines einen deiaillirten Bericht zu liefern, wäre um so überflüssiger, als doch schon in seinem Titel gleichsam das ganze Programm desselben deutlich ausgesprochen ist. Ueberdies werden ja die in ungarischer Sprache verfaßten Statuten nebst einer genauen deutschen und hebräischen Uebersetzung und einer Beitritts- Einladung nächstens nach allen Punkten des Landeversendet werden. Dann wird es heißen: ,mb ’D: — Freilich gehen die Wogen der Ereignisse in diesem Augenblicke so hoch, daß die verdienstvollen Stifter des Vereins für ihr erstes Debüt einen rühmen Moment abwarten müssen: yn djjdd >3n. — Wie sehr wir indeß dies Zuwarten zu würdigen wissen, so dürfte em längeres Zaudern trotzdem um so weniger rathsam sein, a*s hiedurch der Eifer für die gute Sache leicht abgekühlt und die faktische Theilnahme an derselben wesentlich verringert werden könnte. Wir unsererseits machten die Jnslebenrufung eines ähnlichen Vereins als unabweisbare Nothwendigkeit zur Klärung der Situation. Der Regierung wird nämlich von gewisser Seite mit mehr Geschick als Gewissenhaftigkeit vorgespiegelt, als bilde die orthodoxe Partei in der ungarischen Zudenheit bloS eine verschwindend kleine Minorität, die kaum einer ernsten Berücksichtigung würdig sei. Wäre diese Behauptung gleich nicht grundfalsch, so würde sie vom jüdischen Standpunkte dennoch ohne alle Bedeutung sein; in religiösen Angelegenheiten, resp. betreffs religiöser Ueberzeugung hat auch die überwiegendste Majorität keine entscheidende Kraft; da ist der löbl. Ausspruch maßgebend ayon an« o üd2 Ji pan D’oyn bia dddid Allein der weltlichen Behörde gegenüber müssen ähnliche Entstellungen der Thatsachen gründlich widerlegt werden. Da dies durch statistische Daten selbstverständlich nicht möglich, so wäre ein derartige Ver-

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