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Der Israelit · 1868-01-29 · Heft 5 (29.1.1868) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
9 (1868)
Issue
Heft 5 (29.1.1868)
Date
1868-01-29
Page
– (sequence 19)
Language
German
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die Mutter und die Quelle aller Sprachen ist, daß dieser sich schon das erste Menschenpaar bedient habe. Trotzdem so viele Neologen und sogar scharfsinnige Kritiker, die die heiligen Bücher der Bibel durch die Brille ihres, wenn auch gelehrten, doch beschrankten Geistes nur mit profanen, von Wahn- und Vorurtheil geblendeten Augen ansehen, behaupten, daß die Bücher Moses nichts als eine jüdische National- Mythe seien, die in einer viel späteren Zeit verfaßt worden sind, als ihre Urkunden lauten; so darf der gewissenhafte Israelit sich nicht beirren lassen und er muß fest und unerschütterlich bei der Behauptung bleiben, daß die Schriften des Kanons nicht anders als göttliche Offenbarungen, als eine Emanation des Weltengeistes sind, und daß, der Wahrheit gemäß, vor der Sprachenverwirrung nur eine einzige Sprache gewesen sei. Und daß diese die hebräische gewesen sein muß, beweisen unverkennbare Spuren. Darauf deuten zuvörderst die Namen vor der Sprachenverwirrung, wie Dia ,nin ,pp u. s. w. hin. Freilich beweist dieser Umstand nach Gesenius, welcher glaubt, daß diese Namen später erst von Hebräern gebildet oder umgebilvet worden sind, nichts. Wer aber nichts desto weniger der festen Ueberzeugung ist, daß die Bücher Moses wirklich von Gott diesem seinem Diener mitgetheilt worden sind und daher den klarsten Spiegel der Urgeschichte bilden, in welchem wir das untrüglichste Bild des ersten Menschengeschlechts mit allen Phasen seiner stufenmäßigen Entwicklung, wie ein großes, alle einzelnen Situationen genau bezeichnendes Panorama erblicken, dem dürfte dieses als großer Beweis dienen, daß die hebräische Sprache wirklich die Ursprache sei. Diesen Beweis für diese Behauptung führen auch schon mit Recht unsere Weisen an (Beresch. Rab. Kap. 18) indem sie sagen:;d’d ’3i ctm npin 'n ddj’s '3-i nj/DB? . p".-p3 xmj a?ipn -p ,p"nt>3 min runw dbg xdx xnrnzxrni ,xsnnix oiönnjx .n’jij ’JU ünDix")’0'ö ptc^n dp mn pwdnw nvd n»N*i b«x „Hast du je vernommen, daß in irgend einer Sprache von ywrj (Weib) das Wort ywog (Mann), oder von äv&Qoorcog (Mensch) av^Qmma wie im Hebräischen wx (Frau) von MX (Mann) abgeleitet wird? Und dieses geschieht nur darum in diesem Idiom, weil es in seinem Sprachgebrauche tief begründet ist." Selbst Mendelssohn, der nichts auf Treue und Glauben angenommen und vorher Alles einer sorgfältigen Prüfung unterworfen hat, was er für wahr und ervident angenommen, der auch zugleich ein seiner und tiefer Kenner der hebräischen Sprache war, pflichtet gleichfalls in seiner berühmten Vorrede (n3’np nx) zu seiner Übersetzung und seinem Commentar des Pentateuchs dieser Ansicht der Rabbinen bei. Dieser Ansicht huldigt aber auch schon früher der philosophische Denker, der feurige und liebliche Nationaldichter unseres Volkes, der Verfasser des Buches Cosri (Pars II. 68) indem er sagt : „Vermöge der Tradition ist es bei unfestgesetzt, daß die hebr. Sprache diejenige ist, in welcher Gott mit Adam und Eva gesprochen, und deren sich auch das erste Mmschenpaar bedient hat, wie die Etymologie jener Hauptwörter es beweist, und zwar onx von nonx (Erde), n«we (Männin) von M« (Mann), rm (Eva) von >n (Leben) u. s. w." — Aber nicht nur bei isr. Gelehrten, sondern auch bei Gelehrten anderer Confessionen*) galt dieser Beweis, wenn auch nicht geraoe als unumstößlich, doch wenigstens als sehr bedeutend.**) (Forts, folgt.) Bemerkungen. (Schluß.) In §. 231 ist in dem Satze 'tjnuo rmn ai das Wort rvnn durchaus nicht richtig, da es ebenso gut die zweite Person männlich als die dritte Person weiblich bedeuten kann. Dasselbe wurde daher von so manchen Gelehrten öffentlich als Irrthum bezeichnet, anstatt dessen ".in gesetzt werden muß. So bestätigt der scharfsinnige Verfasser des a’jnon nbinv im Namen des ">did n:?D m"o n3"3on pxm im dw m"3 die Richtigkeit der Leseart ",->n, von welcher er auch mit dem sehr gelehrten Verfasser des nota om gesprochen 8. Kerem Slomo E. H. pa/xn §. 231 und Meoholat-ha-machanoim 79, 2. — Ja dieser Jrrthum, dessen richtige Leseart sich vielleicht nur in unserem cmn nsm allein finden dürfte, hat sich durch Uebergehen von den alten in die neuen und neuesten Auflagen so eingebürgert, daß der Verfasser der zweiten Vorrede zum xnnyotff 2W (Lemberg M. F. Poremba 1857) bei Berichtigung desselben sich zur Veröffentlichung folgender Worte veranlaßt sah: arnsd rpsai nxi ipn;pod pD«i moo omm ’jds mm. Dieser Fehler wird sich aber von nun an in unsere pv'l 'rnv nicht mehr einschleichen können, da ja in unserem Commentar ein Satz zu lesen ist, den die heutigen Verleger gewiß nicht unbeachtet lasses werden. Derselbe lautet: «rm 131 voro» no "jt^t mPna '"rnv j"D3 xpx vpx-> xd m pe6 '^22 nzrnjo xnn Q»“Dun a^iu nx# n3m d3x ns’ n^a Vmoi a"v3 '3 "nn Tmrm 2*21 d"di »nn crpoa X3n' xnn nx wj» myj 's nun 3in3 ns1 nspo m"na n"xvn ^ixi ,«nn nvii> s“xn nxn: hd&o ‘01 ’m33 i2i> 31a nni';x3 ^>3x xnn pivd l’T-y nx nnxn ttns1? n^2x xnn jmbi dwd y~,i nxnji b“Dj; «nn 13' nxi pb omp -idij^zo 3"r^ri nnDJ pe6 ix n3U ]wb nnsp 7126 nsp xinp p na:P pj'ipi n3u \ivb xin rDio nipv3 icns1? nnsx nx pb omp naix u'xbo >3X N3ia p«6 'xni xintp «nn naiP tjny 3"y ihdj pKP *) S. Joh. Buxvorf, äl88srt».tio äs!ingu»s klsvr»«»» ori^il^s <tixiüt»t« et und vorzüglich Ges. d. h. Spru. Schrift ß. 6, 2 und die daru gehörigen Stoten. **) Ges. ibid., Note 9 und 10.

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