Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 51 (18.12.1867)
- Date
- 1867-12-18
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447291-2447341--05730-2461251- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
893 werden, durch unzweideutige Beweise und Belegstellen aus vielen andern Werken uns klar darzulegen, daß wir hier den Eschkol des N. Abraham b. Jizchak vor uns haben. Jedoch eine bei Weitem größere Schwierigkeit war das Abschreiben des Manuscripts selbst, das an unzähligen Stellen lückenhaft und unleserlich war; das Lückenhafte war mit Umsicht aus den Citaten aus dem Eschkol, welche durch viele Werke hindurch zerstreut sind, zu emendiren. Der Quellennachweis, den uns der Commentar bringt, ist auch die Lösung einer Aufgabe, die nicht eins der leichtesten war, welche der Herausgeber sich gestellt hat. Möge dieses Werk, die Frucht einer emsigen und angestrengten Thätigkeit, die ihm gebührende Würdigung finden; möge es dazu beitragen, aus dem jüdischen Gelehrtenkreise die Oberflächlichkeit, mit der man sich nur zu oft begnügt, zu verbannen,^ und das Interesse an gründlichem und tiefem Erforschen unserer talmudischm Werke wieder zu erwecken. Wir hoffen, noch öfter auf dieses Werk zurückzukommen, um auL diesem Werke zu beleuchten, weiche die Neuzeit unter altem Titel an's Licht der Welt gebracht hat. vr. A. Sulzbach. Einige Nokmn über die Juden in China. Gesammelt von Hirsch Grimebatun. (Schluß.) Gehen wir zur Vergleichung der einzelnen Buchstaben über, so finden wir. daß das » dem der. Ode:- saer Handschr. und dem Chaldaischen bei Layard am ähnlichsten kommt, so daß das von den äuß^sten Spitzen gebildete Quadrat eine etwas schiefe Lage erbält. 2 hat die Form des Palmyrenischen, doch fehlt das yp'y cm linken Ausläufer des obersten Striches. j findet sich in dieser Form gleich in der Ödessaer Handschr., im Palmyrenischen und Chald. Lay., so daß der Hauptstrich mit dem Fuße entschieden nach rechts steht. n hat über dem Winkel, den die beiden Arme bilden, ebenfalls ein pp:p wie Palmyr. und Ooeffaer Mss. n weicht nicht von dem unsrigen ab (Vergl. unten p). i ist wie bei dem Odeff. Mff. schwer vom ' zu unterscheiden, da ihm das ppiy am unteren Ende fehlt und es nur wenig länger als dieses ist, so daß beide oft sehr einander ähneln. Kopf und senkrechter Strich sind verwachsen, was oft so ausartet, daß der Kopf fehlt und sich nur der verdichtete Strich wie auf den makkabäischen Münzen zeigt. s wie beim Odeff. Mff. mit viel dickerem Kopfe als das i. n wie bei uns. v gleicht ebenfalls dem bei unserer Quadratschrist. Die Basis deffelben variirt jedoch in ihrer Breite dermaßen, daß es zweifelhaft ist, ob dasselbe aus ' und 2 oder ' und j zusammengesetzt, ist. ' siche oben bei i. v unterscheidet sich vom 2 durch seine» ppiy über dem oberen Winkel und findet sich nur im Chald. Layard so; g ist normal wie bei uns, nur fehlt das ppiy über dem Winkel, welches sich im Odeff. Mff. regelmäßig vorfindet. b erinnert in seiner langgestreckten Form an das altphönizische, desgl. Chald. Lay. und Odeff. Mff. v unterscheidet sich vom unsrigen dadurch, daß die untere Basis nicht wagrecht, sondern mit dem linken Ende schräg nach unten ausläuft, wie beim Odeff. Mff., um die zu verhüten. Das o ist bei seiner sonst gleichen Größe mit den übrigen Buchstaben in seinen Strichen so verdichtet, daß der freie Raum zwischen denselben in Gestalt einer Linse ungefähr den dritten Theil seiner Größe nur einnimmt und gleicht hierin auffallend dem Odeff. Mff. j zeigt dieselbe Abnormität in der Basis wie das o, also sehr corrsequmt. Ebenfalls findet es sich so beim Odeff. Mff. und Chald. Lay.;; ist das verlängerte? (uehe oben). d gat die Eigenthümlichkeit, daß es ein Dreieck bildet, dessen berde Schenkel an der Basis einen spitzen Winkel bilden (wie V)- Dasselbe findet sich so beim Chald. Lay. Auch sah ich dasselbe in einer neueren Handschrift aus Kalkutta. Merkwürdig ist, daß sich diese Form genau so auf den makkabäi'chen Münzen findet. V ist regelmäßig aus a und - zusammengesetzt. 2 unterscheidet sich dadurch vom unsrigen, daß oer Punkt in seiner Mckte nicht durch einer! halbdicken Strich verbunden ist und ko einer .-Disn glichkömmt, sondern oer obere Strrch verdichtet sich sogar noch in der Biegung, wie dieses beim Odeff. Mff. der Fall ist. Aehnlichkeit beim Qbalb. Lay. Das * bildet feine Form wie das 5, doch hat es einen' ypy auf der rechten Seite. Sonst gleicht es dem Äramäsichäayptlschen. - und p sind aus j und * zusammengesetzt, während beim Odeff. Mss. regelmäßig der linke Kopf ein r ist. p unterscheidet sich merklich von dem umrigen dadurch, daß der Fuß an der linken Seite nicht frei hängt, sondern den oberen Theil berührt. Diele Schreibweise findet sich noch in der Odeff. Handschrift, durchgehends aber bei den Alten wie auf den phömzischen Münzen und Inschriften, wo dieser Fuß selbst das Dach durchbricht wie bei dm aramäisch-ägyptischen Inschriften und Papyrusrollen. Ebenso auf den althebräischen Münzen Chald. Lay. und Palmyrenisch. Merkwürdigerweise ist das n hier nicht geschloffen, obschon dieses beim Odeff. Mff. und Chald. Lay. der Fall ist. Auch der Talmud erwähnt diese geschloffene