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Der Israelit · 1867-12-18 · Heft 51 (18.12.1867) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 51 (18.12.1867)
Date
1867-12-18
Page
– (sequence 20)
Language
German
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894 Form des n, indem er sagt I. Megilla Fol. 71 d. Ed. Krakau: Mi crbv «"n n* *n -<P D»iW6nn nnn DinD -]"dd vn mnD cn^tcr d'd. Bei diesen Schriften unterscheide^ sich das vom n dadurch, daß ersteres auf beiden Seiten pypiy hat, während letzteres nur auf der linken Seite mit einem ppiy versehen ist. Im Syrischen ist es heute noch so Giro. i ist nicht an der rechten Seite rund, sondern eckig und unterscheidet sich vom n nur dadurch. daß ihm der ppiy fehlt, den jenes an dieser Stelle hat. Desgl. Odeff. Mff., Aramäisch, Aegyptisch, und einige Formen bei Chald. Lay. v weicht vom Odeff. Mff. dadurch sehr ab, daß der mittlere Theil kein t, sondern ein 1 ist, wie bei uns. Jedoch schließt sich dieses ' nicht unten am Winkel, sondern ungefähr in der Mitte des linken Hauptstriches an. Es gleicht am meisten dem Aram.: ägyptischen. und dem Palmyrenischen. Chald. Lay. hat auch ähnliche Formen. n endlich besteht aus i und nsisn 'i, so daß der Fuß des linken Theils über die Breite des Daches hinaustritt wie beim Odeff. Mff. und Chald. Lay. Fassen wir die Resultate dieser Vergleichung zusammen, so sind wir berechtigt, daraus zu schließen, daß das Original dieses Facsimile jedenfalls nicht jünger ist als das Odeff. Mff., so daß wir auf ein Alter von wenigstens tausend Jahren schließen dürfen. Freilich könnte man auch annehmen, daß in China die Veränderungen der Schriftformen nicht mit denen bei den Karäern gleichen Schritt halten. Jedenfalls ist die große Aehnlichkeit mit den babylonischen Buchstaben*), die als aus dem Vaterland des nowK aro den besten Maaßstab für die Schrift aller Nachbarvölker und der der hebräischen Dialecte abgeben, ein Beweis hohen Alters. Lalendaria. Aus K u r h e s s e n. Es war am 3. Dec. l. I., kurz vor Anfang des 'mv-Gebets. Der Rabbiner war in die Synagoge getreten und sagte -oti. Der ww trat zu ihm heran und fragte: Nicht wahr, morgen Abend habe ich die -iddi Pv - Täfelchen anzuhängen? Ein bejahender *) Die Kenntniß dieser Schrift verdankt man dem Gelehrten Layard, der im Aranhügel in den Ruinen des alten Babylon Topfgesäße gefunden, deren innerer Boden mit Inschriften in chaldäischer Sprache beschrieben ist. Diese Schrift ist unser jetziges uro. Der Inhalt dieser Jnscriptionen behandelt theils geschichtliche Stoffe, wie die Eroberung Jerusalems durch Nebutadnezar; theils befinden sich auch Beschwörungen gegen Dämone is'rr'vp) unter diesen Topfinschriften. Vergl. hierüber die Auseinandersetzungen des M. A. Levy in der Zeitschrift der D. M. G. XII. p. 210 ibid. IX. p. 466. Desgl. Blau ibid. XV. p. 454 Giander, „zur himyaritischen Alterthums- und Sprachkunde". J Wink drückte die Zustimmung des Gefragten aus. Nicht weit davon stand ein Mann, der, als er den Inhalt der Frage vernahm, alsbald ansing: Was, morgen! heute Abend beginnt man “laoi Pa. Dem Streit will ich sogleich ein Ende machen, sprach der wdw, holte aus seinem Stande das mP für n"mn, Frankfurt bei S. Meseritsch, herbei, und da stand es mit deutlichen Lettern: vpoa 'n 'n dt \ man fängt an -'igdi Pd zu sagen Mittwoch Abends ia 'n anyo npsna. Nun aber entfernte sich der Andere, und bald kam er mit einem na'^n nwp mP, Hannoverscher Israel. Kalender auf 5628, versaßt von weil. S. P. Blogg, und dort stand mit noch deutlicheren Lettern es gedruckt: nP«ttf n, man fängt an, -idqi Pd einzuschalten: Dienstag i'Pva '1 Abends im aoys, 3. December Abends. Wer hat Recht? Ein Druckfehler in einem der beiden nimP; freilich sehr bedauernswerth, weil eine Masse von ' onirv, die nach dem einen oder andern mP sich richten, einen Tag hindurch, 3 Male n"' nP»sn nicht 'im nd’Pk, gebetet fyaben; eine ernste Mahnung für sämmtliche d\o*i, auf die Herausgabe der mnö eine ernstere Sorgfalt als bisher zu verwenden. Die. Sache kam nun an den Rabbiner. Dieser wollte alsbald an einen Druckfehler nicht glauben, und als nun, was zunächst erforderlich, nsipn verglichen wurde, da Zeigte es sich, daß diese, die auf Sonntag Abend um 9 Uhr eingelreten war, von dem Frankfurter richtig als ia 'n 'a Po Py myw '1 bezeichnet, und demgemäß unter '°ii£n 'n 'a an bezeichnet worden, während der Hannoveraner Sonntag Abend 9 Uhr nm 'r angegeben und demgemäß die 'sipn unter 'r -r di» ntpn aufgeführt hatte. Da lag also die Differenz offenkundig, und nach dem bekannten Grundsatz, oPiyPi 'PnstP '£ipn pa v'v' 'a, mußte dieser Dienstag, während jener Mittwoch, für den Beginn von iddi b& angeben. Freilich hatte man in Hannover — abgesehen von der alten Regel, daß in einem Schaltjahre, dessen Februar 29 Tage zählt, die entsprechende 'Pnip auf den Abend vom 4. zum 5. December falle — es übersehen, daß o"n PPro 'sipnn dt nur dann gelte, falls solche 'P’Pn tmp nyp eintrete, daß mithin im vorliegenden Falle ntyn nsipn in Wahrheit von di* '2 hätte gezählt werden müssen, nicht von '« di», wie es dort geschehen. Der Jrrthum ist nun zwar für dieses Mal vollzogen, allein in nvn nsnpn des laufenden Jahres kia"->n tritt derselbe Fehler wiederholt ein, als Constquenz der früheren Berechnung natürlich, so daß im Hann, niP — non r"a ‘2 di», während, wie im Franks, nnn 'j Di', als 'sipnn dt angegeben ist, was seinerseits wiederum, wenn der Jrrthum nicht aufgedeckt, auch für d"d eine falsche Angabe der 'Pur herbeisühren muß. Im speciell vorliegenden, wie im allgemeinen Interesse-, ist die Veröffentlichung, resp. Abhilfe, geboten. Verantwortliche Redaction: Or. Lehmanjn. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. — Dampf * Schnellpressendruck von I. Gott-leoen in Mainz.

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