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Der Israelit · 1867-12-18 · Heft 51 (18.12.1867) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 51 (18.12.1867)
Date
1867-12-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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885 Kinder sind also aus der Familie des Schach. Die Mutier des genannten Nabti Josef Ahron Ellinger war eine Tochter des erwähnten Rabbi Elieser; sohin gehörte auch dieser ehrwürdige Mann und seine Kinder diesem Stamme an. Höchst wichtig wird noch Folgendes zu erfahren sein. Es erschien nämlich von Schacht Werken Oruch Mischach nur der erste Theil im Drucke. Rabbi Hirsch : Berlinger besitzt nun noch ein Manuscript genannten j Wertes, das zwar nicht auf den ganzen Joreh Deah,; doch auf einen großen Theil desselben sich erstreckt. — i Vielleicht findet sich ein entsprechender Verleger hiezu, i und wird sich Rabbi Hirsch Berlinger vermuthlich mit Vergnügen bereit erklären, eine Abschrift dieses Manuskriptes zum Behuse des Druckes desselben abzugcben. A. Berlin. Vor ungefähr fünf Wochen richtete Herr Commercienrath Johann Hoff, bekannt durch den weltberühmten von ihm fabricirten Malzextrakt, ein Hans zu einem Beihaus eiu, in welchem sammtliche Gebete streng nach althergebrachter Weise gebetet werden. Dreimal des Tages verrichtet darin Herr Hoff sein Gebet; auch zahlt er zehn in der heiligen Thora bewanderten und gottessnrchtigen Männern, die ebenfalls regelmäßig zum Gebete dabin kommen, je drei Thaker per Monat. Herr Hoff ist ein sehr wohlthätiger Mann, eine Stütze der Armen, besonders solcher, die der heil. Religion zugetban sind. Nicht aus Ruhmsucht, sondern aus reiner Liebe zu Gott, hat derselbe dieses Haus zum Gebethaus bestimmt. Herr Hoff ist bereits von vielen Fürsten Europas mit Orden ausgezeichnet Morden, so vom König von Preußen, vom Kaiser von Oesterreich, von der Königin von England u. s. w. Sein Malzextract findet immer mehr Verbreitung, ein Beweis, daß derselbe der Gesundheit sehr zuträglich ist. Es freut uus, zu vernehmen, daß ein solcher Mann, der in der commerciellen Welt einen so bedeutenden Rang einnimmt, der Religion von ganzem Herzen anhängt und auch seine Kinder nach feinem Sinne in der heiligen Thora erzieht. (Jbri AnoÄi.) Lanrnbnrg in Peru., 8. Dezember. Der 2. . d. M. war für die Bewohner unserer Stadt ein all- I gemeiner Freudentag, der noch lange dem Gedächtnisse j derselben verbleiben wird. Die Glasermeister H. Wolsfberg'schen Eheleute feierten am gedachten Tage bei guter Gesundheit den fünfzigsten Jahrestag ihres Ehebundes. Nachmittags fand eine Feier in der Svnagoge statt, der neben den Spitzen der Behörden sehr viele Leute aus allen Confefsionen beiwohnten. Die Predigt wurde, nach einleitendem erhebendem Gesänge, vom Herrn Rabbiner Dr. Joel gehalten über Nahnm 2. Cap. erste Hälfte des ersten Verses, und erlauben wir uns in gedrängter Kürze den Gang dieser, mit allseitigem Beifalle aufgenommemn Predigt mitzutheilen. Der Redner führte in der Predigt aus, daß der Prophet mit den Worten „Feiere Jehnda deine Feste" nicht diejenigen Feste meine, die in der Bibel vorgeschrieben sind, denn diese Feste sind nicht deine Feste, sondern (nach 3. B. M. 23, 2) „Feste des Herrn." Die Menschen sollen aber auch ihre Feste feiern, nicht bloß die Feste des Herrn, so wünscht und will es der Herr selbst. Menschen-Feste find daher Gottes- Feste, wenn sie sittlich-geistigen Ursprunges sind, wenn sie ferner von einer wahren, endgiltigen Idee durchzogen worden und die Beziehungen des endlichen Menschen zum Unendlichen darthmz und bekunden. „Don ferne her müssen sie als Heilverkünder nahen; Frieden ihre Stimme." Der Redner wies sodann diese Merkmale am Jubiläumstage des Ehebundes nach, weshalb auch i dieses Fest ein menschlich-göttliches Fest fei. Hieraus i überreichte Herr Dr. Joel dem Jubelpaare die von i der Königin Wittwe demselben gewidmete Prachtbibel! in Hebräischer Sprache, sowie ein von Sr. Majestät I dem Könige eingegangenes Geldgeschenk. I Der Jubilar hat als Sieger die Feldzüge von i 1813—1815 mitgemacht, und hob mit Recht Herr Dr. Joel in der Ansprache Folgendes hervor: immer mehr lichten sich die Reihen der Zurückgebliebenen aus jener großen Zeit, immer weniger werden die Ahnen! und Veteranen der Befreiungskriege. Die die Ver-! derben speienden Geschosse verschonten, der natürliche j Tod verschont sie nicht, fordert unerbittlich seinen Zoll, j Es ergeht aber den noch daseienden Kämpfern, wie! jenen geheimnißvollen Büchern, die immer höher im l Werthe stiegen, je mehr ihre Zahl abnahm. Er, der Jubilar, hat mit seinen Kampfgenossen, die noch lebend unter den Enkeln wandeln, die Freude gehabt, später die Früchte jener großen Zeit zu genießen, nämlich die jüngsten großen Vorgänge. Denn als das Vaterland wieder rief, hieß cs nicht init dem Dichter: „Webe Dir, daß Du ein Enkel bist," sondern es hieß und bewährte sich: „Heil Dir, daß Du Ahnen hattest," Ahnen, die dir den Weg der Ehre und der Mannespslicht gezeigt. Nach Beendigung der Feier in der Synagoge begaben sich viele Gratulanten in die Behausung des würdigen Jubelpaares und überreichte eine Deputation der Schützengilde, deren Mitbegründer der Jubilar war, demselben das Diplom als Ehrenmitglied. Die Gesänge wurden unter Leitung des Eantors Herrn Klein von unserem Synagogen-Gesang-Verein meisterhaft erecutirt. I. Br. Wiesbaden, 14. Dec. Einem israelitischen Schulamtscandidalen, der sich zum Ein-

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