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Der Israelit · 1867-12-18 · Heft 51 (18.12.1867) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 51 (18.12.1867)
Date
1867-12-18
Page
– (sequence 10)
Language
German
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884 an dem; Orte ihrer Wirksamkeit bei dem Publikum ihren Credit verloren, so daß ihr ferneres BerbleMen an Demselben Orte zur völligen Unmöglichkeit wird, so bringt mm wtfyL mit gutem Grunde die von der Regierung angeordnete Versetzung mit dem in diesen Blättern jüngst berichteten Wucherproceß in Verbindung, bei welchem Herr R..., sich zu Ausfällen gegen seine angestammte Religion hinreißen ließ, die eines Eisenmengers würdig gewesen wären, die aber, wie eS fchemt, statt sein Ansehen zu heben, dasselbe untergruben. Wohl selten hat ein Vertheidiger in treffenderer und empfindlicherer Weise geantwortet als bei besagter Gelegenheit. Es war die Sprache der Wahrheit, die den Gegner zum Erröthen bringen und ihn verstummen machen mußte. Fürth. Wir haben letzthin angedeutet, daß uns Notizen über die Stiftung der hiesigen Claus-Synagoge vorliegen und schreiten nunmehr zu deren Veröffentlichung, die nicht ohne allgemeines Interesse find, zumal nur Wenige hievon unterrichtet sein dürften. Der Gründer der „Claus-Synagoge" war Rabbi Bermann Frankel, rabbinisch Gelehrter und Kabbalist, gestorben 5476 (1676) — der die Rabbinate Schnaittach und Schwabach bekleidete, — welch' letzterem alle jüdischen Gemeinden des früheren Markgrasthums Ansbach, außer Fürth, einverleürt waren; jedoch in Fürth wohnte und als Vorstand und Lehrer der hiesigen Talmudschule sowie als Rabbinats-Verweser fungirte. Frankel war mit dem Besitze irdischer Güter reich begabt und im Gegensätze zu der heutzutage unter der Menschheit so sehr verbreiteten Ansicht, daß im Reichthum allein der Adel des Menschen liege, für die Fortbildung des Geistes und des Herzens, für das Wohl der menschlichen Gesellschaft sehr bedacht, indem er nicht nur den Unterhalt vieler Talmudschüler bestritt, sondern sich es angelegen sein ließ, auch in Zukunft no":n mmy min zu befürworten. Er stiftete zu diesem Zwecke ein geräumiges Haus, errichtete daselbst eine Synagoge nebst Wohnung für den Vorsänger und Diener, und stiftete m der Synagoge selbst mehrere n"o, kostbare Vorhänge, prachtvolle itnip »8a und dann noch ein besonderes Zimmer als ttnncn n’a. Gleichzeitig setzte er ein bedeutendes Capital aus mit der Bestimmung, aus den Zinsen die Gebäude zu unterhalten, einen Vorsänger und Diener anzustellen, und Licht nebst Heizung für die im n"vn"a Studirenden herbeizuschaffen. Bis etwa zum Jahre 1837 sind daselbst in der That weder die Lichter bei Nacht erloschen, noch war während des Winters der Ofen erkaltet. Es ist dieß auch die einzige Stiftung, welche in den bekannten Vorfällen der 30er Jahre nicht geschloffen wurde, und lst dieß nur der energischen Verwendung eines Urenkels des Stifters,;i*on i"ök Rabbi Wolf Hamburger 8"st zuzuschreiben, welcher sich mit außerordentlicher Mühe und Entschiedenheit für den Fortbestavd der „Cla»s - Synagoge" verwendete, und auch die dazu gehörige Bibliothek wesentlich bereicherte. Letztere ist jedoch seit jüngster Zeit sehr defect geworden. Ich ergreife diese Gelegenheit, Herrn Rabbiner Neckarsulmer, welcher mich bei meinen bezüglichen Forschungen bereitwilligst unterstützte, meinen aufrichtigsten Dank zu zollen und zugleich dessen Vorträge näher zu erwähnen, welche derselbe seit ca. ^4 Jahr in der „Claus Synagoge" hält. Diese sind exegetischen, religiösen uno sittlichen Inhalts, basirt auf die mosaisch prophetischen Gruudlehren, deren practische Anwendung auf das Leben sie erörtern, hie und da von der Hagada getragen. Es ist bereits in hiesigen Zeitungen dieser Vorträge unter Ermunterung des bisherigen Strebens rühmlichst erwähnt worden, und indem ich auch an dieser Stelle die denselben gebührende vollste Anerkennung hiemit ausspreche, glaube ich, besonders dabei heroorheben zu sollen, daß Herr N. ohne alle schriftliche Notiz in einem nur in Gedanken gefaßten Entwurf frei vorträgt. Möge es diesem würdigen Priester im Dienste der Menschheit und der Nächstenliebe, den nur innerer Herzensdrang dazu bewegt, das Salböl der Weihe auszugießen, vergönnt sein, noch viele Jahre mit einem Herzen voll edler Pläne und gottgefälliger Vorsätze seine Kräfte diesen edlen Zwecken zu widmen. .13 mn D’mn nor Donn ns* hdtdh 8m S. H. Aus Unterfranken Am Schlüsse der in diesen geschätzten Blättern in mehreren Nummern fortgesetzten Erzählung „des Königs Eidam" sind mehrere Städte in weiter Ferne genannt, in denen sich noch Sprösslinge aus der Familie des Schach befinden. Nun wird es gewiß den verehrlichen Lesern dieser Blätter von Interesse sein, zu erfahren, daß auch unsere Nähe noch würdige Abkömmlinge des großen Gesetzlehrers Schach aufzuweisen hat, und zwar in den Familien der berühmten Gelehrten Rabbi Hirsch Berlinger zu Berlichingeu und Rabbi Josef Ahron Ellingerzu Niederstätten, und entnehmen wir den desfallsigen Stammbaum dem Werke Oruch Mischach Theil I. Der Schach hatte noch einen L-chwiegersohn Namens Rabbi Ahron, Rabbiner zu Luntschitz. Dieser hatte einen Sohn Namens Rabbi Moscheh, welcher der Vater des Rabbi Ahron, des Verfassers der Hagohas Minchas Ahron (Erläuterung zu genanntem Öruch Mischach), und welch' Letzterer Rosch beth Din zu Berlin war. Dieser Rabbi Ahron zeugte mehrere berühmte Söhne, von denen der Eine, Namens Rabbi Elieser Dajan zu Mainbernheim war. Ein Sohn des Rabbi Elieser war Rabbi Moscheh, Rabbiner zu Trier, dessen Tochter mit Rabbi Hirsch Berlinger verehelicht ist. Die Fran des Rabbi Hirsch und dessen

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