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Der Israelit · 1867-12-04 · Heft 49 (4.12.1867) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 49 (4.12.1867)
Date
1867-12-04
Page
– (sequence 14)
Language
German
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848 nett der Tobten trockneten und wie sie die Hinterblie- Lenen getröstet haben, so könntest du wissen, was Tugend und Heldenmuth ist. Ich nenne denjenigen einen Held und einen wahren wohlthatigen Mann, der, zur solchen Zeit, nicht auf seine Familie und sein Geschäft achtend, sich hervorthut, ohne auf den Regen oder das Wetter zu merken, um Hilfe und Trost denjenigen zu bringen, die von Jedem verlassen sind, rno 'k/dj non inoD »nnrw vim ontp\ Netv»iOrl§arrs. Der alte Wohltätigkeitssinn unseres Volkes bewährt sich auch bei unseren amerikanischen Glaubensbrüdern. So haben die New-Aorker Israeliten für ihre durch das gelbe Fieber bedrängte Brüder in New-Orleanö bereits v26384 Dollar (65960 fl.) gesammelt. Feuilleton. Jedes Kaar hat seine Arreste. *) Von Abraham Tendlau. Die Priester des Tempels zu Jerusalem hatten auch ärztliche Kenntnisse sich zu erwerben und waren somit auch die Aerzte des Volkes. Besonders aber waren sie von dem Gesetze mit der Besichtigung aller an irgend einer Hautkrankheit Leidenden beauftragt, *) Rach Tanchuma par. SaSria 43, c. um, im Falle es die im Morgenlande so gefährliche Krankheit sei, sie wo möglich zu heilen und zugleich durch Abschließung jede weitere Verbreitung der Krankheit zu verhüten. — Eö kam nun einmal ein Priester, der sich auf solche Krankheiten verstand, in sehr bedrängte Umstände, so daß er zuletzt verzweifelte, seine Nahrung ferner im Lande zu finden und dieselbe in der Fremde aufzusuchen beschloß. „ES thut mir nur leid," sagte er zu seiner Frau, „um jener armen Leute willen, die sich in ihrer schweren Heimsuchung RathS bei mir zu erholen pflegen; aber ich will Dir die Kennzeichen der Krankheit und die Heilmittel derselben lehren, so daß Du leicht in meiner Abwesenheit meine Stelle vertreten kannst. Ein Hauptkennzeichen," fuhr er sogleich fort, „besteht vor Allem darin: Sobald Du siehst, daß die Quellen der Haare vertrocknet sind, darfst Du sicher sein, daß der Mensch mit der echten Krankheit behaftet ist. Denn Du mußt wissen, jedem Haare hat Gott seine eigene Quelle gegeben, woraus es seine Nahrung schöpfet; ist nun die Quelle vertrocknet, vertrocknet auch das Haar." — Da unterbrach ihn die Frau und sprach: „Jedem Haare, sagst Du, hat Gott seine Quelle gegeben, woraus es seine Nahrung schöpfet, und Du, ein Mensch, der Träger so vieler Haare, ein Mensch, durch welchen Weib und Kinder noch ihre Nahrung sinden sollen, dem sollte der himmlische Vater keine Quelle seiner Nahrung angewiesen haben? Der sollte verzweifeln müssen!" — Der Mann, durch die Worte seiner Frau im Vertrauen auf Gott neu bestärkt, blieb im Lande, suchte und fand seine und der Seinen Nahrung. — 1 K Z E Goncurrenz. In der Hochdeutschen Jsraelitengemeinde in Altona soll das Amt eines Vorsängers ehestens besetzt werden. Für die damit möglichst zu verbindenden Functionen werden folgende Gehalte gezahlt: Für das Amt des Vorsängers an Wochen- und Feiertagen . 350 Thlr. Für das Vorlesen der Thora ... 50 „ Für Unterricht in der Gemeindeschule, welcher sich auf etwa 20 — 25 Stunden wöchentlich in Elementar-, Reli- , gions- und Gesangs-Unterricht vertheilen wird . 200 „ I G E IV. Die Sporteln des Vorsängers betragen zur Zeit noch ca. 150 Thlr., wofür indessen keine Garantie übernommen wird. Diejenigen Bewerber, welche sämmtliche Functionen erfüllen können, werden selbstverständlich den Vorzug erhalten. Etwaige Neflectanten, welche verheirathet und mit Zeugnissen über deren streng religiösen Lebenswandel und musikalische Befähigung versehen, wollen, unter Einsendung derselben, ihre Meldungen bis Ende December d. I. an das Unterzeichnete Aeltestencollegium franco gelangen lasten. Altona, im Aeltestencollegio der Hochdeutschen Jsraelitengemeinde, im November 1867.

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