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Der Israelit · 1867-12-04 · Heft 49 (4.12.1867) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 49 (4.12.1867)
Date
1867-12-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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847 nommen nach Marocko, begleitete. Die obengenannten 4 Tage sollen von den Mitgliedern des Collegs als Feiertage gefeiert werden.; 6. Am Eingänge zur Synagoge soll ein Täfelchen an der Mauer befestigt werden, um den Besucher von Ramsgate die genaue Stunde des Lernens der verschiedenen Gegenstände anzuzeigen. 7. Es ist ein freier Eintritt zum College gestattet, sowohl zu den Vorlesungen im College als auch zur Bibliothek' In der Bibliothek werden alle Anreden, Zeugnisse, Adressen, Gedichte und andere interessante Gegenstände vorhanden sein, die der Gründer der Anstalt von Gemeinden, Dichtern und Andern erhalten hat; diese werden so geordnet, daß sie der Leser mit Leichtigkeit lesen und besichtigen kann. Mitglieder des Collegs können diejenigen werden, die durch ihr tiefes Lernen in jüdischer Theologie berühmt sind, die die Bibel und den Talmud und deren Commentaren kennen und die ein religiöses Leben führen. Es ist der Wille des Gründers, daß zu Mitgliedern dieses Collegs auch Israeliten aus andern Ländern genommen werden, sobald sie nur den festgesetzten Bedingungen entsprechen. Nur im Falle unkr den Kandidaten britische Unterthanen und Fremde Vorkommen, die sich an Fähigkeiten gleich kommen, sollen die britischen Unterthanen das Vorrecht haben. Zu den Pflichten des row» gehört, daß er zu verschiedenen Zeiten Vorträge im College halten muß, und nebst einem Vortrage im College, am Jahrestag des Todes der Lady Montefiores, das Gebet Haschkaba am Zom Gedalja im Mausoleum vortrage. Als Honorar erhalten die Mitglieder besondere Wohnhäuser und noch weitere Vortheile, die von Zeit zu Zeit von den Regenten des Collegs bestimmt werden. Der Schluß der Statuten lautet: „der heiligen Pflicht, das Gebot Gottes zu beobachten in Bezug aus die Verbreitung der heiligen Lehre unter Israel, habe der Stifter erfüllt, indem er viele Gesetzrollen für den Gebrauch in der Synagoge von den besten Schreibern in Israel habe schreiben lassen, dd1? nra nnyi nwn mwn nN, jetzt wolle er durch die Stiftung dieses Colleges, seinem großen Verlangen, das göttliche Gebot zu erfüllen, genügen. d.-peg HD’!? tr> hx die heilige Lehre unter den Kindern Israels zu lehren und es in ihren Mund zu setzen, '333 nxin mn^n rrnn jyab btnv\ Frankreich. Paris. Einige Vorstandsmitglieder der „Alliacne Jsr." wurden am 30. Oktober von Herrn Beust, dem österreichischen Staatskanzler im Palaste Elisöe empfangen. Der Zweck dieses Schrittes war Sr. Excellenz für sein gezeigtes Wohlwollen gegen die Israeliten zu danken. Herr Beust bezeugte den Vorstandsmitgliedern die schmeichelhaftesten Gesinnungen und versprach insbesondere darüber zu wachen, daß die Ideen der Toleranz in Rumänien und in Serbien sich immermehr entwickeln. (Arch. Jsr.) Palästina. Jerusalem. Wie aus London geschrieben wird, hat die Gesellschaft zur Erforschung der heiligen Stätten in Palästina nach zweijährigem Wirken ihre Geldmittel vollständig erschöpft und wird, wenn nicht weitere Beiträge zufließen, ihre Arbeiten an Ort und Stelle einstellen müssen. Die Untersuchungen des Artillerie-Lieutnants Warren haben bis jetzt ergeben, daß die Südseite der Tempelmauer noch eine Fa?ade von fast 1000 Fuß Länge und zum größten Theil 150 Fuß Höhe besitzt, die indessen fast über die Hälfte mit Schutt und Trümmern verdeckt ist. Außerdem lassen die gemachten Entdeckungen fast mit Gewißheit annehmen, daß in dem Thale Tyropon (westlich vom T?mpel) noch ein ganzer Stadttheil auszugraben ist. Das Thal scheint erst in der Nähe des Tempels sich zu einer engen tiefen Schlucht vertieft zu haben, die der dort gefundene einzelne Bogen überbrückle. Bis jetzt sind im Ganzen 3242 Pf. Sterl. verausgabt worden, und das dafür gewonnene Resultat begreift, außer den gemachten Entdeckungen, die allen Nachorschungen eine neue Wendung gaben, Vermeffunqen bis zu einem Umfange von 2300 Quadratmeilen (?), Pläne, Karten und 340 Photographien in sich. Dre noch nöthigen Ausgaben werden von Warren auf im Ganzen nur 1500 Pf. Sterl. veranschlagt. Amerika. New-Orleans. Ein Correspondent der „Deborah" aus New-Orleans, der von der Verwüstung des gelben Fiebers spricht, schreibt: Nicht in Vergessenheit darf es kommen, vielmehr verdient es hervorgehoben zu werden, daß 5 unserer Glaubensgenossen, sämmtlich aus Polen, alle ihre Zeit, Tage und Nächte, den Kranken widmeten, die ihre Familien verließen, ihre Geschäfte vernachlässigten schon seit dem Ausbruche der Krankheit, um die Kranken zu pflegen. Merkwürdig ist es, daß, als ein gewisser Herr Adler und seine Frau todt waren und die Aerzte das Zimmer als ansteckend erklärten, diese Herren dennoch in das Zimmer hine ngingen und die armen Waiden auf ihren Armen herausholten, sie ernährten, kleideten und ihnen Obdach in den besten Häusern verschafften. Hättest du, lieber Leser, gesehen, wie diese Herren, die im Ueberflusse leben, den Schweiß von den Stir-

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