Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1867)
- Date
- 1867-12-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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844 Schmuck — man braucht nur zu sagen wie David von Saul und Jonathan: '"3 10^6 idnm, O, Herrlichkeit Israel! 0'ii32 *)'«, wie sind die Helden gefallen! auf daß die Söhne Juda's begeistert den Bogen des Mischen Kampfes ergreifen. Vergegenwärtigen wir uns den Mann, wie bewundernswürdig sein Einblick in die Gänge der Thora war, welcher Adel des Gemüthes uns entgegenleuchtet, wie unermüdlich und segenverbreitend sein Wirken innerhalb der Familie, seiner Gemeinde, seiner Gemeinden, seines Landes, für das ganze Judenthum gewesen, so vergegenwärtigen wir uns die Deutung, mit welcher die ''oon auf Moscheh'S Wirken hinwiesen: D'IÖIK 01570 >34001 '13 ’DJ33 P57 0570 ('3 'l 0 HD!D) ’o iowe n"3pn"i banm dp 1'OL>0O1 rwp 'n oipia >01 030.13 >0 'l« ^«1001 (’MS7"l 'n'3!n^) 'l3 ’b 01p> pi >j>d n n v b Oi0y^) 1-11' rpn») 10L 1-11' /l 13 y .1870 057 po’l 10« {OnJ 311 Wie eine Sonne flammte wohl Moscheh's Antlitz, — und nur dem milden Glanze des Mondes gleich glänzte das bescheidene Licht Josua's — und jetzt, — kaum ein Sternchen erhellt mehr die düst're Nacht der Gegenwart. Aber ewig unvergänglich bleibt der Lichtstrahl jener Geistessonne, und auch Rabbi Schlomoh Wolf Klein war ein Schüler Mosch eh's und auch von ihm kann man sagen: oy i’ospdi rwy 'n mpis ^>«1L". Wo etwas Gutes, Heilbringendes zu schaffen war, wo der Roth, dem Elend, der Verzweiflung gesteuert werden mußte, wo eine Pflanzstätte zu gründen war, um npis zu üben, da war e r der erste und letzte, — wer von uns hätte ihn nicht gekannt? — dessen Herz aufging in Milde der Gesinnung, und der mit Opfer diese Milde übte, wo andere Amtgenoffen kaum die Muße zur That finden konnten! Rabbi Schlomoh Wolf Klein kannte keine Ruhe, wenn es galt zu wirken für rinn, für ioo oid'05, für jn« *pi — es war ihm nicht zu gering, die Groschen und Centimes dafür zusammen zu betteln, und mit seinem Herzblut hat er jenes Institut geschaffen, wofür er später die Fußtritte des Hohnes von seinen und aller am wahren Judenthum Festhaltenden Gegnern empfing. — Doch das beirrte ihn nicht. — denn er, welcher so milde war, daß ihn ein Kind besiegen konnte, der sich nie verzeihen konnte, Jemandem wehe gethan zu haben, zeigte, wo es der.1110 galt, unbiegsame Festigkeit und eiserne Consequenz, 'n mpm, er übte Milde des Herrn, und seine Gerechtigkeit in Israel. Darum trat er kühn dem Leichtsinn entgegen und ihn rührte kerne Macht, keine Einschüchterung. Anknüpfend an oben erwähnten Brno fuhr der geehrte Redner fort: 'd D’jno □ p ’b Dip’ >o. Und nun, wer ist im großen Frankenreiche, der ihn ersetzt, und der den Kampf für das Gute in seinem Geiste fortführt?! Der Mund ist geschloffen, die Feder ruht, die Feinde triumphiren, sie haben nichts mehr zu fürchten. Wer ersetzt ihn mit seinem Mnth, mit seiner Gelehrsamkeit, wenn auch im Gebiete der jüdischen Wahrheit dem Leichtsinn und der Beschränktheit gegenüber man den Ruf vernimmt: D1V0 Dibt7! um jeden Preis?! Gegen die Lüge sprach Klein; gegen den Leichtsinn sprach Klein; für die Thora sprach Klein und keiner seiner Gegner, war ihm gewachsen, denn galt's der Philosophie, Philosoph war Klein, galt's der Gottesgelehrtheit — Talmudift war Klein, galt's der Wissenschaft — klassischer Gelehrter war Klein, und wie gern hätten darum die Gegner ihn gewonnen! Und wäre ihm die Sache Gottes nur ein wenig minder am Herzen gelegen gewesen, und nur ein wenig mehr sein eigner Vortheil, wie hoch würden sie ihn dann getragen haben; wie wäre er da der Mann der Zeit gewesen! Aber Klein (100 yiv) wollte nicht die .iiin mit der Anschauung der Zeit ausgleichen, sondern umgekehrt, die Anschauungen der Zeit mit der .1110! An dem Mangel solcher Männer kranken wir; wer bringt uns annähernden Ersatz für den Mann, der so den Ausgleich verstanden? Es ist ein ',1 iDy dahin gegangen; (nach der Deutung des;oru 31) — denn was ihm Gott an Kraft gegeben, legte er nieder auf den Altar seines Volkes, und wenn seine Gestnnungsgen'offen in Frankreich um seinen frühen Hintritt klagen, so muß sie der Selbstvorwurf beunruhigen, daß sie ihn allein haben gehen lasten; sie haben nur seufzen können mit ihm, sie haben ihn aber nicht gehörig unterstützt! O, daß hundert Männer an seinem Grabe sich geloben möchten, die Lücke dieses einen Mannes auszufüllen — und die jüdische Jugend sich an seinem Beispiele begeistere, und ihm nachzuahmen strebe, daß o'^iy 'so 'i3i D'p:i'i eine Wahrheit werde, und daß ein Geschlecht daraus erstehe, das seine Kämpfer stellt, die ihm gleichen, daß wir nicht klagen müssen '135.1 ibp5 ys, sondern uns sagen können 57057.1 0111 0057,1 «31! Möge Gott die Alten erhalten, bis die neuen onoj erwachsen sein werden. Dann — so schloß Herr Rabb. Hirsch seine Rede — mit Bezug auf das sich anschließende 3'iyo-Gebet — dann 0101 «im wird der Allbarmherzige jene Verirrungen sühnen, — Er möge das Beispiel Klein's nicht verloren gehen lasten, und wenn die Erde sich verdunkelt, und uns der lichte Sonnenplatz entzogen wird, wenn wir uns fragen? \pmb ’o bp möge uns die Antwort werden: nymi '.1, „der Ewige hilft, unser König wird uns erhören am Tage, da wir ihn anrufen!" — Oösterreichischer Kaiserstaat. Wien. Die Deputation der Wiener Studenten mosaischer Konfession hat, nachdem sie Herrn Koloman Tis za, der gegenwärtig im Biharer Komitat verweilt, in P e st h nicht erwarten konnte, ihre Adresse