Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 48 (27.11.1867)
- Date
- 1867-11-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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8SS «»Mittelbar darauf, aus den Räumen des Schulhaufe» hiuauskommend, der grelle Mitzton eines alles höhere Streben und aller ideale Leben verachtenden, nur die Materie verehrenden und anbeienden Menfchenverkehres an sein Ohr dringt! Städte, in denen da» kommerzielle Treiben prävalirend ist und alle andern Strebungen verdunkelt, deren Bedeutung und Lebensschwerpunkt im merkantilen Verkehre beruht, find nicht dazu angethan, höhere ernste Studien zu begünstigen. In dem durch und durch praktisch-materialistischen Brünn eine öffentliche Talmudschule zu gründen, erscheint in meinem Auge ebenso ungereimt — wie an der West-Mitister-Brücke in London eine Eremitage zu errichten. — Ich bin nun mit meinen Auseinandersetzungen zu Ende, und indem ich Sie, meine hochgeehrten Herren, um Vergebung bitte, wenn ich über die Gebühr Ihre Geduld auf die Probe gestellt, verstchere ich Sie, daß mir nicht der matteste Hoffnungsschimmer leuchtet, mit meinen Ansichten durchzudringen. Ich weiß, daß sie den landläufigen Anschauungen widerstreben, und entweder ganz isolirt oder in der verschwindensten Minorität bleiben werden. Und dennoch freut es mich recht herzlich, sie zum Ausdruck gebracht zu haben. Ich habe die heiligste aller Pflichten erfüllt, — ich habe der Wahrheit die Ehre gegeben! — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Deutschland. Mirnchen, im November. Seit einigen Wochen haben stch hier dreizehn junge Leute zu einem zweistündigen -\\y<v-öw vereinigt. In diesem Kreise werden allabendlich von 8 —10 Uhr regelmäßig nidj D'poiö ny gelernt. Die Theilnehmer sind theils Universitätsstudenten, theils Geschäftsleute. Die Herren Joseph Stern und Elias Landauer haben bereitwilligst entsprechende Locale zu diesem schönen Zwscke zur Verfügung gestellt. Möge dieses Beispiel eifrige Nachahmung finden. Aus dem Großh. bad.RabbinatSbezirke Gattingen. (Fortsetzung.) Die Stiftungen in den einzelnen Gemeinden sind folgende: Wir laffen hier wieder nur einen kurzen Auszug au» dem Berichte folgen. L In der iSr. Gemeinde Gailingen. 4) Stiftung des Landrabbiners Salomon Levi Spiro im Betrage von fl. 100 nebst einer Zustiftung von deffen Sohne Elias Levinger mit fl. 60; 2) Stiftung der Mirjam Levinger, Ehefrau de» Landrabbiners Spiro im Betrage von fl. 50; 3) Stiftung des Josef Kuß im Betrage von fl. 100; 4) des Abraham Gut im Betrage von fl. 200; 5) des Simon ftetelbad) im Betrags von fl. 100; 6) des Elias Biedermann im Betrage von fl. 300; 7) des Elias Rothschild im Betrage von fl. 500; 8) der Fanny, Ehefrau des Sal. M. Weil im Betrage von fl. 20; 9) des Jacob Moos im Betrage von fl. 100; 10) der Klara, Ehefrau des Samuel Erlanger, im Betrage von fl. 600; 44) des Daniel Rothschild im Betrage von fl. 200; 12) der Fanny, Ehefrau des Leopold Rosenthal im Betrage von fl. 495; Die genannten Stiftungen haben Armenunterstützung und Verrichtung von Seelengebeten an der Jahrzeit zum Zwecke. 13) die Holzstiftung der isr. Gemeinde Gailinge» im Betrage von fl. 4500. Dieselbe wurde am 8. April 1841 von hiesigen Gemeindemitgliedern gegründet, welche zur Lieferung von Holz an isr. Ortsarme fl. 4434 zusammenlegten. Im Jahre 1852 betrug das Stiftungsvermögen fl. 2200, am 1. Januar d. I. fl, 4500. Im Jahre 4866 betrugen die freiwilligen Gaben fl. 162. 38 kr., die Jahreseinnahme fl. 388, .die Ausgabe fl. 286, die Vermögenszunahme fl. 40F. 44) die BrautauSstattungsstiftung des Salomon Oettinger im Betrags von fl. 14,038. Vermögensstand am 1. Jan. d. I. fl. 17,421. Bis jetzt wurden 15 Legate im Betrage von je fl. 550 verabfolgt und 6 Legate sind zugesichsrt. Es werden aber, bis die rückständigen ausbezahlt sind, mit Genehmigung Großh. VerwaltungShofS vorerst keine weitern Legatszusicherungen ertheilt. II. In der isr. Gemeinde Randegg. 1) die Stiftung des Michael Levi Neumann im Betrage von fl. 3000. Die Zinsen von fl. 1000 fließen dem Ortsrabbiner in Randegg, von fl. 2000 den isr. Ortsarmen zu 2) die Zizis - Stiftung der Malke. Ehefrau des Provinzrabbiners Weil von Sulzburg, im Betrage von fl. 20; 3) die Stiftung des Bezirksältesten Wolf Levi Neumann im Betrag von fl. 500; 4) des Leopold Weil im Betrage von fl. 500; 5) des Moses Rothschild im Betrage von fl. 200; 6) des Nathan und der Blum Galizier im Betrage von fl. 100; 7) der Helene Moos von Buchau im Betrag«. von fl. 25;