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Der Israelit · 1867-11-13 · Heft 46 (13.11.1867) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 46 (13.11.1867)
Date
1867-11-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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787 dem Jubilar die Anerkennung seiner Glaubensgenossen, die er auch im reichlichsten Maße verdient. Herr Cantor Deutsch wirkt bereits seit 1844 in der hiesigen Gemeinde in gedeihlichster Weise, und hatte «ährend dieser Zeit vielfach Gelegenheit, seinen frommen Sinn und seine treue Anhänglichkeit an das Judenthum auf das Glänzendste zu manifestiren. Ich schließe diesen Bericht mit dem Wunsche, in den gewiß Alle einstimmen die Herrn Cantor Deutsch kennen, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, zur Ehre Israels und der hiesigen Gemeinde insbesondere gedeihlich zu wirken; möge ihm aber auch Gott der Herr, zu deffen Ruhm und Preis er gesungen, zu Theil werden lassen den Lohn, den die Schrift all'Denen in Aussicht stellt, die zum Wohle der Gesammtheit wirken: lyi otnytJ o»33D3 crmn »pnsrot jrpnn tnd n»np. Theodor Braun. BreSlau, den t. November. Kürzlich machte in den hiesig-m Zeitungen eine Notiz die Runde, welche die jedenfalls erfreuliche Mittheilung erachte, daß sich auch hierorts ein Com itt zur Bildung eines Zweig - Vereins für die „Alliance Jsraslite Universelle" gebildet hat. Wir werden nicht r.mangeln, sobald etwas Näheres darüber verlautet, cs in diesen geschätzten Blättern mirzutheilen. Am Hoschana Raba beging Herr I. S. Bernhard, einer der würdigsten Vertreter der hiesigen Stadt, und Vorsteher der orthodoxen Gemeinde, im Kreise der Seinen sein 70jähriges Geburtsfest. Möge es dem rüstigen Greife noch recht lange vergönnt sein, rum Wohle seiner Mitbrüder zu wirken. Am jüd.-theol Seminare haben Dienstag den 29. Oct. die Vorlesungen für das Wintersemester begonnen. Wie alljährlich treten auch Heuer mehrere neue Schüler, meistens Oesterreicher, ein. Die mit dem Rabb.-Seminar zusammen bestehende Lehrerabtheilung hat sich aus Mangel an Schülern schon Ostern v. I. aufgelöst. — Das in diesen Blättern bereits angezeigte Merkchen des Herrn Choizners, „die hebräische Uebersetzung der Lieder des Mirza Schaffy," ist nun dieser Tage im Verlage der Schletter'schen Buchhandlung erschienen. Druck und Ausstattung des Merkchens sind vorzüglich, auch die Uebersetzung ist eine vorzügliche, die nichts zu wünschen übrig läßt; ob auch dw Wahl des Stoffes? -nun darüber haben Sie, Herr Redacteur, bereits das richtige und endgiltige Urtheil gefällt. Karpelk s. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien. Der österreichische Schriftsteller und Dramatiker Eduard Mauthner hat von Sr. Majestät dem Kaiser die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft erhalten. (Abdl.) Wien. Die Vorsteher der jüd. Gemeinde haben ihre Bilanz für das Jahr 1866 veröffentlicht. Die gewöhnlichen Einkünfte für daS ganze Jahr betragen 115,228 ff., die außergewöhnlichen 36,855 ff., die gewöhnlichen Ausgaben erreichen die Summe von 105,863 fl. und die außergewöhnlichen 35,833 fl. Die Geistlichkeit besteht aus einem Rabbiner und seinen zwei Assessoren, und einem Vorsänger. Dieser (Herr Sulzer) hat das größte Salair, nämlich 3150 fl. jährlich. Das jährliche Salair des Predigers ist 2100 fl. und das des Rabbiners und seiner zwei Assessoren 3783 fl. Eisenstadt, den 8. Marcheschw. Im Begriffe, eine Reise nach Surang anzutreten, um dort an einer Conferenz hervorragender Rabbiner Ungarn's Theil zu nehmen, beeile ich mich zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß auf der Tagesordnung dieser Konferenz ausschließlich stehen und auch ausschließlich verhandelt werden. Ich ersuche Sie, gegenwärtige Notiz so früh als möglich in Ihr geschätztes Blatt aufzunehmen, weil dadurch sofort der sicherlich nicht ausbleibenden tendenziösen Böswilligkeit über Intention und Absicht dieser Versammlung die Spitze abgebrochen wird. vr. Israel Hildesheimer. Prag. Der selige Oberrabbiner Rappoport hat seine reichhaltige orientalische Bibliothek, eine der größten Privatbibliotheken der Welt, der hiesigen Gemeinde zur Benützung für Studirende der jüd. Theologie vermacht. (Abdl.) Prag. Der Jahresbericht des^ Vereins zur Unterstützung mittelloser israelitischer ötuMwiiDer in Wien für das Jahr 1866—67 ist erschienen. Nach demselben wurden im vergangenen Jahr 12Rabbinatskandidaten, 118 Studirende der Medicin, 10 Studirende der Rechte und 4 Techniker mit einem Gesamtbeträge von 2103 fl. 61 kr. unterstützt. Der größte Theil dieser Summen wurde für Schulgelder, Rigrosen und Promotionen verausgabt. Dem Vaterlande nach waren die Unterstützten: 82 aus Ungarn, 24 aus Mähren, 23 aus Galizien, 12 aus Böhmen, 1 aus Siebenbürgen und 1 aus Rußland. (Abdl.) Donaufürst ent hü m e r. Jaffy. Die „Arch. Jsr." schreiben: Wir haben vor uns eine Broschüre, betitelt: „Die isr. Frage in Rumänien, behandelt von der rumänischen Presse: vier Artikel aus der Zeitung von Jassy, übersetzt von Hrn. I. Byk aus Jassy." Diese Vertheidigungörede der Israeliten durch einen Nichtisraeliten ist sehr interessant zu lesen wegen der Stellen, die sie anfnhrt. Als Beweis hierfür wollen wir nur folgenden Auszug wiedergeben: „Mehrere vornehme Israeliten aus Jassy wendeten sich, in Folge des Versprechens, das ihnen von Seiten des rumänischen Ministers des Innern gemacht wurde, an den Bürgermeister dieser Stadt, daß er zwei Juden bestimme, die an den Verhandlungen der

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