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Der Israelit · 1867-09-25 · Heft 39 (25.9.1867) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 39 (25.9.1867)
Date
1867-09-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Ö73 fiel, dann entfloh er. Ich fühlte, daß meine Stunden gezählt sind, raffte meine Kräfte Noch einmal auf und schrieb mit vieler Anstrengung Vas ganze Ereigniß nieder, damit die Welt rauch erfahre, was mit mir geschehen ist." (Jbri Änochi.) Donaufürstenthümer. Bukarest. Dem „Moniteur" wird von hier geschrieben, daß der Philanthrop Sir Moses Montefivre von dem Fürsten Karl und den Großen des Lanr des mit großer Ehre ausgezeichnet wurde und das feste Versprechen erhalten habe, daß sie Alles aufbieten werden, daß die Verfolgungen gegen die Juden aushören. Bukarest. Der schmachvolle Vorgang in Galacz hat der türkischen Negierung Veranlassung geboten, in einem Rundschreiben an ihre diplomatiichen Vertreter einen nochmaligen Bericht über den Hergang der Unthat niederzulegen. Aus demselben ist zu entnehmen, daß die Psorte in einer o'ficiellen, an die rumänische Agentur in Konstantinopel gerichtete Note vorgeschlagen habe, an Ort und Stelle durch eine gemischte, aus Autoritäten der beiden Uferstaaten zusammengesetzte Commission erne Untersuchung zur Erbebung des Tbalbtstandes ansteüen zu lasten, daß aber der rumänische Minister Golesco diesen Vorschlag entschieden obgelehnt hat. Die Pforte glaubt unter diesen Umständen nickt, auf ihrem Vorschlag beharren zu mästen: „nicht allein, daß die über die Details des bedauerlichen Ereignisses hinlänglich unterrichtete öffentliche Meinung bereits geurthei/t habe, so beweise die Ablebnug des von der hohen Psorte gemachten Vorschlags durch das rumänische Gouvernement, auf wen die Verantwortlichkeit der an den rumänischen Israeliten begangenen Grausamkeit fallen muffe." Asien. Derbend. (Daghestan.) Herr Joseph Tscharni, von dem wrr erst jüngst berichtet habe«, daß er die Länder im Kaukasus und am kaspischen Meere bereise, um Ausführliches über unsere Glaubensgenossen in diesen Ländern zu erfahren, zeigt im „Hamagrd" an, daß er vor zwei Monatm von Derbend abgereist ist, um in das Innere dieser Landschaften zu dringen. Die Regierung leistet ihm jeden möglichen Vorschub und gibt ihm sogar eine Geldunterstützung. Der Oberrabbiner von Derbend gab ihm ein SrNdschreiben an iämmtliche Juden mit, um chm Eingang bei denselben zu verschaffen. Schließlich wendet sich Herr Joseph TschaM in feinem Schreiben an dre „Alliance Jsr.," daß dieselbe ihn ebenfalls mit einer entsprechenden Summe Geldes unterstützen möge, was chm gewiß nicht versagt werden wird. Türkei. □ Konstantkropel, 8. Sept. Vice-Admiral Bessin Pascha ist mit dem Linienschiff „Coffooo" und 440 flüchtigen Israeliten von Kreta hier angekommen. — Amerika. Baltimore. Die Gesinnungen der amerikanischen Israeliten hinsichtlich der Ausübung wvhlthätiger und philanthropischer Werke ist allgemein bekannt. Fast täglich lasten sich neue Beweise hierfür aufzählen. Mehrmals war es in Baltimore vorgekommen, daß israelische Kranken, die im bürgerlichen Hospitale Aufnabme gefunden hatten, zum Uebertritt in daS Christenthum überredet wurden, und der letzte Versuch, der im Jahre 1865 gemacht wurde, hatte daselbst eine allgemeine Bewegung hervorgerusen. Bald darauf bildete sich ein Eomitö, das sich zur Aufgabe g stellt, die nöthigen Mittel zur Erbauung eines is-. Hospitals für Kranke und Greise herbeizuschaffen. Bier Mitglieder der Gemeinde naben hierzu den größten Theil der Bausumme. Dank dieser Initiative und unter der Mitwirkung der Frauen war der erforderliche Fond bald beisammen und man zögerte alsdann auch nicht mit dem Bau. Das Gebäude war bald errichtet und am 25. Juni d. I. fand die Emwerhung tiefes Etabliffements, der eine große Menschenmenge beiwohnte, statt. (Arch. Jsr.) $ e u 11! e t o it. Des Königs Kidarrr. (Fortsetzung.) XIII Maria und Esther schwelgten in der Freude des Wiedersehens, in der Erinnerung an die vergangenen Tage. Esther erzählte, was sie zur Flucht bewogen, wie sie im Traume die Mutter um Rettung angeflcht und dann plötzlich, wahrend des Feuerlärms, ihr der Gedanke gekommen, zu entfliehen, wre sie von Räubern gelangen, ausgelöst Und nunmehr glücklich verheiräthet und Mutter von zwei Kindern sei. — Auch die Königstochter hatte vrel zu erzählen; als sie der Freundin die hohen Eigenschaften ihres Gemahls pries, da seufzte diese tief auf. „„Ich verstehe Dein Seufzen,"" sagte Maria „„doch härme Dich nicht, der Gemahl meiner Esther muß von der Corttribution verschont bleiben."" Esther schüttelte traurig Vas Haupt. „Und könnten wir allem froh und zufrieden sein," sagte sie, „wenn die Freunde und Genoffen Alle m’a Elend geriethen?"

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