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Der Israelit · 1867-08-28 · Heft 35 (28.8.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 35 (28.8.1867)
Date
1867-08-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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613 Salomo Molcho sich au^ d-r Hand Derer, die ihm nach dem Leben getrachtet, durch ferne Weisheit gerettet, daß das Feuer keine Gewalt über ihn gehabt habe, und sie setzten ihre Hoffnung auf ihn noch lange, lange nachher. Ja, es bezeugte und beschwor jemand öffentlich vor Versammlung und Gemeinde, daß derselbe nach dem Brande acht Tage in seinem Hause verweilet und sich dann weiter begeben habe; er habe ihn indessen später nicht mehr gesehen. — „Gott weiß es!" — also schließt R. Joseph Hakkohen, dem wir hauptsächlich hierbei folgten, seine Erzählung — „Gott weiß es! und wollte Gott, daß ich redlich berichten könnte, ob die Worte dieses Mannes wahrhaft und getreu sind, od?r nicht." — Nach einem andern Berichte soll Salomo sogar seinen Tod im Voraus verkündet haben, indem er das Wort der Schrift61) auf sich anwandte: „Wahrlich, wir haben uns verschuldet an unserem Bruder, als wir die Angst seiner Seele sahen!" und zwar habe er eben aus diesem Verse dargethan, daß schon v-n Jahre 5290 (1530)62) sein Urtheil im Himmel gefällt worden sei, eines außerordentlichen Todes zu sterben. — 61) 1 B. M. 42, 21. — 62) Fünf Wörter im Verse beginnen nämlich mit einem Aleph — 5000 (fünfmal eleph,) und die Wörter anachnu al achinu haben in ihrem Zahlenwerth 290. — IKZEICEII. Schmiegel >Prov. Posen), Anfang August. Wenngleich ein jeder Humangesinnte, besonders der 13:6:} nxi’ new und das -py thn tv in wahrem Sinne auffaßt, wohl einsieht, welch' große Wohlthal es wäre, unseren Glaubensgenossen m D'Pitfn’ endlich dahin zu verhelfen, daß dieselben ferner nicht auf Almosen angewiesen sein möchten, sondern durch Ankauf von Grundstücken durch Feldarbeiten ic D?D y’j’O leben zrr fönne s, hat dennoch die zu diesem Zwecke existrrende ln»' p« aw rran bis jebt nicht dre erwartete Theilnahme gefunden, weil 1) im Allgemeinen bezweifelt wurde, ob im Orient die Feldarbeit eine Nahrung bieten wird, 2) weil oas Ankäufen von Grundstücken nach den dortigen Landesgesetzen den Nichtmuhamedanern nicht gestattet sei und endlich 3) weil behauptet wird, daß die dortigen jüdischen Insassen an Unthätigkeit und Trägheit gewöhnt, sich zur anstrengenden Arbeit nicht werden verstehen wollen. Alle diese Bedenklichkeiten sind jedoch jetzt evident beseitigt, da ad 1 sich das mir vorliegende Orrginal- Schreiben (welches in vielen Zeitschriften in extenso und im „Israelit" Nr. 24 vom 12. Juni c. im Auszuge mitgetheilt wurde) vom Präsidenten der amerikanischen Colonie in Jaffa, Herr G. I. Adams, klar ausspricht, wie glücklich diese Colorpe sich schätzt, indem das sehr fruchtbare Land denselben schon jetzt ihre Existenz vollkommen gewährt, und daß die Zukunft derselben die glänzendsten Aussichten bietet; ad 2 ist j durch viele Zeitungen und auch durch den „Israelit" Nr. 28 vom 10. Juli c. das kaiserl. Decret bekannt geworden, daß nunmehr auch den Nichtmuhamedanern gestattet ist, Grundeigenthum in der Türkei zu erwerben. Was endlich das ad 3. erwähnte Bedenken, daß die dortigen Juden sich zur Arbeit nicht werden verstehen wollen, betrifft, ist dasselbe wohl hinlänglich durch das gewiß glaubwürdige Zeugniß des ehrenwerthen LordS Sir Moses Montefiore (welches durch! viele Zeitschriften als: durch den „Israelit" -won und j besonders durch die Broschüre n»o von Gor- I don bekannt geworden) schon hinlänglich entkräftet; 1 noch klarer aber spricht sich hierüber aus ein an mich gedichtetes Schreiben aus Jaffet de dato 17. Juni c. vom Coinilä der Colonisten zu Zaphat, sowie auch vom dortigen Rabbiner Herrn Abr. Cohn und von der dortigen österr. Gemeinde, und zugleich vom kaiserl. Consular - Agenten für Zaphat und Liberias, Herrn I. Klasiewicz beglaubigt und bestätigt (welches Schreiben ich Ihnen, hochgeehrter Herr Redacteu', originaliter zum be iebigen Gebrauch ater beilege), worin dieselben im Namen von 116 unserer israel. Brüder inftändigst bitten, sie von der so sehr drückenden Lage, auf Unterstützung ihrer auswärtigen Brüder angewiesen zu sein, zu befreien, da sie sehr gern bereit sind, wenn auch durch die schwerste Arbeit im Schweiße ihres Angesichts, sich idre Existenz zu verschaffen. Ich ersuche daher meine stets als D'jDm ’ju bewährten Glaubensgenossen, ihre Wohlthätigkeitsgesinnungen für diesen so edlen als großartigen Zweck an den Tag zu legen. Die Realisirung dieses großen Unternehmens wird mit dem Beistände Gottes leicht von Statten gehen, wenn wir gemeinschaftlich Hand an's Werk legen werden, umsomehr, da jetzt die sür's Judenthum so sehr wohlthätrg wirkenden Vereine a'-on ln»' in Paris und London sich für dieses Unternehmen interessiren. Besonders erachte ich die gegenwärtigen Trauertage über die Zerstörung Jerusalems als geeignet, die Gemüther! zu diesem wohlthätigen humanen Werke anzuregen, dai mit wir sagen könnten: D^DKnon bi cwa nn« vtr>v i Pp die Trauernden wollen sich durch dieses wohlthäi lige Werk erfreuen, und wir dann hoffen können:! yoy un '3 ,nyio «3 '3 rujr6 ny '3 p’s arm 'i mp' i ujn' msy re« rpJ3N n«. j Der Caffirer für 3H£r rron.

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