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Der Israelit · 1867-08-28 · Heft 35 (28.8.1867) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 35 (28.8.1867)
Date
1867-08-28
Page
– (sequence 14)
Language
German
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614 Bitte an israel. Menschenfreunde. Gne arme israel. Wittwe im Kreise Dieburg, deren Mann nach längerem Leiden im April d. I. gestorben, hat einen 13jährigen talentvollen, braven Sohn, der sich weiter ausbilden und deßhalb die Lehranstalt zu Pfungstadt in diesem Herbste beziehen möchte. Dort würde er 1V2 bis 2 Jahre zu bleiben haben, was jährlich 150 fl. kosten würde. Doch fehlen ihm dazu die nöthigen Mittel. Seine und feiner Angehörigen heiße Sehnsucht wird daher nicht erfüllt werden und das schöne Ziel nicht erreicht, wenn nicht barmherzige Glaubensgenoffen sich seiner annehmen, sei es durch einmalige oder auf die ganze Lehrzeit vertheilte Unterstützungen. Schon mancher junge Israelit hat durch gute Menschen Hilfe und Rettung gefunden, darum wendet sich die arme Wittwe hiermit an ihre von Gott gesegneteren Glaubensgenoffen und bittet um freundliche Gaben für ihren hoffnungsvollen Sohn. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Der Herr rvird's lohnen. Zusendungen nehmen dankend entgegen die Herren Pr. Joel in Pfungstadt, Pfarrer Kroinin in Groß-Umstadt und die Akedaetion d. Vl. Anzeige. Dieser Tage erhielt ich von mir unbekannter Hand (Poststempel Frankfurt a. M.) eine Anzahl von Exemplaren der „Denkschrift über das Memorandum der Pcsther isr. Religionsgemeinde" mit der Ermächtigung, darüber nach Gutdünken zu verfügen. Dem Herrn Ueberfender auf diesem Wege bestens dankend, füge ich die Bemerkung hinzu, daß auch noch eine Partie von Exemplaren der im Jahre 1862 unter dem Titel: „die Pesther israel. Deputirtenversammlung rc.," erschienenen Schrift, auf welche die erwähnte Denkschrift S. 6 verweist, vorräthig ist. Da letztere höchst intereffante Schrift zur Beurtheilung der Parteikämpfe in Ungarn sehr nützlich, ja nothwendig ist, so empfehle ich dieselbe wiederholt dem lesenden Publikum (Preis 30 kr. ö. W., bestimmt für die orthodoxe Bibelanfialt). Auch der Erlös für die Denkschrift, die ich mit 10 kr. (bei Abnahme beider Schriften 25 kr.) berechnen werde, wird demselben heiligen Zwecke zugeführt werden; und dürfte umsomehr eine baldige Bestellung zu empfehlen sein, als der Vorrath von Beiden nicht gar groß ist. Eisenstadt. Dr. Israel Hildesheimer. rrns'iß? selbst fabricirt, sind stets vorräthig bei jEeiitarrt Mayer in Worms. ie israelittsche Religions-Lehrer,- Vorsänger- und Schächterstelle zu Bischofsheim bei Mainz ist erledigt. Jährlicher Gehalt 240 fl. Der Schächterdienst mit den Nebenverdiensten beläuft sich auf circa 140 fl.; auch erhält der Lehrer freies Logis. Bewerber ledigen Standes wollen sich unter Zusendung der Zeugnisse franco an den Unterzeichneten wenden. Bischofsheim, im August 1867. Der Vorstand ___ V a c a n z. Wegen Krankbeit ihres Vorsängers sucht die hochdeutsche Jsraelitengemeinde Hierselbst, gegen angemessene Vergütung, einen derartigen, verheiratheten Substituten, welcher in der großen Synagoge während der kommenden D'&nu nns* und niaiDn Jn die betreffenden Functionen zu übernehmen befähigt ist. Hieraus Reflectirende, welche im Besitze geeigneter Stimmmittel und einer würdigen Vortragsweise, sowohl darüber als über deren streng religiösen Lebenswandel glaubwürdige Zeugnisse aufweisen können, wollen sich, unter deren'Anschluß und dem Ausweise ihrer bisherigen Wirksamkeit, portofrei an das Unterzeichnete Collegium baldmöglichst wenden. Die fraglichen Vorträge würden eventuell die Probe bei einer desfallsigen Concnrrenz über die Definitiv-Anstellung vertreten. A l t o n a, im Synagogen-Collegio, Monat Aug. 1867. I. Philipp, __ _p. a. Vorsteher. Real - Schule der isr.^eligionsgescllschaft in Frankfurt a. M. urch königliches Ministerium zu Abgangszeugniffen für einjährigen freiwilligen Militärdienst berechtigt. Eltern, die ihre Kinder obiger Anstalt anvertrauen wollen, hält sich das Pensionat des Unterzeichneten bestens empfohlen. — Referenzen: die HH. Freiherr W. C. v. Rothschild in Frankfurt a. M., A. H. Hepmann in Berlin __Pr. M. Hirsch. ie Unterrichtsanft alt der isr. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. ist von König!. Regierung als Realschule H. anerkannt worden, und werden demzufolge junge Leute, die diese Schule besuchen, ohne Examen zum einjährigen Militairdienste zugelaffen. Knaben, welche diese Anstalt besuchen, erhalten eine strengreligiöse Erziehung, gewissenhafte Beaufsichtigung, bestmögliche körperliche und geistige Pflege in der Pensions-Anstalt von M. I. Löwenlhal, Maiustr. 4.

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