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Der Israelit · 1867-08-21 · Heft 34 (21.8.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 34 (21.8.1867)
Date
1867-08-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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593 Da aber Viele nichtige Worte sprechen, falsche Schreiben verfertigen und Dinge bekannt machen, welche ich nicht gesprochen und nicht befohlen und an welche mein Herz nicht gedacht, so warne ich Euch, nur die Schreiben zu beachten, die ich selbst geschrieben und die mit meinem Namen unterschrieben und mit meinem Siegel untersiegelt sind. So wendet Euch denn nicht zu falschen Worten, haltet Euch nur an die Worte der Wahrheit, die ich Euch vernehmen laste. Durch sie starke sich Euer Herz, die Ihr auf den Herrn harret. Gelobt sei der Herr in Ewigkeit, Amen und Amen! (Schluß folgt.) □^00*2 ijö rr$ Gallerte der Rabbiner. Erste Centurie. Von E. Carmoly. (Fortsetzung.) R. Jesaia war daher weder in Posen noch in Krakau Rabbiner, obgleich er von diesen beiden Orten, während seines Rabbiners in Prag, zum Seelsorger berufen wurde. In diesem Sinne müssen die Worte des R. Sabbathai Levy Hurwitz (Vorrede zum und nach ihm die des R. Abraham ben Jesaia Hurwitz (Vorrede zum a’cs? nys? -iitd) gedeutet werben, die Folgendes berichten: ruv.ip jonwa Papn: runni« tmspns p"p U”m ♦mPnpn Pa Psy jrpnnöp jnv nws’i 7ii in« nia ♦ Npfiop p"pi wtib p"pi xns p"pi D’Jiy nyatcr -fa« rpn uv *a *sma p"pd n»n pnsn a"ain n"y nsino man dtp, d. i. „Zuletzt wurde er (R. Jesaia) von vier Gemeinden, welche die Kronen aller Gemeinden sind, nämlich Frankfurt, Prag, Posen und Krakau, in einer nach der andern zum Rabbiner gewählt. Die Abreise des Frommen war von Prag aus, dort war er sieben Jahre Oberrabbiner, ehe er das Abendland verließ, um sich nach Jerusalem, der heiligen Stadt, zu begeben." Dr. Zunz, ohne Rücksicht auf den Bericht des Sohnes und Enkels deS R. Jesaia^s, die doch die Geschichte ihres Vaters und Großvaters bester wußten als er, schreibt in seinem neuen Werke, daß R. Jesaia in Posen, und zwar vor Frankfurt die Rabbinerstelle bekleidete, in Krakau aber weder Rabbiner war noch dahin berufen wurde. Herr Simon Hock hingegen läßt ihn (ij? b*f V. 31) nicht nur in Krakau, sondern auch in Wien Oberrabbiner sein, wahrscheinlich nach einer Stelle im in nos, die sich aber nicht auf R. Jesaia, sondern auf seinen Sohn R. Sabbathai Scheftel bezieht. Herr Landshut (miay niny, Abr. Jesaia) schreibt Hock nach, ohne seinen Jrrthum zu bemerken. Im Jahre 1621 begab fich R. Jesaia Levi Hurwitz über Frankfurt a. M. und Venedig nach Jerusalem. In Frankfurt, wo er im Neumond Sioan geweilt. ordnete er in Verbindung des dortigen Oberrabbiner's Samuel ben Joseph Joska verschiedene Institutionen, nupn, an und ertheilte die Rabbinerwürde an fünf gelehrte Talmudisten der Stadt (Gemeindebuch Anno 381). In Venedig weilte er drei Monate später, woselbst er den 28 Ab 981, d. i. den 15.'August 1621 eine Approbation zum Buche apy nPru schrieb. Endlich kam er, Freitag den 6. KiSlev 382, oder den 19. November 1621, nach Jerusalem (Vorrede zum D’dip ttd). Im Jahre 1625, während der Verfolgung der Juden durch den Paschah der heiligen Stadt, wurde er mit 15 andern Rabbinern in's Geiängniß geworfen, wo er, vom 11. Elul 325 bis zum Neujahr 326, 19 Tage lang im Kerker schmachtete. Im Januar 1626 entfloh er nach Safed mit den Vornehmsten der deutschen Gemeinde von Jerusalem (d'Ppv,' nmn, p. 18). Später begab er sich nach Jerusalem zurück, wo er ums Jahr 1628 starb. N. Jesaia Levi Hurwitz hinterließ mehrere Werke, die nach seinem Tode gedruckt wurden, als: mmp -»m, nnan, die zwei Bundestafeln, sein Hauptwerk, das in zwei Theile zerfällt. Der erste Theil handelt über das Dasein Gottes, über das Gesetz, die Vorzüge des Volkes Israel, die göttlichen Eigenschaften, das Etiftszelt und den Tempel, die letzte Belohnung, die Willensfreiheit des Menschen, den Messias, die Verehrung Gottes, die Glaubensartikel, die Tugenden, Gebräuche und Festtage u. s. w. Der zweite Theil enthält: Forschungen über die 613 Gebote Moses und das mündliche Gesetz, die verschiedenen Formen der Gebete und des Gottesdienstes. Dieses große Werk wurde vor des Verfasters Reise nach Palästina angefangen und in Jerusalem 1623 vollendet. Sein Sohn R. Sabbathai Scheftel Levi Hurwitz ließ es in Amsterdam 1649 in Folio drucken. E'&cy -)yw -irrD, Commentar zu den Gebeten des deutschen Ritus. In Jerusalem verfaßt, wurde diese Erklärung erst 1717 in Amsterdam in 4° von R. Abraham ben Jesaia Levi Hurwitz, Enkel des Verfassers, gedruckt. (Fortsetzung folgt.) 9? o t i j. Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen verdient, so ist es in der That die Bruch'albe des Hrn. Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell, Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen, — einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen möglich sind, ohne jede Entzündung u. dergl. vollkommen heilt; zweitens weil

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