Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 30 (24.7.1867)
- Date
- 1867-07-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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geschehen und das Fabricat vor Verwechslung, Täuschung und Nachahmung der Etikette geschützt werden. Letzteres geschieht durch Mhändigung der koscheren vnd österlichen Cichorie von einem zuverlässigen israelischen Geschäslsman, der die Waare ohne Zuschlag für die Kunden zu versenden, über seine Belohnung aber sich lediglich mit dem Fabrikanten zu verständigen hat, ohne das Publikum materiell zu belasten. Von diesen Grundsätzen geleitet, wird in der Cichorienfabrik von Emil Seelig in Heilbronn am Neckar eine Cichorie pan mow nnnyn 'bn bbv menai unter bewährt jüdischer Aufsicht fabricirt und dann die Waare an das Handlungshaus Jakob Strauß Sohn ebendaselbst vollständig zur Versendung an die Kunden des Orts und an die Besteller von der Ferne abgeliefert. Der Fabrikant selbst aber wird und kann keine koschere oder österliche Cichorie auf direkte Bestellung unmittelbar versenden, da genanntes jüdisches Handlungshaus die einzige Niederlage hievon erhalten hat. Wir glauben, es werden gewiß Viele erfreut sein, eine solche alle Sicherheit bietende Bezugsquelle dieser Waare erfahren zu haben und hoffen, daß anderwärts ebenso verfahren werden möge. — Ganz ähnlich handelt dieses jüdische Haus auch in Bezug auf die Chocolade und den Käse, nun sw rp «3. Stuttgart. „Der Beobachter" sagt in feinem Briefkasten an S. in H., — der sich mit vielen seiner älteren Collegen verwundert hat, daß die israel. Volksschulstelle in Buchau a. F. in aller Stille dem Lehrer und Vorsänger Rödelheimer. der doch kürzlich erst nach Pflaumloch ernannt worden war, übertragen wurde, — daß die Besetzung dieser Stelle ohne vorhergehenden Bewerberausruf nicht gegen ein Gesetz, sondern nur gegen Gebrauch und ministerielle Anordnung verstoße. Wie man höre, sei hiebei der Wunsch der Gemeinde respectirt worden, wogegen vom Standpunkte des Beobachters aus, eines demokratischen Blattes, nichts einruwenden wäre. Düsseldorf, den 5. Juli. Gestern feierte hier das Ehepaar Jacob und Henriette Rothschild, geborene Seligmann, den sechzigsten Jahrestag ihres Hochzeitfestes (diamantene Hochzeit). Das Jubelpaar erfreut sich noch vollkommener Gesundheit. Beide Eheleute sind im Besitze ihrer vollen Körper- und Geisteskräfte. Holland. Amsterdam. S. M. der König von Holland hat unfern GlaubenSgenoffen Herrn I. F. Wertheim zum Capitän bei der dienstthuenden Bürgergarde ernannt. Herr vr. S. I. Cohen aus Maastricht wurde als Lehrer an der königlichen höheren Bürgerschule zu Leuwarden und Herr Dr. M. van Lier aus Nimwegen als Lehrer an der königlichen höheren Bürgerschule > zu Groningen angestellt. (N. Jsr. Weekblad.) j Amsterdam. Dem „Leidsch Dagblad“ vom 29. Juni entnehmen wir folgende, gewiß nicht uninteressante Mtttheilung: „Von befreundeter Hand erfahren wir, daß der mexikanische General Marquez, welcher mit den kaiserlichen Truppen bei der jüngsten Katastrophe lange Zeit die Hauptstadt Mexiko gegen die Republikaner vertheitigt hat, aus Holland abstammt. Sein Vater und seine Brüder sind ehrsame Israeliten: sie heißen MarmS und wohnen in Kollum in Friesland; einer von ihnen ist Metzger. Der General Marquez, der schon in früher Jugend auf Abenteuer ausging, wandelte nach Amerika aus, trat später in mexikanische Dienste, wo er seinem Namen eine spanische Endung gab. Er hat in der letzten Zeit eine bedeutende Stellung eingenommen und war ein treuer Anhänger des Kaisers Maximilian." Frankreich. Patts. Einer unserer jungen Glaubensgenossen, Herr Emil Ullmann, hat den Preis „Aehille Ledere“ in der Architektur erhalten. (Arch. Jsr.) England. London. Aus der Liste der Namen der bei der Pariser Ausstellung mit Preisen ausgezeichneten englischen Industriellen ersehen wir folgende jüdische Firma's: Harry Emanuel: silberne Medaille für Gold- und Silberplatten; Emanuel: silberne Medaille für Juwelen und Ornamente; Solomon: silberne Medaille für photographische Gegenstände; Solomon, Defries: bronzene Medaillen für Apparate für Licht und Wärme; Vickermann: brorzene Medaille für Wollwaoren; N. Defries: bronzene Medaille für Maschinen. (Jew. Chron.) London, 12. Juli. Bei der am vergangenen Montag abgehaltenen Versammlung des „Board of Leputies“ wurden die Adressen, welche von demselben an den Sultan der Türkei und an den Vice-König von Egypten gerichtet werden, vorgelesen und wurde beschlossen, Sir Moses Montcfiore zu ersuchen, dieselben den beiden Fürsten im Namen des Board überreichen zu wollen. (Jew. Ehron.) London. Vor einigen Tagen wurde Sir Benjamin Phillips von seinen Glaubensgenossen dahier 2 silberne Leuchter im Werthe von 600 L. (7200 fl.) als Anerkennung für seine Verdienste während des verflossenen Jahres, in welchem er Lord-Mayor von London war, überreicht. Bei dieser Gelegenheit hielt Sir Moses Monte störe eine Ansprache an Sir Benjamin Phillips, in welcher er unter Anderm hervorhob, daß die Energie und Intelligenz, welche derselbe bei der Erfüllung seiner Pflichten als Lord-Mayor gezeigt, nicht blos ihm selbst zur großen Ehre gereichen, sondern auch, daß sich die ganze jüdische Gemeinde Londons durch ihn