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Der Israelit · 1867-07-17 · Heft 29 (17.7.1867) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 29 (17.7.1867)
Date
1867-07-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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496 übertragen wird, gibt er denselben 20 Fr. und bestreitet die Mahlzeit aus eigenen Mitteln und dies selbst, wenn man ihm an einem Tag tOO solcher Kinder zur Beschneidung bringen würde. Diese mso übernimmt derselbe auch bei unehelichen Kindern und gibt den Müttern derselben 10 Fr., und diese Art von Wohlthätigkeit ist für die hiesige Stadt von großer Wichtigkeil; denn würde sie nicht geübt werden, so würden viele uneheliche Kinder gar nicht beschnitten werden. Seitdem es bekannt ist, daß Herr Tedesko für eine Gevatterschaft 10 Fr. bezahlt, werden fast alle uneheliche Kinder in sein Haus gebracht und dort beschnitten. (Libanon.) Paris. So oft ich den jährlichen Bericht über die isr. Maler beginne, frage ich mich, ob es von besonderem Nutzen sei, die Werke unserer Glaubensgenoffen einer speciellen Betrachtung zu unterziehen. Ich bin jedoch überzeugt, daß selbst in einem Lande der Gleichheit, wie in Frankreich, es gut ist, den Rang und die Stufe kennen zu lernen, welchen die Israeliten in allen Sphären der nationalen Thätigkeit, deren Resultat für viele Zeitumfiände ein vorzügliches Argument bildet, einnehmen. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, können wir uns über die Fortschritte der Israeliten in der plastischen Kunst gratuliren. Dieses Jahr war den Israeliten besonders günstig. Von der 40 von der Jury zu vertheilenden Medaillen erhielten 3 unserer Glaubensgenoffen, die Herren Brandon, H. Levy und Worms, die erwähnte Auszeichnung. Diese Ziffer steht in keinem Verhältniffe mit der kleinen Anzahl von Israeliten, die Gemälde ausstellen. Herrn Brandon hat zu seinem Tableau einen israelitischen Gegenstand genommen: „Die Ansicht der neuen Synagoge in Amsterdam." Ein Rabbiner steht auf der Bim ah und predigt. Die Zusammenstellung der Gruppen ist vortrefflich. Ern zweites Gemälde des Herrn Brandon stellt „einen Abend" vor; es ist einfach, aber schön. Herr Heinrich Levy hat ein Gegenstand aus der biblischen Geschichte gezeichnet: „Die Rettung des Prinzen Joas, als die Königin Athalia ihre Enkel umbringen ließ." Herr Worms hat seine früher» Tableaux „die Typen Spaniens" fortgesetzt. Von den übrigen Malern zähle ich Ihnen auf: Herrn Axenfeld, ein Deutscher, die Herren Fichel, Alexander Lämlein, Emil Levy, Moses Eduard, Benjamin Ulmann, Wihl, Brion und Lievre. Besonders zu erwähnen find noch folgende Gemälde: „Eine isr. Schule in Tanger; Meyerbeer, umgeben von den Hauptpersonen seiner vorzüglichsten Werke." Frau Baronin Nathaniel v. Rothschild hat zwei Ansichten aus Italien ausgestellt. Aus der Kupferftecherkunst citire ich Ihnen zwei Künstler aus Paris, deren Arbeiten schon seit langer Zeit gekannt und sehr geachtet sind: Herrn Ballin, der ein Bild von „Marie Antoinette" und Herrn Gustav Levy, der ein solches von „Ventura von V6ga" geliefert hat; außerdem noch zwei Kupferstiche von Herrn Bida. DaS find die Namm unserer Glaubensgenoffen, die in diesem Jahre Kunstarbeiten geliefert haben; die Werke sind befriedigend. Es ist wahr, sie enthalten keine Hauptwerke; aber es find solche überhaupt keine ausgestellt; die Jury hat dieses Jahr die große Ehren-Medaille gar Niemanden zuerkannt. (Arch. Isr.) England.^ London. Vor Kurzem wurde dahier das 50 jährige Jubiläum der hiesigen iör. Freischule gefeiert. An dieser Festlichkeit betheiligten sich an 150 Personen. Aus der vom Präsidenten, Herrn Anton v. Rothschild, bei dieser Gelegenheit gehaltenen Ansprache an die Festtheilnehmer ersehen wir, daß diese Schule im Laufe der verfloffenen 50 Jahre außerordentliche Fortschritte gemacht hat. Während bei der Eröffnung dieselbe nur von 250 Knaben und 100 Mädchen besucht wurde, ist jetzt die Schülerzahl bis auf 2300 angewachsen. Seit der Eröffnung haben bis jetzt 17000 Kinder Unterricht in derselben erhalten. Anfänglich war nur ein (?) Schulzimmer vorhanden, jetzt sind es 15, wovon in einem 900 Knaben Platz finden können. Das Schulgebäude ist mit aller Bequemlichkeit für Lehrer und Kinder ausgestattet. Ein edler Freund dieser Schule hat auf eigene Kosten ein Gymnasium errichtet, welches in inniger Verbindung mit derselben steht. 40 Lehrer haben während dieser Zeit an derselben gewirkt. Leicht läßt es sich denken, daß die finanziellen Verhältniffe einer solchen Schule in einer Stadt wie London, auf's Beste bestellt sind. (Jew. Chron.) London. Es freut uns, mittheilen zu können, daß Herr Professor R. A. Hart zum Curator der Gemäldeausstellung in Greenwich ernannt worden ist. (Jew. Ehron.) Plymoulh. Der verstorbene Jacob Nathan aus Plymouth hat nachstehende Summen den Wohlthätigkeits- und Erziehungsanstalten folgender Städte vermacht: Plymouth 66,656 fl., London 66,640 fl., Norwood 2400 fl, Portsmouth 720 fl., Liverpool 600 fl., Soho 1800 fl., Bristol 600 fl., Stoke 1800 fl., Devonport 2400 fl., Clapham 720 fl., Exeter 600 fl., Nichmond 840 fl. und den Armen Palästina's 12000 fl., im Ganzen also 179,976 fl. Sein Bruder Nathaniel Nathan hat zum selbe» Zwecke den nachbezeichneten Städten folgende Summe» geschenkt: London 5856 fl., Plymouth 7020 fl., Ald-

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