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Der Israelit · 1867-07-17 · Heft 29 (17.7.1867) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 29 (17.7.1867)
Date
1867-07-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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494 zu Padua gründen und unterhielten sie aus eigenen Mitteln. Mögen die übrigen Gemeinden Italiens, die nunmehr frei von jeglicher Bedrückung sind, versuchen, denselben nachzuahmen, dann werden unsere Glaubensgenossen in Italien die Israeliten in den übrigen Ländern Europa'S bald um nichts mehr zu beneiden haben. ZeitungSnaehriehten und Correspondenzerr. Deutschland. Mainz, 12. Juli. Gestern starb dahier nach längerem Leiden ein angesehenes Mitglied der hiesigen Religionsgesellschaft, Herr Herrmann Moritz, in einem Alter von 54 Jahren. Derselbe war zu Kormk in der Provinz Posen geboren, woselbst er das Gymnasium absolvirte, widmete sich auf kurze Zeit dem Lehrerstande und ließ sich dann hier, wo ec ein Geschäft gründete, bleibend nieder. Der Verstorbene, der eine Wittwe und 8 zum Theil noch ganz kleine Waisen hinterläßt, hatte sich durch sein frommes, streng rechtliches Leben die vollste Achtung sämmtlicher Mitglieder der Religionsgeiellschaft, sowie auch einer großen Anzahl von Männern, die in religiöser Beziehung anderer Richtung waren, erworben, wovon die zahlreiche Betheiligung an seinem Leichenbegängnisse und die vielen Thronen, die während der von Herrn Rabb. Dr. Lehmann auf bem Begräbnißplatze gehaltenen Trauerrede geflossen sind, den besten Beweis liefern. Wollte ich alle gute Eigenschaften des Dahingeschiedenen aufzählen, so müßte ich den Raum dieser Blätter zu sehr in Anspruch nehmen. Das schon in früher Jugend begonnene Thorastudium setzte er bis an das Ende seiner Tage fort; so versäumte er am tobt nie den "np'w '-inj, oen mehrere hiesige aviob lernen. Besonders aber sind seine Verdienste als Schulrathsmitglied der hiesigen Unterrichtsanstatt der israel. Religionsgesellschaft hervorzulreben. Es verging kaum eine Woche, in der er nicht mehrmals die Anstalt besuchte, sich bei den Lehrern auf's Genaueste nach derr Schülern erkundigte und dieselben stets zum Fleiß anspornte. Als er vergangenen Winter nach längerem Unwohlsein wieder ausgehen konnte, kam er in die Anstalt und sagte zu den Lehrern: „Mein erster Besuch gilt Ihnen, um Näheres über die Fortschritte der lieben Kinder, die ich so lange tücht sehen konnte, zu erfahren". Leicht läßt es sich dahcr denken, daß er bei den Lehrern und Schülern der Anstalt in ewigem Andenken bleiben wird. Der Verblichene erzog seine Kinder in Frömmigkeit und ging denselben stets als gutes Vorbild mit der That voran. Für die Ausbildung seiner Kinder bot er alles Mögliche auf und ist er in dieser Beziehung als mustergiltiges Beispiel hinzustellen. Mögen seine Hinterbliebenen in unserer heil. Religion, von der der Verstorbene ein treuer Anhänger war, Trost finden, und festvertrauend auf Gott, dem Vater der Wittwen und Waisen, das Andenken des theuern Gatten und Vaters dadurch ehren, daß sie nach seinem Sinne, treu dem Glauben der Väter, leben. Mögen auch die Herren Schulräthe den durch den Tod des Herrn Moritz für dieUnterrichtsanstalt entstandenen Verlust durch häufige Besuche derselben, die stets ermunternd für die Lehrer und aneifernd für die Schüler sind, zu ersetzen suchen. Joseph Kahn. Mainz. Unter den bei der „Pariser Ausstellung" mit Medaillen ausgezeichneten Industriellen finden sich nach dem „N. Jsr. Weekblad" folgende niederländische Israeliten: M. E. Coster aus Amsterdam: goldene und silberne Medaille; L. I. Enthoven: silberne Medaille; M. Berveer aus Haag, S. I. Spanjaard aus Borneo (eine der großen Sunda-Jnseln in Asien), P. van der Arend aus Rotterdam, Hartog und Hirschel und E. L. Biffer aus Amersfoort: bronzene Medaille; Salomonson und Comp, aus Rotterdam, Jacobs u. Söhne aus Zwell, E. E. Visier aus Amersfoort u. L. I. Spanzard aus Borneo: ehrenvolle Erwähnung. In der Abtheilung, „bildende Künste," ist Herrn I. Israels ein dritter Preis zugedacht. Nach der „ Marsch, jüd. Zeitung " sind folgende Glaubensgenossen aus Warschau ausgezeichnet worden: Herr Epstein: goldene Medaille für Zucker; Herr I. Nathansohn: Werne Medaille für Zucker; Herr Sch. Argelbrand für Druckgegenstände, Herr M. Pains für Lithographiegegenstände, Herr S. Jawitz u. Comp, für Tabak, Herr Janasch für Zucker, Herren Epstein und Levi für Stearinlichter: die bronzene Medaille. Ehrenhafte Erwähnung erhielt: Herr Pik für verschiedene Instrumente. Wir werden nicht verfehlen, unfern geehrten Lesern von den Auszeichnungen, die unsere Glaubensgenossen aus den andern Ländern Europa's und den übrigen Erdtheilen bei der Ausstellung erhalten haben, Mittheilung zu machen, sobald wir sie in Erfahrung gebracht haben werden. Hannover, 9. Juli. In Bezug auf die in Nr. 27 Ihres geschätzten Blattes aus Gudensberg mitgetheilten Correspondenz erlaube ich mir, folgenden Artikel in Nr. 182 der hier erscheinenden „Hannoverschen Anzeigen" einzufenden, mit der Bitte, denselben gütigft in den „ Israelit" aufnehmen zu wollen. Derselbe lautet: „Wenn es kürzlich in öffentlichen Blättern als neu hervorgehoben ist, daß den Zöglingen des jüd.

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