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Der Israelit · 1867-07-10 · Heft 28 (10.7.1867) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 28 (10.7.1867)
Date
1867-07-10
Page
– (sequence 14)
Language
German
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488 not den Blitzen ergriffen, sie sollen Dir verkünden, ( daß in der Zeit, wo die beiden Sterne den Augen I des Volkes erscheinen werden', über Dich eine große I Angst kommen wird, weil Frevler aus Deinem Volke! Dir nach dem Leben trachten werden. — Sei indessen ohne Angst, sie werden Dir nichts anhaben können. — Von dieser Zeit an und noch sieben Monate, wenn Dir dreißig Jahre voll geworden, so daß Du würoig! bist, die höheren Stufen zu empfangen, Dich in seine; Sinnen zu kleiden, weil Du Dein Leben dem Tode! preisgegeben, dann wird es Dir gestattet sein, nach i dem Orte zu gehen, den Tu kennst; denn deßhalb j habe ich Dich aus dem Lande der Türkei geführt. — i Auch wirst Du dann wissen, weshalb das Erdbeben! im Reiche Portugal und die Ueberschwemmung im Norden gekommen. — Ich gehe nun, um das Hinschwinden „Ephrons" und seiner Freuden zu sehen; denn während der Vogel über Ephron richtet, wird ein Geschenk denen gegeben werden, die im Staube ruhen, auf daß sie jubeln auf dem Baume des Lebens. — Da werden die Seelen der Körper schwinden und kein Frevler mehr da sein, der spotte über Dinge, die auf der Höhe der Welt stehen. —26) An diesem Tage 26) Wir konnten und mochten hier eine Stelle ihrer mystischen Form und ihres tief kabbalistischen Inhaltes wegen nicht voll wiedergeben. — wird man sprechen: „Gelobt sei Gott, der David einen weisen Sohn gegeben 1" An eben diesem Tage, der Gott nur bekannt ist, da wird ruhen auf dem König Messias der Geist der Heiligkeit, der Geist der Weisheit und der Vernunft, daß er regiere über ein großes Volk und ein Licht sei zur Abendzeit, die dunkele Nacht zu erhellen, wenn aus dem Staube die Tobten erwacht sind und die Welt sich zum vollkommenen Dasein erneut hat, kein Gegner und kein widriges Begegniß mehr, und Gott seinem Volke Ruhe gegeben " — Als der Greis diese Worte vollendet, erwachte Salomo. — Er breitete seine Hände aus zum Himmel und sprach: „ Ewiger, Gott Israels! Dankend bekenne ich vor Dir, daß Du Dick heute gnädig gegen mich erwiesen hast, um Deiner großen Barmherzigkeit und nicht um meiner Gerechtigkeit willen, um Deiner Gnade und nicht um meines Verdienstes willen! Denn was bin ich, daß Du mir so Hohes, wohl Vewahrtes kund gibst! Ja, Alles geschieht durck Deine große Güte, daß Du selbst dem Schuldigen Gutes erweisest, io wie Du mir heute erwiesen hast, nicht nach den Werken meiner Hand, sondern nach Deiner Gerechtigkeit!, lebendiger Gott! Ja, ich habe geschaut, was ich geschaut, und meine Seele blieb erhallen! Gelobt feiest Du, Gott, der selbst den Schuldigen Gutes erweist!" — (Fortsetzung folgt.) i « Z E CXn den beiden Orten Kleinerdlingen und Eder heim, verbunden mit Nördlmgen, Rabbinats Wallerstein, ist die Stelle eines Schächters provisorisch zu besetzen. Die Erträgnisse belaufen sich auf 350 fl. und zwar 80 ft. fixe Besoldung, das Uebriae in Erträgnissen der Schechitah. Bewerber streng religiöser Richtung wollen ihre Anmeldung unter Vorlage ihrer Zeugnisse binnen 14 Tagen an den Cultusvorstand dahier einsendeu. Kleinerdlingen b. Nördlmgen, den 24. Juni 1867. DerCultusvorstand _ L. B. Kohn. *) *) In der vorigen Nummer stand rrrthümlich „hohler". ConcurreiiMöffiimig ~ Die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters der israel. Religionsgemeinde Bens- Heim, womit ein Gehalt von 350 bis 400 fl. fix und ein accidentelles Diensteinkommen von etwa 150 fl. verbunden, ist erledigt. Concurrenzfähige Bewerber, um diese Stelle wollen sich binnen 3 Wochen, unter Vorlegung ihrer Legitimations-Papiere und Zeugnisse, beim Vorstand bezeichneter Gemeinde anmelden. Bensheim. am 2. Juli 1867. Kreisamt BenSHeim. v. Rüdirrg. i e &, re hiesige isr. Gemeinde wünscht einen Religions¬ und Elementarlehrer, welcher gleichzeitig die Cantorstelle versehen muß, zu engagiren. Salair 130 Thlr. nebst freier Station. Hierauf Reflectirende wollen sich direct an den Unterzeichneten wenden. Issum, Regierungsbezirk Düsseldorf, im Juni t 867. Coßmann Leb enstein, Vorstand. Hauslehrer gesucht! Es wird ein jüdi'ch gebildeter Hauslehrer gesucht, der auch in andern Wissenschaften zu unterrichten befähigt ist. Am Besten würde die Stelle für einen Kandidaten sich eignen, der seine Universitätslludien vollendet hat und sich im Talmudischen noch ausbilden will, wozu reichlich Gelegenheit gegeben ist. — Der Unterricht ist für's Erste an zwei Knaben von 10 und 9 Jahren zu ertheilen. — Haupt beding ringen sind: echte Religiösität, gründliche, jüdische und profane Bildung. Gehalt nebst völlig freier Station 200 Thlr. pr. C. — Franco-Osserten sub Nr. 391 wird die Redaction des Israelit übermittel«.

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