Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 28 (10.7.1867)
- Date
- 1867-07-10
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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489 Offene Stellen. Die hiesige israelitische Kultusgemeinde beabsichtigt mit dem nächsten Schuljahre (Oktober l. I.) eine Gemeindeschule zu errichten, worin der Jugend beiderlei Geschlechts vom sechsten bis zum vierzehnten Lebensjahr sowohl der Religions-, als auch der bürgerliche Unterricht ertheilt werden soll. Zu diesem Zwecke sollen (vorerst provisorisch) angestellt werden: a) ein Lehrer mit ausreichender akademischer Bildung, dem zugleich die Leitung der ganzen Anstalt übertragen werden kann, mit einem jährlichen Gehalte von 1200 fl.; b) drei Lehrer für den Unterricht der höheren Klassen mit einem jährlichen Gehalte von je 1000 fl.; e) drei Lehrer für die übrigen Klaffen mit einem Jahrksgehalte von je 800 fl. Bewerber um diese Stellen wollen ihre Zeugnisse über Befähigung, religiösen nnd sittlichen Lebenswandel, nebst einem Berichte über ihre Lebensgeschichte und ihre bisherige Lehrthätigkeit bis längstens 1. September dieses Jahres an die unterfertigte Administration gelangen laffen. Es wäre erwünscht daß einer oder der andere der Kandidaten aus den letzten beiden Kategorien außerdem im Stande wäre, einen Synagogenchor zu leiten und nöthigenfalls eine Kantorstelle zu versehen, und würde ein solcher in besondere Berücksichtigung genommen werden. München, den 11. Juni i867. Die Administration der israelitischen Kultus - Gemeinde. Dr. Müller, pract. Arzt von Coburg, consultirt vom 5. Juli an Gicht- und Hämorrhoidalkranke im Hotel Köhler in Darmstadt. 8eebad Ostende. Hötel Frank. Ich mache hiermit dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß mein Hotel und Restaurant wie gewöhnlich vom 1. Juli an geöffnet ist. Cli. Frank. Eine eingerichtete Synagoge befindet sich in meiner Behausung. -Restauration zu jeder Tageszeit vei S. Friedheim, Adolphsplatz 4, vis-L-vis der Börse Hamburg. Cfcn Folge der treulichen Veröffentlichung und Wmcuuug des Herrn Rabbinen Or. Engelbert, daß er in mehreren hiesigen Cichorien-Fabriken die Wahrnehmung gemacht habe, daß die Cichorienschni^e bei dem Rösten mit Schweineschmalz begossen werden, wird von jetzt an in der Cichorien - Fabrik des Herrn August Fr. Cloß dahier unter gewissenhafter Beaufsichtigung des vom K. Rabbinat hiezu autorisirten Unterzeichneten ntto Cichorien ~iid\x -im ranyn Hz bereitet, und kann nunmehr dieser Artikel in beliebigem Quantum aus vorbenannter Fabrik bezogen werden. Vorsänger Stern. Herr Vorsänger Stern aus Sontheim ist mir als pio irorr bekannt; man kann sich daher auf dessen Beaufsichtigung bei der Fabrikation der Cichorien verlassen. Dr. M. Engelbert, Bezirksrabb. in Heilbronn. Empfehlung. Die Cichorien-Fabrik von Julius Cohn in Fürth (Bayern) fabricirt die meisten der gewöhnlich im Handel vorkommenden Sorten Cichorien in bester reinschmeckender Qualität und schöner eleganter Verpackung Preise billigst und mit der Concurrenz gleichen Schritt haltend. Die Fabrik wird im Hause und unter persönlicher Aufsicht des jüdischen Besitzers geleitet; es kamen und kommen niemals .i>Ziu-Subftanzen zur Verarbeitung. — Alle mit meiner Fabrik-Firma bezeichneten Packete können daher unbedenklich als v o l lkommen nttfD ruhig verbraucht werden. Fürth in Bayern, am 25. Juni 1867. _ Julius Cohn. in junger Kaufmann. Israelit, gänzlich militärfrei, in sämmkltchen Comptoirarbeiten. Buchführung, Correspondenz, auch englisch und französisch, bewandert, der auch bereits im Manufacturwaaren - Geschäft on gro8 am Lager gearbeitet, sucht Stelle in einem religiösen Hause, gleichviel welcher Branche. Die besten Referenzen und Zeugnisse können aufgewiesen werden. Franco-Offerten sub A. R. 502 an die Exped. d. Bl. ine gebildete junge Dame mosaischen Glaubens sucht sofort bei einer israelitischen Familie ein Placement, um entweder der Dame des Hauses in den Obliegenheiten der Wirchschast beiznstehen, oder auch die Beaufsichtigung und den Unterricht jüngerer Kinder zu übernehmen. Auf hohen Gehalt wird nicht reflectirt, jedoch auf freundliche Behandlung hauptjächlich gesehen. Gefällige Offerten erbittet G. Seelig, Schwerin, Münzstraße Nr. 3.