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Der Israelit · 1867-07-10 · Heft 28 (10.7.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 28 (10.7.1867)
Date
1867-07-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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487 Amerika. Philadelphia Die jährliche Generalversammlung des „Board,, wurde diesesmal dahier abgehalten. &ie fand in der letzten Woche des Monats Mai statt. 5i Gemeinden sind nunmehr diesem Verein beigetreten. Das Resultat der Versammlung, insofern es Jntereffantes für das Judenthum im Allgemeinen enthält, läßt sich in Folgendem zusammenfasten: Das Comile wurde ermächtigt zur Unterstützung einer Mi sion zu den Juden in China und Abestynien je 100 Dollar auszuzahlen, sobald der „Kourä ot Deputies“ und die „Alliance Israelite“ in dieser Beziehung die nöthigen Schritte gethan haben werden. * Es wurde beschlossen, einen Aufruf ergehen zu lasten, in welchem zu größerer Betheiligung an dem „Unterstützungs-Verein für Palästina" ausgefordert wird; die Zinsen aus dem Fond sollen zur Hebung des Ackerbaus und der Industrie in Palästina verwendet werden. Ein sich bildender Literatur-Verein wird mit Geld unterstützt; baldmöglichst soll eine jüdische Universität gegründet werden. Sir Goldschmidt wurde von der Versammlung für seine Vertheldigung der Juden in Serbien Dank ausgesprochen. Feuilleton. David Auöerri und Hl. Salomo HKolcho. Von Abraham Tendlau. (Fortsetzung.) Als so der Greis mit mir sprach , da entfielen dem großen Thiere einige Schwungfedern, ein Sturmwind ergriff sie und zerstreute sie; doch blieben unter diesen ersten Federn, die verschiedenfarbig waren, noch andere rabengleiche Federn. Der Donner rollte, und der Blitz fuhr daher, wie an einem Wettertage; der kleine Vogel indeß zeigte keine Wandelung, kein Weichen. — Die Blitze, die vom Himmel herabfuhren, schieden zwischen uns und den Threren, und eine mächtige Angst und ein heftiges Beben überfiel mich. — Ich nahete mich dem Greise, der bei mir war und sprach: „Siehe, selbst die Himmel sind nicht rein gmug, den Willen ihres Schöpfers zu kennen, wie soll es ein Mann sein, verderbt und befleckt mit allen Arten der Unwürdigkeit und der Unvollkommheit, wie ich! *4) Und dochl Sein Erbarmen ist groß über alle seine Geschöpfe? Er vergilt ihnen nicht nach dem Werke ihrer Hand, denn Er ist langmüthig und nennt sich der Allbarmherzige. O, mein Herr! sage doch Deinem Knechte, was sollen alle diese großen und wunderbaren Erscheinungen? Ich weiß ja, daß vor den Augen meines Herrn nichts verborgen ist. Er hat ja Alles gelesen, was in dem Buche geschrieben steht, welches der Mann, der zu uns auf den heiligen Bergen gesprochen, in den Händen hatte. Möge die Gnade meines Herrn groß mit mir sein, so wie er gethan seit dem Tage des Bundes bis jetzt." — Da antwortete er mir und sprach-. „Wiste, mein Sohn, der große Vogel, den Du gesehen, er zeigt auf Sturm und Fluth. — Eine Wasterfluth wird dieses Land überschwemmen und noch ein andres nördlich gelegenes Land; ein Erdbeben aber wird Dein Geburtsland in Schrecken setzen. — So wie das Thier über der Erde schwebt, so werden die Gewäster HauS und Hof überfluthen; die Federn aber, die dem Thiere entfallen und zerstreut worden sind, sie deuten auf dir P-.rwirrung der Welt 'ewohner, auf die Verwirrung Derer, die vor dem Erdbeben und vor der Fluth fliehen. Der kleinere Vogel jedoch, der oberhalb feines Kameraden ruht, er ist gekommen, um für die Bewohner der ganzen Erde um Erbarmung zu flehen, daß der Bund erhalten bleibe, den Gott geschworen, daß die Fluthen Noa's nicht mehr über die Erde kommen sollen. — Diese Zeichen mögen Dir zur Warnung sein. — Bleibe nicht an diesem Orte; erst wenn die Fluth vorüber ist, magst Du hierher zurückkehren.25) — In jenen Tagen wird das Erdbeben im Königreich Portugal stattfinden, und so wie die Fluth in Nom sein wird, wird sie auch im Norden sein. Die Blitze aber, die vom Himmel fuhren und zwischen Dir und den Vögeln schieden, sie sollen andeuteu, daß nach der Fluth sich zwei große Sterne zeigen werden, einer über der Feste, woselbst die Vögel sich befanden, und einer über dem großen Orte, der hoch auf der Spitze des Felsens seinen Sitz hat; jeder Stern ist mit einem langen Schweife von Purpurfarbe versehen und wird den Bewohnern Rom's lange Zeit sichtbar sein, so daß alle darüber deuten und verkünden werden. — Der Stern aber, der über dem Orte erscheinen wird, er soll lehren, daß über diesem Orte ein großes Weinen nachten wird, so wie über allen Städten desselben, die sich im Westen der Türkei befinden; denn sie werden in den Besitz ihrer Feinde kommen. — Der zweite Stern zeigt an, daß dieses nicht für immer so sein wird, sondern daß Israel einst als Held sich zeigen und am Morgen Jubel herrschen wird. — Die Angst aber, welche Dich 25) Anfangs Oktober 1530 traf in der That die von Sa« .lomo Molcho im Voraus verkündete Ueberschwemmung Aom's 'ein, ebenso später in Flandern, so wie das Erdbeben m Portugal und die Erscheinung des Kometen. — 24) Berg!. Hiob 15, 15. 16. —

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