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Der Israelit · 1867-07-10 · Heft 28 (10.7.1867) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 28 (10.7.1867)
Date
1867-07-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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480 Türkei. Konstantinopel. Durch kaiserliches Decret ist nunmehr Fremden erlaubt, Grundeigenlhum in der Türkei zu erwerben. Eines der größten Hindernisse zur Bildung von Colonien im heiligen Lande ist jetzt beseitigt. (Jew. Chron.) P a l ä st i n a. jetzt nicht möglich, die Kosten für diese Einrichtungen zu bestreiten, man würde aber nicht anstehen, dieselben als ein Geschenk anzunehmen. Einige Tage nachher schickte Herr Lowenbein dem Hospitale 58 kleine Tische, 58 Armsessel, 58 Büchergestelle und außerdem noch 58 leichte bequeme Stühle. Hoffen will ich, daß wohlthätige Glaubensgenossen Veranlassung nehmen werden, die Büchergestelle mit religiösen Büchern zu füllen. (Jew. Messenger.) □ Jerusalem. Der neue Gouverneur der HI. Stadt, Nazis Pascha, geht strenge aus Förderung der Reinlichkeit aus. Auch hat er bereits für eine bessere Beleuchtung Sorge getragen. Ueberall, wo ein Bogen die Gasse überspannt, muß der betreffende Hausbesitzer eine Laterne aufhängen. Der englische Genie-Dfficier Warren hat in den letzten Wochen auch in Nablus (Dntr) und im Jordanthale Untersuchungen angestellt. Er erzählt, daß er in diesem Thale nur wenig Ruinen gefunden habe. Auch die Hügel bei Jericho (inn») hat er durchgraben lassen. Ueberall im Lands sind dieses Jahr die schönen Saaten gnädig bewahrt geblieben. In Folge der reichlichen, fast überall bereits beendigten Ernte, sieht man nun .->"2 billigeren Fruchtpressen entgegen. — Die Bauten auf Zion machen riesige Fortschritte und nimmt besonders der k. k. österreichische Consul lebhaftes Interesse an denselben. — Kleinasien. Smyrna. Das „Journal des Debatö" schreibt: Sechs Glocken, welche bei der Plünderung der kretischen Burgflecken weggenommen waren, wurden in Smyrna zum Verkauf gebracht; die israelitische Gemeinde dieser Stadt erstand die Glocken und machte sie dem orthodoxen Erzbischof von Smyrna zum Geschenk. Amerika. New-Nork. So oft ich von einer guten That höre, macht es mir ein großes Vergnügen, dieselbe zu veröffentlichen, damit Andere durch das gute Beispiel angespornt werden. Dieses Gefühl veranlaßt mich, Ihnen Folgendes mitzutheilen: Herr Abraham Lowenbein besuchte jüngst unser Höspital. Bei dieser Gelegenheit fragte er den unermüdlichen Superintendenten desselben, Herrn S. Schwartzdaum, was dem Hospitale zur Bequemlichkeit der Kranken noch fehle. Dieser erwiederte: „Ein bequemer Armsessel, ein kleiner Tisch und ein Büchergestell an der Seite eines jeden Bettes wäre sehe nöthig, dann tAn für den Körper und Geist der Reconvaiescenten in jeder Bziehung gesorgt; doch sei es der Direktion Algerien. Tleueem. Die Franz. Wählerliste von hier enthielt ungefähr 500 franz. Wähler, unter denen 4 isr. Wähler. Unser Glaubensgenosse, Herr Schweizer, der sich erst Gor einigen Jahren dahier etablirt hat und schon Vice - Präsident der Unterflützungs - Gesellschaft ist, wurde zum Stahtrath erwählt. Zu bemerken ist, daß hier die Israeliten in einem verschwindend kleinen Verhältnis zu ihren christlichen Mitbürgern stehen. Glauben Sie nicht, daß die franz. Israeliten, wenn sie nach Algerien kommen, ihre Religion vergessen oder in dieser Beziehung indifferent werden; sie kalten im Gegentheil die ^ahne des Judenthums sehr hoch und vertheidigen es da, wo es die Nothwendigkeit erheischt. Unsere Mitbürger der andern Confeffionen kennen das Verdienst eines jeden Mannes an und fragen nicht lange, von welchem Volke er abstammt und welcher Religion er angehört und nehmen zu ihren Repräsentanten solche Männer, welche sie für würdig dazu halten. (Arch. Isr.) Australien. Dem „ Ballarat Star" von 16. April entnehmen wir, daß daselbst einige Tage vorher eine Synagoge im Beisem einer großen Versammlung, darunter auch viele Christen, eingeweiht wurde. Die Festrede wurde von Hrn. Ornstein aus Melbourne gehalten, welche auf vielfache Bitten der Gemeinde gedruckt werden wird. Die Cermonie der Einweihung fand in derselben Weise, wie sie bei uns zu sein pflegt, statt. Feuilleton. Ke Mute von Amsterdam. (Schluß.) xm. Am andern Tage trat der Kerkermeister hohnlachend « die Zelle Dv» JsakS.

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