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Der Israelit · 1867-07-03 · Heft 27 (3.7.1867) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 27 (3.7.1867)
Date
1867-07-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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461 Meuschengeiste aus himmlischer Huld gereicht ward, hat sie die Ansprüche der nachbetenden Phrasenhelden, oder den kühnen Flug der himmklstürmendev Geister zu fürchten? D, der Ausbau des babylonische» ThmmeS, der den Ansichten Gottes zuwidertief, ist an dem Sprachgewirrs einst gescheitert und das pej p ist zum p's>j p geworden; das Dtp 1?? hat nur dazu gedient, darzuthun, daß es für den menschlichen Unternehmungsgeist Grenzen gibt, die er — sofern sie der ewigen Wahrheit entgegentreten — nicht zu überschreiten vermag und daß, an dieser Grenze angelangt, die Unklarheit der Sache Gedanke und Ausdruck verwirre. D5pn 'n nsyi ww a^a matpno man. Kann die Alles erleuchtende Sonne, die seit Jahrtausenden mit uvgeschwächtem Lichte in ununterbrochenem Laufe das Weltall erleuchtet, erwärmt und belebt, kann ihr Glanz durch andere Lichtquellen verringert oder geschwächt werden? Der Mensch kann abirren von der Wahrheit; er kann ihr längere Zeit ferne stehen; aber das Menschengeschlecht muß früher oder später zu derselben zurückkehren. Die erste Glaubenewahrheit, die uns in der heiligen Schrift gelehrt wird »jb by nemo O'pvdr mi) v'0.1, daß der Gottesgeist unabhängig von der Materie ist, die freie Forschung muß zu dieser erste» und höchsten Erkenntniß zurückführen; sie muß in der Betrachtung des Einzelnen, wie des ganzen Universums, den außerhalb der Materie waltenden Geist Gottes wieder finden; denn das Weltall in seinen kleinsten Einzelheiten, wie in seinem Ganzen, ist die verkörperte Wahrheit, ist die verkörperte Bestätigung dessen, was das Schriftwort sagt: vry o^a mu. Und wie die historische Forschung, die Betrachtung der Vorgefundenen Denkmäler einer längst abgestorbenen Zeit die Uebereinstimmung mit dem Gottesworte schon bewiesen und täglich mehr beweiset, so wird und muß auch durch die Betrachtung der Natur allmählich dasselbe Ergebniß erzielt werden. Sprechen nicht die angestellten Nachforschungen in den verschiedenen Schichten unseres Erdkörpers, daß die Erdoberfläche wie es die heilige Schrift berichtet — mit Wasser bedeckt gewesen? Sagt es nicht des heilige Schrift, daß die bei der Formation der Dinge stets wirkenden Bildungskräfte von Anbeginn in dieselben gelegt wurden? nwjp optw «na im. Ja, dieses ewige Schaffen Und Wirken in der großen Werkstätte der Natur, in dem großen Laboratorium der Erde, es erregt unser Staunen, unsere Bewunderung; es hat den Menschen zum Rachforschen über die Ursachen dieser stets erneuten Schöpfungen geführt; n*twna n»j/o Ton du ^>aa tf-jno mpai, er hat viele dieser im Verborgenen wirkenden Schöpsungßkrüfte gefunden; er hat dem innersten Wesen der körperlichen Dinge nachgespürt, dieselben durch mechanische, wie durch chemische Mittel, in ihre einfa^ sten Bestandtheile zerlegt, den BilbungSprozeß bevbachtet, der sich in dielen einfachsten Theilm zwischen den verwandten und nicht verwandten entspann; er hat die Zeit zu berechnen versucht, die diese neuen Bilduwgen in Anspruch nehmen und gelangte so zur Kenntniß der Gesetze, nach welchen der Bildungsgang in der großen Werkstätte der Natur vor sich gcht. Das, was er der Natur allmählich durch Beobachten und Forschen abgelauscht, das hat er nun auf seine eigenen Verhältnisse angewandt; er läßt sie wirken diese Kräfte der Bewegung für seine eigene« Schöpfungen, bewirkt durch Combinirm und Permutiren, Formationen nach demselben Bildungsgänge, wie sie in dem großen Reiche der Natur vor sich gehen und das Drv’m ist nach Raschis Erklärung nio^ij/ nsr zur Wahrheit geworden; aber dieser Höhepunkt der Erkenntniß, den er erstiegen und der zum eigentlichen Herrn der Schöpfung macht, er bildet nicht selten den Punkt des Strauchelns für den so weit Vorangeschriltenen, und statt in demuthsvollem Sinne in allen Gebilden der Natur den deutende» Geist der göttlichen Weisheit, den wo i^>j/eo Dip zu erkennen, überhebt sich des Menschen Herz und spricht nrn ^nn rw nvy vn?a:n ’na. Er will die Schöpfungstage in Schöpsungsperioden verlängern, weil nach seinen Erfahrungen derartige Gebilde einen längeren Zeitraum erforden. O, Mensch, wenn auch jetzt die Schöpfungsgebilde diesen natürlichen Entwicklungsgang nehmen, einst hat das allmächtige „Werde!" diese Welt in's Dasein gerufen, und erst nachdem die Schöpfung vollendet mtyb Dptw «*□ istw, traten die in die Natur gelegten schöpferischen Kräfte ihre Wirksamkeit an.. Ja, den 'n nmn, die Bibel ist das Buch der Wahrheit; darum müssen, wie die Resultate der historischen, so auch die der naturwissenschaftliche«, ihre ausgesprochenen Wahrheiten bestätigen. Dir bidtischen Verheißungen in ÄeMg uns die letzten Ziele des menschlichen Strebens. Von Julius Haas. (Fortsetzung.) IV. Der Sterbende. Hingeworfen auf das Siechbett ohne Hoffnung auf Genesung, bereitet der Kranke sich zum Sterben vor. Welche Gedanken beschäftigen nun diesen vom

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