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Der Israelit · 1867-06-26 · Heft 26 (26.6.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 26 (26.6.1867)
Date
1867-06-26
Page
– (sequence 13)
Language
German
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447 Nachdem ich mein Gebet vollendet, betrat ich die Stadt und ging in eine Herberge. Ich übergab dem Wirth mein Roß und die kostbaren Kleider, die ich hatte, indem ich zu ihm sagte: „Ich habe in diesem Lande eine Geliebte, mit welcher ich seit Jahren schon in inniger Liebe verbunden bin. — Ihr Vater aber und ihre Mutter halten sie vor mir verborgen, so daß ich mit ihr nur als Fremder sprechen kann, in der Kleidung der Armen, die von Thüre zu Thüre betteln gehen. Verschaffe mir eine solche Kleidung, daß ich hingehen kann." — Der Mann that so. — Ich zog die Kleider an, verwandelte die Helle meines Angesichtes in Schwärze, umwand meine Füße mit schmutzigen, ftttbefleckten linnenen Lumpen, ging betrübt einher gleich einem Verachteten und von Menschen Verlassenen, ein Mann der Schmerzen, gezeichnet durch Krankheit, an dem kein gesunder Fleck. —21) So wanderte ich durch die Straßen der Stadt bis zur Tiberbrücke, nahe bei dem Palaste des Pabstes, woselbst die Armen und Kranken sich aufhalten. Ich saß unter ihnen als ein Geplagter, von Gott Geschlagener, dreißig Tage lang, aß kein feines Brod und mein Mnnd kostete kein Fleisch und keinen Wein. Am Ende der dreißig Tage, im zwölften Monat, im Monat Adar, im Jahr „eile (s"nf 290, also: 1530), sage dem Knaben" in der Mitte der Nacht, als ich im tiefen Schlafe lag, da erschien mir der Greis wieder. den ich im Anfänge gesehen, und sprach: „Mein Sohn! Komme jetzt mit mir, daß ich Dich schauen laffe, was den Völkern, in deren Mitte Du weilest, begegnen wird. Komme mit mir nach den Ruinen Jerusalems, woselbst Du vordem gewesen." — (Fortsetzung folgt.) „Mein Kerz soll «immer sich verffeigen?'') Von Abraham Tendlau. Es wandelte einmal der König David Am Ufer eines Fluffes. Voll des Liedes, 21) Vergl. Jes. 53, 3. — 1) Ps. 131, 1. — NachZSohar par. Pmchas f. 94 a. Mit welchem er erst heute Gott besungen, Und das, wie keines noch, gelungen war, Rief freudig er und selbstzufrieden aus: „O Herr der Welt! Gibt's einen Menschen wohl Auf Erden, welcher Deine Macht wie ich Gepriesen? Deine Herrlichkeit gleich mir Besungen und der Welt verkündet hat?" — Augenblicklich hob ein Frosch den Kopf Empor und sprach: „Wie möchtest Du, o David! So eitel thun und so Dich überheben! — Du dünkst Dich mehr als jeder andre Mensch Zu sein, weil Du so herrlich schön besungen Den Herrn der Welt, — und doch darf selbst der Frosch Sich rühmen, mehr als Du gethan zu haben! — Als in Aegypten einst der Herr gesprochen:*) „„Es soll Aegyptens Strom von Fröschen wimmeln, Und ganz Aegypten sollen sie bedecken,"" Gehorchten diese unverweilt dem Wort Des Herrn, obgleich sie auf dem trocknen Land Den sichern Tod vorausgesehen! — Die That, Die unverzagt dem Herrn gehorcht, sie preist Ihn mehr als jedes Wort, das noch so herrlich; — Das Herz, das demuthsvoll sich hingibt, singt Ihn mehr als jedes Lied, das noch so schön; — Und also preisen wir den Herrn der Schöpfung, Indem wir sein Geheiß getreu vollbringen. Die wir nur stumme Thiere sind, alltäglich, Allstündlich, Tag und Rocht, ohn' Unterlaß." — Und damals war's, daß David auch gesprochen: „Mein Herz, o Herr! soll nimmer sich versteigen; Meine Auge, Gott! sich nimmer überheben!" —; 2) 2. B. M. 7, 28. — ANZEIGEN. <S)idjl-«. X'äu! orr|}(>i tiaf&MnlW, welche sich um des Dr. Müller'sche Heilverfahren interessiren, können dessen Schriften über Gicht- und Haemorrhoiden durch die Exp. d. Bl. gratis erhalten. (V'tt meinem en gros und ästall - Geschäfte ist eine Lehrlingsftelle offen. Auf Vorkenntniffe und gute Familie wird hauptsächlich reflectirt dv»3 nJM 'p'3w.->. Jchenhausen, Bayern. Heinr. Wimpfheimer.

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