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Der Israelit · 1867-06-12 · Heft 24 (12.6.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 24 (12.6.1867)
Date
1867-06-12
Page
– (sequence 13)
Language
German
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413 Noch darf ich ihren Namen nicht nennen. 9) — Und die Frau betete vor dem Mächtigen, gelobt sei Er! innig und inbrünstig, daß Er mich wieder genesen lasse, und die Männer waren in tiefer Trauer um mich, und die Tauben wurden immer weniger und viele veränderten ihre Farbe. Mitten im Gebete jener Frau aber sah ich die Gestalt eines Mannes, deffen Kleider weiß wie Schnee waren und deffen Ansehen dem Ansehen einer göttlichen Erscheinung glich. Dann sah ich einen Mann ihm gegenüber, deffen Ansehen noch weit erhabener war als das des ersten und deffen Kleidung noch weißer, glänzender und herrlicher war. Er hatte eine große Wage in der Hand und war be-! strebt, die Wage in's volle Gleichgewicht zu bringen, ohne die mindeste Neigung nach rechts oder links. Da begann der Mann, den ich zuerst gesehen, vorwärts zu gehen; der zweite, größere, schritt in den Lüften ebenfalls voran, bis sie beide mir nahe waren. Nun frug der erste Mann die Männer, die bei mir standen: „Ist irgend ein Vogel auf diesen da herabgekommen?" — „Wir ließen es nicht zu," antworteten sie. — Er schickte sogleich die Leute weit weg svon uns, so daß keiner von ihnen mehr auf dem Felde zu sehen war; wir blieben allein, ich und der erste Mann. Der zweite, größere aber stand über uns in den Lüften. Jetzt warf der erste sich auf mich, that seinen Mund auf meinen Mund, seine Augen auf meine Augen und seine Hände auf meine Hände und flüsterte mir Worte zu im Namen unseres Gottes, einigemal nur leise, und stellte mich aufrecht und sprach zu mir: „Hast Du das Ereigniß dieser Tauben begriffen und den Wechsel ihrer Farben, was er bedeute und worauf er zeige, und die L-chaaren, welche sie getroffen und getödtet, was das alles sei?" — „Nein, Herr!" antwortete ich, „dein Knecht versteht von allem dem nichts bis jetzt; aber es thut mir herzlich leid um die Tauben und um meine Kameraden, und ich fühle tiefes Erbarmen mit ihnen, doch weiß ich nicht, was es ist und was es bedeutet."— „Erhebe Deine Augen," sprach er, „und habe Acht auf alle diese Heere, und Du wirst ihr Ende erkennen und auch wiffen, was die Tauben bedeutn." _ (Forts, folgt.) cnpDq*? naa N'2 Gallerte der Rabbiner. Erste Centurie. Von E. Carmoly. (Fortsetzung.) Dieser Bote nahm seine Reise über Deutschland, wo er allenthalben Geld für die Druckkosten sammelte. 9) Wohl seine Braut, mit welcher er sich in Zephat während seines Aufenthaltes daselbst verlobt haben soll. — Die Hauptsumme dazu gab ohne Zweifel R. Samson Werthheimer in Wien, obgleich davon keine Erwähnung geschieht. Wahrscheinlich hat dieser edle Gönner R. Meir's ihm direct seine Gabe Übermacht, wovon der Bote nichts wußte und er nur diejenigen Geber mit Namen bekannt machte, die ihm ihre Gaben zustellten. Diese waren Wolf Oppenheim, Sohn des berühmten Samuel Oppenheim aus Wien, Mordechai Gumpel Cohen und sein Bruder Jsaac Cohen aus Hannover und Behrmann Lehmann aus Halberstadt, Schwiegervater des genannten Jsaac Cohen. Durch ihre reiche Spenden war ihm vergönnt, in Amsterdam 1715 eine Prachtausgabe des ersten Werkes R. Meir's zu veranstalten. Wie es scheint, wußte der Bote nicht, daß der Verfaffer während seiner Reise im Jahre 1714 nach Eisenstadt berufen wurde, wenigstens steht noch auf dem Titelblatt: Rabbiner zu Schidlowzi statt zu Eisenstadt. In dieser letzten Stadt wirkte er segensreich über dreißig Jahre lang. Umringt von zahlreichen Schülern, die seinen Ruhm allenthalben verbreiteten, wurde er bald als eine große Autorität betrachtet und von allen Seiten ergingen Anfragen an ihn, die er alle mit Eifer beantwortete. Diese Berühmtheit erregte Eifersucht und im Jahre 1723 mußte er sich wegen Denunciationen nach Polen flüchten (wdp % -nx nura). Wie sehr ihm diese Denunciationen gleich am Anfänge zu Herzen gingen, ersieht man aus der Unterschrift eine- Gutachtens, das er den 5. August 1723 schrieb: nsvo -a-ipu jxn mui 3^3 'pbsnsn iBiro nyy uny v'pwrn rnpv rvsn ipw (II. Th. Nr. 29). Die Wahrheit jedoch kam an den Tag, und nach acht Monaten kehrte er nach Eilenstadt zurück. (Ibidem, Nr. 130). Im Jahre 1726 vollendete er in Eisenstadt seine m:>bn ’Etnn auf den Traktat xvp X33, den er durch den Druck zu veröffentlichen dachte. Zu diesem Ende reiste er das folgende Jahr nach seinem frühern Rabbinate Schidlowzi, wahrscheinlich, um dort einen Beitrag zu den Druckkosten zu sammeln (Rga. II Nr. 18). Unterstützt von dieser Gemeinde, schickte er sein Werk 1728 nach Deutschland, wo es in Sulzbach 1729 bei Salman ben Aaron in Folio erschien. In der Vorrede bemerkt der Verfaffer, daß er handschriftlich eine große Sammlung von Rechtsgutachten, ein großes Werk über den Pentatuch und viele Dwnn auf den njn mp fertig habe. Von den Rechtsgutachten ließ er 1733 in Sulzbach, mit no’t?n »temn auf den Traktat Gittin, drucken, und bereiste Polen und Schlesien (Rga. Th. 3, Nr. 22), wahrscheinlich im Interesse seiner Werke, die er zu drucken wünschte. Es gelang ihm 1738, einen dritten Theil feiner Gutachten, verbunden mit seinen nid'ph 'emn auf die Traktate pamp und nso, in Sulzbach herauszugeben. Nach diesem ordnete er einen vierten Theil sei»

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