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Der Israelit · 1867-05-08 · Heft 19 (8.5.1867) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 19 (8.5.1867)
Date
1867-05-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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312 meinden Italiens ein Einladungsschreiben zu einer am 30. April in Florenz abzuhaltenden Generalversammlung ergehen lassen. Die Gemeinden wurden ersucht, einen oder zwei Deputirte, die sie repräsentiren sollen, zu senden. Gegenstände von großer Wichtigkeit werden der Generalversammlung zur Verhandlung vorgelegt werden. (Jew. Chr.) Frankreich. Paris. Der Kaiser von Frankreich schenkte der Glasausstellung der Herren I. DesrieS und Söhne aus London und Paris bei seinem Besuche der Industrie-Ausstellung besondere Aufmerksamkeit und kaufte von denselben ein aus gravirtem Tafelglas verfertigtes Service. (Jew. Chr.) England. London. In den „Times" findet sich eine Erklärung der Judengemeinde in Korfu, welche der Behauptung Mr. Layard's, daß die Juden in Griechenland mißhandelt würden, mit Bestimmtheit entgegentritt. „Wir besitzen," sagt das Schreiben, „jetzt die volle Gleichberechtigung, die uns unter dem englischen Protektorate versagt war." Unterzeichnet sind als Vertreter der Gemeinde A. L. de Semos, M. Usilio, Raphael D. Jossua und Josef Kakamonli. DuMin. Die Lehrstühle der Anatomie, Chirurgie, Chemie und Botanik an der Universität zu Dublin sind den Gelehrten aller Nationen, ohne Unterschied der Religion, eröffnet worden. (Jew. Chr.) Schweden. Stockholm. Als Beweis, daß auch hier die Verträglichkeit unter den verschiedenen Glaubensbekennern Wurzel schlägt, können wir mittheilen, daß unser Glaubensgenosse, Herr Rubenson, zum Beamten bei der städtischen Obrigkeit ernannt wurde. (Weekblad.) P a l ä st i n a. Jerusalem, im m -nx. Seit 9 Jahren besteht dahier eine Suppenanstalt, aus der jeden mff verschämten Armen ein warmes Gericht verabreicht wird. Unser hochgeschätzter Chacham Baschi David Chaim Chasan, der für die Erhaltung dieser wohlthätigen Anstalt stets bemüht ist, hat uns die Verwaltung derselben übertragen. Bei der Vertheilung der Speisen haben wir Gelegenheit, zu beobachten, wie groß die Freude dieser Armen ist, welche die ganze Woche über blos trockenes Brod zur Stillung ihres Hungers haben, und mit welcher Sehnsucht sie dem naff entgegensetzen, an dem sie sich an einer warmen Speise laben können. Rührend ist es zu sehen, wie sie dankend ihre Hände zum Allgütigen erheben, um für das Wohl derjenigen zu beten, welche ihnen, von ihren edlen Herzen dazu angetrieben, diese großen Wohlthaten erzeigen. Die Cholera, die hier in schrecklicher Heftigkeit gewüthet, hat viele Opfer gefordert; eine beträchtliche Anzahl noch im kräftigen Mannesalter stehende Väter wurden von derselben hingerafft, und die Wittwen und Waisen stehen nun verlassen da. In Folge dieser traurigen Verhältnisse wurde unsere Suppenanstalt immer mehr in Anspruch genommen. Da wir nur über geringe Mittel verfügen können, waren wir für das Bestehen der Anstalt in nicht geringer Besorgniß und wir wendeten uns darum an den geehrten Redakteur des mit der Bitte, daß er die Herzen unserer barmherzigen Brüder für unsere Anstalt erwecke. Zu unserer Freude ist es ihm auch gelungen. Herr Joseph Blumenthal in Paris läßt uns durch Herrn Isaak Prag jeden Monat 60 Francs auszahlen. Diesen Monat erhielten wir von ihm 100 Francs. Groß ist der Dank, den die Armen diesem edlen Manne zollen. Doch können wir immer noch nicht den Anforderungen Genüge leisten und wir wagen es daher, unsere Glaubensgenossen dringend zu bitten, diese Anstalt unterstützen zu wollen, damit es uns ermöglicht werde, auch fernerhin den verschämten Armen, Wrttwen und Waisen einen vergnügten raff zu bereiten. Wohl wissen wir, daß von hier aus vielseitig an die Großherzigkeit unserer Brüder appellirt wird; doch □n D’jom biOttP -ra, wir bedürfen keiner großen Summe und werden wir den edlen Wohlthätern selbst für die kleinste Gabe stets Dank wissen. Das Comitä der Suppenanstalt in Jerusalem: Pirseidu Frank. Joseph Sason. Abraham Albarmiz. (Anmerk, der Redaktion: Der Aufruf ist zunächst an das Central-Comits in Paris und an dessen Präsidenten, Herrn Isidor, Oberrabbiner in Frankreich, gerichtet. Wir schließen uns dieser dringenden Bitte an und ersuchen unsere Brüder dieser Suppenanstalt eine entsprechende Unterstützung angedeihen zu laffen.) Aus Jerusalem wird der Wiener-Zeitung geschrieben: „In den hiesigen europäischen Juden gemeinden, welche an 5000 Köpfe zählen, und deren Mitglieder theils unter der österreichischen, theils unter der preußischen oder englischen Jurisdiction stehen, herrschte große Freude darüber, daß sie nicht mehr, wie seit 60 Jahren, ihren Fleisch bedarf aus der Schlächterei der türkischen Israeliten beziehen müssen. Dieser Bezug war immer mit einer bestimmten Tax-

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