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Der Israelit · 1867-05-01 · Heft 18 (1.5.1867) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 18 (1.5.1867)
Date
1867-05-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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297 Herzens noch erhöht. Oesters schon hat er den Gesandten Englands in Persien und China durch seine Rathschläge und Erfahrungen große Dienste geleistet. Feuilleton. Gallerie -er Rabbiner. Erste Centurie. Von E. Carmoly. (Fortsetzung.) 15. np^iy '-o min1 'n Erinnerungen tauchen in uns auf aus dem Nebel der Vergangenheit, und wir schauen zuerst Männer, die sich durch Malen und Schriften unsterblich gemacht haben. Ein solcher Mann ist R. Jehuda den Obadiah Eilenburg, vulgo R. Löb Eilenburg. Er war ein Jüngling von vielen Anlagen und verließ das Vaterhaus, um sich aus die Jeschibah des gelehrten R. Jsaac Bezalels in Wladimir zu begeben. Hier hat er sich frühzeitig ausgezeichnete Kenntnisse in der Bibel und dem Talmud erworben, und sein reger Geist bewährte sich bald in Forschungen und Untersuchungen, deren Resultate über die Auffassung der alten biblischen und talmudrschen Commentarien ein neues Licht verbreiteten. Besonders waren es Raschi's unsterbliche Erklärungen der Bibel und des Talmuds, denen er seine Thätigkeit widmete. R. Jehuda Eilenburg, ums Jahr 1550 geboren, wurde im Jahre 1575, als er kaum 25 Jahre alt war, zum Rabbiner kleinerer Ortschaften und später zum Oberrabbiner in Brüse in Lithauen ernannt. Dort wirkte er eine lange Zeit; 1590 finden wir ihn, im Auftrag seiner Gemeinde, bei der Rabbinerversammlung in Lublin. 1604 schrieb er eine Approbation zum Buche nm ’Jipn und 1609 gab er sein großes Werk über Raschi's Commentar zum Pentateuch bei Zebi ben Abraham Kalonymos Zafe in Lublin heraus. Dieses große Werk, das den Titel nun' nroo führt und in welchem er Manches, was er von seinem Lehrer R. Jsaac Bezalels hörte, aufnahm, wurde im Jahre 1678 bei den Kindern des Jehuda Back in Prag neu aufgelegt, ein Beweis in welcher Achtung es damals noch stand. Später kam R. Jehuda ben Obadiah Eilenburg nach Mähren, wo er in Nicolsburg zum Oberrabbiner und Schulrector, v"ni n"2-r, gewählt wurde. Die Gemeinde erfreute sich aber nur wenige Jahre seiner, denn er starb den 10. Schebat 5378 d. i. den 5. Februar 1678, 68 Jahre alt. Von seinen übrigen Schriften ist Nichts im Druck erschienen. 16. Unter den Jüngern R. Jehuda Löb Altschul's, des weisen Lehrers der Talmudbeflissenen, befand stch sein eigener Sohn Wolf Altschul. Er machte außerordentliche Fortschritte in allen Fächern der jüdischen Theologie und wurde bald als ausgezeichneter Gesetzlehrer erkannt. Nachdem er ansehnliche Rabbinerstellen in Polen bekleidet hatte, starb er, vor der großen polnischen Judenverfolgung im Jahre 1648, und hinterließ zahlreiche Werke. In dem handichriflichen Nachtrag zum in nos Frankfurter Ausgabe, im Besitze des Buchhändlers Jsaac Kaufmann, wird unser R. Wolf äLttidjul lobend erwähnt. hqd3 n\n er"« n"nn>Q .minn :6sion p'ns n^np. Von seinen zahlreichen Werken, die alle unedirt geblieben sind, werden namentlich folgende Vier genannt: D'TDn rnwQ, die Lehre der Frommen, über moralischen und sittlichen Wandel. moy, die feuerige Säule über mp: ':h, nb'2M d. i. Frauengesetze. -pKn'? tc\v, Feuer zum leuchten, über die Schlachtgefetze np’mi nll'nn ’jn. nnnzrm n\bw, Rechrsgutachten, von denen Eines im min' nn iirn Nr. 83, abgedruckt ist. 17. TND h Die Abkürzung bezeichnet nicht nur den Familiennamen Altschul, sondern auch denjenigen von Eisenstadt. So enthält z. B. das Buch Gilgulim, Eoition Frankfurt a. M. 1664, Randglosien, überschrieben b. i. von Meier Eisenftadt, dem bekannten Meier ben Chajim Eisenstadt aus Ungarn, Verfasser des n: undS Commentar zu R. Menachem Asaria de Fano’s pp D^iy, Wilmersdorf 1675. Dieser R. Meier Eisenftadt darf nicht verwechselt werden mit einem jüngeren R. Meier Eisenstadt, dem berühmten Verfaffer des Werkes nn\so D':s, dessen Lebensgeschichte in kurzgefaßter Weise hier folgt. Sobn eines Rabbiners und einer Rabbinertochter, wurde er von seiner Geburt an zum Talmudrsten bestimmt. Sein Vater hieß R. Jsaac, die Mutter Sara. Sie war die Tochter des bekannten R Meier Cohn aus Wilna, und die Schwester des berühmten R. Sabbatai Cohen. Als der Knabe im Jahre 1660 das Licht der Welt erblickte, war sein Großvater R. Meier bereits todt und er erbte dessen Namen. Bon seinen Eltern mit der größten Sorgfalt erzogen und vom Oberrabbiner Moses unterrichtet, machte der junge Meier große Fortschritte so wohl in der Bibel als im Talmud. Noch im hohen Mannesalter erinnerte er sich des Unterrichts seines Lehrers, von dem er manche Stellenerklärung im Pentateuch, in seinem nw nuns anführt. (Fortsetzung folgt.)

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