Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1867-05-01 · Heft 18 (1.5.1867) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 18 (1.5.1867)
Date
1867-05-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447291-2447309--05091-2460580
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

288 G.'s „kläglich" nennt, zeichnet sich ja gerade das genannte Werk durch Schönheit de^ Styls aus; wenn auch hier und da Ausdrücke mit unterlaufen, die etwas mehr hätten modificirt sein können, so thut dies dem Gesammten keinen Eintrag. Wäre Herr F. bei der einen Behauptung, daß G.'s Werk zu hypothesenreich und daher „nicht frei von sachlichen Jrrthümern" sei, stehen geblieben, so wäre diese Ausstellung eine berechtigte gewesen, das Auszählen der übrigen Punkte aber, die wir hier nicht wiederzugeben brauchen, läßt uns ein Haschen nach Ausstellungen vermuthen; warum? vielleicht, weil Herr F. zu sehr von dem „vortrefflichen Worte" Geigers entzückt ist, deffen „Judenthum und seine Geschichte" eine bis jetzt gefühlte Lücke ausfüllt H S. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. □ München, 10. April. Se. Maj. der König haben sich allergnädigst bewogen gefunden, unterm 10. Januar l. I. dem kgl. außerordentlichen Universitäts- Professor Dr. Jakob Herz in Erlangen den Verdienstorden I. Klaffe vom rc. Michael zu ertheilen. Würzburg, im April. Es freuet mich, geehrter Herr Redacteur, Ihnen auch wieder einmal mit einer kleinen Correipondenz aus Unterfrankens Hauptstadt aufwarten zu können, um so mehr, da ich mit einer recht pikanten Neuigkeit zu dienen im Stande bin. Die seiner Zeit so vielbesprochene Draht Angelegenheit dahier hat endlich ihren Abschluß gefunden, und zwar zu Gunsten der Sache. Nachdem vom Stadtmagistrat das Gesuch um Anbringung von '’un’y abgeschlagen, von der Regierung aber wieder genehmigt wurde, ergriff der Magistrat Rekurs beim Staatsministerium, woselbst aber die Entscheidung der Regierung als die richtige bezeichnet wurde.— Abgesehen von der religiösen Seite, handelt es sich hier um eine politische, wie damals von mehreren bayr. Zeitungen mit Recht hervorgehoben wurde, indem zugleich über eine Rechtsfrage entschieden werden sollte, ob nämlich den Israeliten das Recht zustehe, eine solche Einrichtung am Stadteigenthum anzubringen. Es stehen zwar noch jetzt der Ausführung locale Hindernisse im Wege, allein wir zweifeln nicht, daß es der Thätigkeit unseres Herrn Rabbiners gelingen wird, auch hierin vermittelnd zu wirken Ya. Zugleich, Herr Redacteur, eine Zukunfts - Literatur - Notiz: Von Herrn Districts - Rabbiner Bamberger dahier wird demnächst wieder ein Werk die Presse verlassen, nämlich uni Hm 'd auf 'n. Die Zahl der Werke dieses immer thätigen Autors wird hierdurch um ein höchst interessantes vermehrt. — Ihr nat? idw Verein erfreuet sich auch hier bedeutender Sympathien, und sinden sich hier viele Elemente, die demselben förderlich sein können und werden; möchte dieser Verein sich nur recht bald constituiren. — Seit dem ersten dieses Monats ist das Rabbinat Kiffingen wieder besetzt, und zwar wie in diesen geschätzten Blättern bereits berichtet, durch Herrn Rabbinats - Candidaten M. L. Bamberger von hier. Möge derselbe in seinem neuen Wirkungskreis recht segensreich für unsere h. Religion zu wirken im Stande sein. I'-ihniYi min W. Gelangen, 13. April. Das Gemeinde-Collegium und der Magistrat, beide einstimmig, haben beschlossen, dem Pros. Dr. Herz das Ehrenbürgerrecht hiesiger Staot zu verleihen. (Nürnb. K.) Heilbronn. Die hiesige Gemeinde, deren Mitgliederzahl .->"2 gewachsen ist, so daß ein vierter weltlicher Vorsteher gewählt werden mußte, hat ein Areal zur Anlegung eines eigenen Friedhofs vom Staats gekauft und hofft im nächsten Spätjahr mit der Umzäumung beginnen zu können. Der ganze Acker und die Umfriedung eines Theils desselben mag auf 5000 fl. zu stehen kommen. Der Staat und die Stadt werden wohl Beiträge dazu verwilligen. Bei der Wahl kam der prinzipiell wichtige Fall vor, daß ein Nichtbürger gewählt und von der höheren Behörde dennoch bestätigt worden ist, weil er sich nach der Wahl zur Erwerbung des Stadtbürgerrechts bereit erklärte und sich dieses auch wirklich erwarb. Wir hoffen, daß bei der nächsten ordentlichen Ergänzungswahl die Zahl der Genossen wieder so zugenommen haben werde, daß ein fünfter Vorsteher, das Maximum, gewählt werden darf. pE>' pi ,13“)’ p. Eßlingen. Auf die Bitte des Vorstandes des Unterstützungsvereins für die württ. isr. Lehrer und Vorsänger und ihre Angehörigen hat die K. israel. Oberkirchenbehörde unterm 4. März d. I. gerne genehmigt, daß außerordentliche Mitglieder durch Ermunterung von der Kanzel aus zum Beitritt gewonnen, beim Aufrufen zur Thora an diesen Verein, mjo^x mar6, Gaben gespendet und auf die Gemeindekosten ent'prechende Beiträge decretirt werden dürfen. In Folge deffen sind bereits von etlichen Kirchenvorsteherämtern entgegenkommende Beschlüsse gefaßt worden und weitere Unterstützung des würdigen Zweckes, den sich dieser Verein gestellt hat, steht zu hoffen, vvnr o^atpom! Neuerdings konnte der Verein wiederum der Wittwe und den Waisen eines Lehrers einen Jahresbeitrag zu ihren Erhaltungs- und Lehrgeldskosten verwilligen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.