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Der Israelit · 1867-04-17 · Heft 16-17 (17.4.1867) · page 29

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 16-17 (17.4.1867)
Date
1867-04-17
Page
– (sequence 29)
Language
German
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283 hat. Herr Carmoly sagt ferner, daß die Worte des R.I. H—er nicht ganz so lauten, wie ich sie anführe. Zur Steuer der Wahrheit muß ich jedoch bemerken, daß ich die Worte H— er gar nicht angeführt habe, ja gar nicht ansühren könnte, weil ich damals den Seder Haderoth gar nicht nachgeschlagen. Höchlich verwundert darüber, daß R. I. H—er geradezu unwahre Uebergaben machen solle, nahm ich meinen Talmud Ed. Dyhrenfurt (i. I. 5560 ff.) zur Hand, schlug die citirten Stellen auf, und fand zu meinem Erstaunen an beiden Stellen den R. Iedidja, zwar nicht in unsere Thosaphoth, sondern in den dort z. St. beigedruckten '"r>. Daß dies in der That keine seien, ist mir nicht eingefallen, und konnte mir wohl auch nicht leicht einfallen. Indessen ehrlich gesprochen: Würde Herr Carmoly von vorn herein gewußt haben, daß R. Iedidja in den sogenannten ’"n Vorkommen, so würde er wahrscheinlich nicht gesagt haben: Jeder kann sich von der Unwahrheit dieser Angaben überzeugen, wenn er den Talmud nachschlägt, sondern etwa: Zwar wird R. Iedidja in den '"n zu den beiden Stellen citirt; doch sind dies in der That keine '"n u. s. w. Gelegentlich ad vocem Irrthum ein Paar Kleinigkeiten. S. 30'.-, zu n"x Cap. 9. §. 1 a^m -io» omos tv na!?mi ca’Tx aosi Mai ca^oa -io» ^a«^ xn’mxao. So finde ich in allen mir zu Gebote stehenden Editionen. Es ist jedoch völlig unbegreiflich, wie so Q'd'x aaa nicht '’mxao a^n sein soll?? Ich glaube daher unzweifelhaft, daß sich hier ein Jrrthum eingeschlichen hat. Die Worte n'v'X nosn haben sich verschoben. cr>rn aaa und zwar: nosi o^m nos Mai Mai o’bDa aos Vax O'v'x. Vergl. x"ao z. St. Aehnlich in dem bei uns üblichen bv pVxa caa -hd Q"-> §. 137 heißt es: Mai pvisa pania p 'a'^saa PtPSja n’SJNi pama a«-isa vax. Die Schlußworte, wie sie da stehen^ geben gar keinen Sinn. Auch hier dünkt mich unzweifelhaft das Wort ,-psaxi verschoben und soll heißen: ’aipsaa pama rvsaxi as^nsa var-r. Ferner ebend. §. 178 heißt es: «n -iLivv nn vxv?' üaa DH^n pomntp ina s''as -idid. Die Worte iaa vaa Dnyn pomner geben gar keinen Sinn. Was in aller Welt hat der Name des Schreibers mit der Unterschrift der Zeugen gemein? Auch hier dünkt mich eine Verschiebung stattgehabt zu haben, und sind diese Worte hier zu streichen und später §. 187 nach sa"si sa"D ohv ünx, wo sie nicht stehen, einzuschalten. Sohr au o. S., im März. D. Deutsch, Rabbiner. .-igniflrrn nwtn Anfangs - Unterricht in der Mosaischen Religion der israel. Volksschulen im Kaiserthume Oesterreich. — 'tsnia na Mos. Religionslehre für die III. u. IV. Klaffe re. Wien, k. k. Schulbücherverlag 65, resp. 63, beurthnlt von vr. J. Hildesheimer. (Fortsetzung.) Es zeugt ferner von wenig principieller Consequenz, wenn ein Buch, das sich augenscheinlich so recht dimonstrativ auf den Standpunkt der Tradition stellt, und diese auf das Mintiöseste coupirt, I 23, u. II §. 42 behauptet der Decalog sei ganz von Gott dem gesammten Volke mitgetheilt worden; während doch schon Makoth Ende u. a. v. das Gegenthril angenommen wird, daß nämlich nur die 2 ersten Gebote unmittelbar gegeben, die übrigen alle aber durch Moses vermittelt wurden, und die Stelle 2. Buch Mos. 19, 9 sich nicht nur auf die übrigen Gebote, (wie dort in der Note behauptet wird), sondern auch auf die übrigen 8 Gebote des Decalogs beziehe; desgleich Deut. 5. 5. und 21—25. Desgleichen sollte man wohl erwarten, daß eine immer auf die Tradittonstreue pochende Religionslehre nicht (II §. 47) so apodiktisch behauptet, daß die Stellen Exod. 24, 1, ff. nach der Gesetzgebung stattgefunden, während schon im Talmud und Raschi die Ansicht recipirt wird, daß dieß vor der Offenbarung stattfand. Doch sind die historischen Sünden, diese übrigens um ein Bedeutendes vermehrt werden könnten, anch noch nicht die Ratio moveas dieser Kritik; wir würden den Verfasser theils mit der Unkenntnis, theits mit Mangel an Vorsicht mar p sein. Daß wir dieß aber nicht können, daß wir wirklich eine Absicht (so ganz unter der Hand mitten in der eifrigsten Traditionstreue Front gegen die letztere zu machen) voraussetzen müssen; das werden wir in diesem Haupttheile unserer Kritik Nachweisen. Wir wollen, um so gerecht wie irgend möglich zu bleiben, auch hier Unterschiede (deren Grenzen übrigens mitunter sehr schwer zu bestimmen) machen, und die in so wichtigen Dingen allerdings auch unverzeihliche Nachlässigkeit und Ungenauigkeit von dem offenbar direkten und sich bewußten Conflicte mit den Religionsgesetzen trennen. Zu erstere rechnen wir, (indem wir von kleineren und ohne praktische Folgen bleibenden Ungenauigkeiten wie, daß die nvsn gegen Osten gerichtet werden soll, was nur geographisch richtig, indem der Ort des anpon wa solche Richtung zu uns hat, während ursprünglich im n"a das Gebet gerade nach Westen, dem p"p gerichtet war; ferner selbst (I. 38 unten) vom fehlenden «au nby> daselbst 39 nach 2, einige und 40 Tage, die durch Unterlassung des pann- Gebetes ausgezeichnet, — wenn wir von allem Diesem als

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