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Der Israelit · 1867-04-17 · Heft 16-17 (17.4.1867) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 16-17 (17.4.1867)
Date
1867-04-17
Page
– (sequence 10)
Language
German
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266 zwischen Blumen und Gesträuchen hüldiAt, rM sskne Weihe von der Natur empfangen; er hat aber nichts, GöMit er diese weihen könnte. Seine Aufgabe ist es, aus den vielfarbigen Blättern der Natur, diesem einzigen Kodex seines Gottes, herauszulesen, er hat aber Nichts in dieselben einzutragen. Er hat einen Naturgott, d. h. Natur — Gott, und sucht sein Lebensideal darin, Naturmensch zu werden. Sein Dasein ist also bloß nach der einen Seite hin mit dem untergeordneten zwar edlen Ziele durch Kunst und Wissenschaft in eine Beziehung gesetzt, nach der andern Seite hin, wo Israel das höhere, höchste Menschenziel erblickt: Erfassung des ausgesprochenen Gotteswortes — Gottes, des Schöpfers — nach dieser Seite hin steht er, der Naturforscher, der zum Naturanbeter herabgesunken, außer aller Beziehung. Israel aber erneuert nicht nur die Zeiten, Israel heiligt sie auch. — Denn für Israel ist der Schöpfer in jeder Sekunde in seiner Welt, in dieser schönen Natur anwesend, so schöpferisch anwesend, wie am Tage der Schöpfung, und die geheimste, einheitlichste Naturkraft ist Israel noch lange nicht Gott, Schöpfer, sondern Geschöpf Gottes, des Schöpfers. Gott ist anwesend in jeder Zeit und an jedem Orte und das Wort Gottes ist es, zu dessen vollkommenem Ausdrücke alle Raume und Zeiten, alle Reiche der Natur Mitwirken müssen. Dieses Gotteswort, das Israel in seiner hl. mir» besitzt, steht der Natur — auch der, auf dem Wege der eingehendsten und wirklich Wunder wirkenden — weil „Wunder" vereinfachenden — Forschung besser erkannten Natur hoch übergeordnet, und es ist Ausgabe Israels, den Geist dieses m>n - Wortes in die Welt und die Zeit hinein zu ttagen, dadurch, daß es die Gesetze Gottes übt, welche sich an den geistig irdischen Menschen mit seiner irdisch geistigen Welt wenden. — Erinnert nun „der Erneuer des Neumondes" (ttnriD O’enn) daran, daß Gott Schöpfer und Erneuer der Welten und Zeiten, so spricht es das „anpo *]na D’KHn" aus, daß Gott Lenker, Erhalter der Welten und Zeiten, und daß Er, g. s. E., wegen dieser Seiner fortwährenden Anwesenheit in den verschiedenen Zeiten die Zeit heiligen, d. h. mit dem Inhalte Seines erhabenen Willens erfüllen will. Unsere „Rabbanan" haben also wieder Recht, wenn sie dem ''i£nnD -p-D„ das "snpo *jn3„ beigesellen. III. Sollen aber die Zeiten geheiligt werden, wer soll wohl Priester der Zeiten sein — nicht Israel, das von Gott erwählte, priesterliche Volk? — Sollen die Zeiten den Inhalt des göttlichen Willens zum Ausdruck bringen, sollen sie den Stempel göttlicher Wahrheit tragen, — nun, wer ist der berufene Dolmetsch des geoffenbarten göttlichen Willens — und wer hat diesen Stempel rein und unverfälscht bewahrt — nicht Israel, die grüße Nation der Wahrheit und der Letden? — nicht Israel, zu dem Gott gesprochen: „annn dd$ mn" — nicht Israel, das am Sinai gestanden und die Sprache des Allmächtigen vernommen: Ich bin dein Gott und dies die Gesetze für dich für alle Zeiten! Ja, es ist und bleibt wahr, dem „BHpo *inn □’Enn" schließt sich nothwendig das „tznpo ina ^40tP’" an. Israel ift% das die Zeiten heiligen soll; „denn, wenn Israel ihn (den Neumond) nicht heiligt, so ist er nicht im Geringsten heilig". Die Sonne, der Mond, die Sterne, was sind sie für uns anderes, als leuchtende Zeiger an der großen Uhr am Firmamente; wer kann aber in die Zeitabschnitte, deren Wiederkehr diese Zeiger anzeigen, den wahren Inhalt göttlichen Willensausdruckes hineintragen? Wer kann's, wenn's Israel nicht kann, zu dem Gott gesprochen: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!" — „'01 ni Py nonn — Darum „verwundere dich hierüber nicht. Der Heilige, g. s. E., hat Israel geheiligt u. s. w., daher ist. was sie heiligen, wieder heilig". — Gott spricht: Ich bin heilig! Ich habe die Welt und die Zeit geschaffen! Und damit Wett und Zeit heilig werden, bildete ich mir das heilige Volk auf Erden: Israel. — Gott schuf die Welt — „nwo". Er weihte das Universum mit allen — Jahrtausenden seines Bestandes durch sein heiliges Wort: Bestehe! Bestehe nach meinem Willen! Auf daß nun jeder einzelne Theil dieses unermeßlichen Zeitraumes, der göttlichen Weihe des Ganzen entsprechend, ebenfalls heilig sei, dazu hat Gott Israel und jede Generation in Israel berufen. Wenn Israel hinaustritt, den Neumondssegen auszusprechen, so will Israel hiemit nicht den Mond heilig sprechen, sondern sich selbst will es an seine eigene Heiligkeit mahnen, die es berufen ist, in die Zeit hineinzulegen, an seine Heiligkeit, mit der es Welt und Zeit in Einklang bringen soll. Die Heiligsprechung in dem Sinne, wie man sie in Kreisen außerhalb Israels denkt und auffaßt — o, die liegt uns sehr ferne. Wir sprechen nichts heilig und zollen keinem menschlichen, ja selbst übermenschlichen Wesen, außer Gott, die Verehrung, die, nach unserer Auffassung, der Heiligkeit gebührt. Was wir sollen, das ist: jeden Abschnitt der Zeit, die Gott in ihrer Gesammtheit geheiligt, schon durch den Hauch, der sie geschaffen, geheiligt hat, mit dem Lebensinhalte erfüllen, der uns von dem „Heiligen", g. s. E., stammt und darum heilig ist. Die Zeit ist uns ein Gefäß, das wir mit heiligem Inhalte erfüllen, „yyb nmn dn" bemerkt unser Midrasch vorsorglich, willst du wissen, wie Israel, das doch aus seiner klaren Gottes- und Weltanschauung jeden Begriff (?) von Gottmensch und Menschgott ausscheidet, sich mit dem Gedanken (smp

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