Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 8 (1867)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1867)
- Date
- 1867-03-13
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2447291-2447303--04977-2460460- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
186 I ' Wü" Werden Mt (denn der AMM m Liebe erdreistet sich kein wirklicher Orthodoxe, der kein loses Spiel mit Schrift und Tradition WKibl, die Schriftworte zu fälschen), öder wäre etwa Vorsicht zu nennen, wenn I 35, 37, 39, II 35 a. 413 immer vom .... Tage des Monates, nämlich aus dt mp (z. B. riDE) ain 14. des M. Abends) statt vom Abend zum 15. rc., oder wäre es verständlich zu nennen, wenn II § 15 von einer Moses gewordenen „unbeschränkten" Offenbarung die Rede ist, oder könnte uns der Verfasser, vielmehr könnte er dem Schüler der HI. Klasse klar und kindlich auseinanderfetzen, was eine beschränkte und was eine unbeschränkte Offenbarung ist? oder wäre es nicht flüchtig, Ueberflüisigketten, wie I 68, ein jeder aiv dt, „der nur einmal im Jahre vorkömmt," (oder hält der Verfasser auch aiü dt, welcher zweimal im Jahre wiederkehret?), oder den unbeweglichen 2iv vT dem na» gegenüber, weil sie von dem Kalender abhängen, was gerade das Umgekehrte beweist, wie es auch wirklich ist (Cholin 101) oder daß nach I 98 die Bewohner Palästina's immer nur einen Tag feiern, was doch beim ru»n »in nicht der Fall ist; oder I 37, wo vom "nsa dt gesagt wird, daß seine Weihe darin bestehe, Almosen zu spenden, d. h. Buße zu thun, während doch diese beiden Begriffe durchaus nicht identisch (vergleiche das Gebet naitpn). So rein sprachlich II § 296, wo es heißt: „Auch im gewöhnlichen Umgang dürfen wir den Namen Gottes nicht leichtsinnig bei jeder Kleinigkeit aussprechen. Diese Ehrfurcht muß sich auf Alles erstrecken, was mit der Religion in Beziehung steht, auf die Gotteslehre, auf das Gotteshaus, den Religionslehrer." — Sind wir etwa verpflichtet, N»n ab auf das Gotteshaus zu erstrecken? Doch drückt uns nichts von allem Diesem die Feder in die Hand; literarische Sünden haben eben nur literarischen Werth, sind dem größeren Publikum wenig zugänglich, also wenig bedenklich, und können von den wirklich Sachverständigen und Intelligenten, als solche erkannt, und wenn sie überhaupt wollen, in mündlichem Vorträge verbessert werden, wollen sie aber picht, nun, dann würde auch das gewissenhafteste Lehrbuch nichts nützen. Was uns alarmirt, ist die große Menge der Fehler (?) rikcksichtlich des rmn -oi &D2 b?b, wobutä), wie wir sehen werden, die verhäng- Nißvollsten D'bWDD in der religiösen Praxis entstehen nzcw »cy m kxo' im nyio wn Tiare* »a »rrfrn? paeo 'rrrni biiisr. Der Einschmuggelung großer Dnm selbst,-ib'pv ■mdü psD sind nun so viele, daß die erschöpfende Aufzählung derselben eine zu ermüdende Arbeit wäre. Auch wären dieselben von keinem Nutzen. Den»: auch «vollständigste Auszug alles Erlogenen würde nur'sostM sein Ziel erreichen, soweit diese Kritik überh^usit gelesen wird. Und ist auch diese aesch. Zeitschrift, ihrer Würdigkeit entsprechend, auch in Oesterreich recht verbreitet, so können wir uns doch darüber keine Illusionen mache«, daß die obligatorische Verbreitung der in Rede stehenden Lesebücher in Oesterreich viel größer ist, wenn man auch nur Diejenigen rechnet, deren Verhältnisse es nicht gestatten oder deren Indifferenz sie zu keinem Entschlüsse kommen läßt, auf ein Journal zu abonniren. Die getroffene Auswahl wird aber hoffentlich genügen, dem Leserkreise die Augen über diesen schmachvollen Verrath an dem Heiligsten und dem Herzen des zarten unschuldigen Kindes zu öffnen, und ihm die Pflicht vorzuführen, alle nur irgend gesetzlichen Mittel zu ergreifen, um den Schülern in orthodoxen Gemeinden wenigstens diese beständige brennende Gefahr zu entziehen, und ihnen mindestens freie Hand zu lasten; die Reformistischen mögen dieses oder ein anderes Religions-Fabrikat wählen, ganz nach ihrem Plaffir. Um nun unserem überwuchernden Stoffe einige Ordnung zu geben, wollen wir in Folgendem untersuchen, welchen Respect der Vers, a) vor dem historischen , b) vor dem rituellen Material des Judenthums hat; und endlich c) einige Stellen copiren, in denen die eigentlichen Principien deffelben ein wenig verrathen werden. Erfteres nun betreffend, war nach I 3 und II (an entsprechender Stelle) die göttliche Offenbarung auf die Propheten beschränkt, während dieselbe bei mm jno doch ganz Israel zukam, wie auch I 13 u. II § 42 gesagt wird. Oder wenn I 16 behauptet wird, daß Joseph unter seinen Brüdern der beste war, was in B zug auf fD’ja, ja nach ron Brno und zu Gen. 37, 29, auch des pien auß der Luft gegriffen; daselbst unten wird behauptet, daß Moses vierzig Jahre in Midjan war, dafür hat der Verf. keine Begründung, vielmehr wird im Jalkut Nr. 168 Ende gesagt, daß er zu 77 Jahren die Zipora geheirathet und zu 80 Jahren stand er schon vor Pharao, also nur 3 Jahre später. I 2t erhielten die Israeliten Speise und Trank, indem Moses auf einen Felsen schlug, wodurch Wasser herauskam resp. durch die Wachteln. Nun weiß aber j der, der auch nur »vin gelernt hat, daß die Felsenquelle des Wassers eben nur eine einmalige Episode, die für Moses und Ahron so verhängrußvoll war; und war es eben nach der Tradition vnv bv *\va, welcher die regelmäßige Versorgung nut Wasser zu danken hatte, weshalb erst und zwar sofort nach deren Tod dieser traurige Zwischenfall eintrat; 2. daß auch die Ernährung durch die Wachteln eben ein' einmaliges unglückseliges Intermezzo war, und daß Gott diese Nahrung in Folge des mürrischen undankbaren Begehrens der Unzufriedenen im Volke nur widerstrebend gesendet. (Forts, f.)